Zyste im Hoden

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 1. April 2015
Gesundpedia.deKrankheiten Zyste im Hoden

Eine Zyste im Hoden ist in der Regel keine ernsthafte Erkrankung. Da sie meistens keine Beschwerden verursacht, wird eine Zyste im Hoden häufig zufällig bei Routineuntersuchungen im Rahmen der Vorsorge entdeckt. Ob eine Therapie eingeleitet werden muss, wird nach dem jeweiligen Befund entschieden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Zyste im Hoden?

Eine Zyste im Hoden ist sehr oft unbemerkt vorhanden, da keinerlei Beschwerden vor ihr ausgegangen sind. Es handelt sich dabei häufig um Spermatozele, dies sind kleine Zysten, die sich in den meisten Fällen hinter den Hoden befinden. Oft ist eine solche Zyste nur einseitig vorhanden. Eine Zyste im Hoden kann klare Flüssigkeit enthalten, manchmal aber auch Spermien.

Manchmal nimmt die Zyste im Verlauf an Größe zu und es kann zu einer Verhärtung kommen. Diese Verhärtung kann tastbar sein und zu einer schmerzlosen Schwellung neben dem Hoden führen. Zysten im Hoden sind grundsätzlich keine ernsthafte Erkrankung, da es sich meist um gutartige Veränderung handelt. Nur in seltenen Fällen wird diese als bösartig diagnostiziert.

Ursachen

Die Entstehung einer Zyste im Hoden kann verschiedene Ursachen haben. Nicht selten ist eine Zyste im Hoden die Folge von einer traumatischen Einwirkung auf den Hoden. Das können Schläge oder Tritte sein, oder auch eine Folge von verschiedenen Unfällen, bei denen die Hoden betroffen waren.

Eine Zyste im Hoden kann aber auch als Folge einer Infektionskrankheit entstehen. Werden Krankheitserreger vom Körper abgekapselt, entsteht eine Zyste, die dadurch den restlichen Hoden vor weiteren Schäden schützt.

Symptome und Verlauf

In der Regel bereitet eine Zyste im Hoden dem Patienten keinerlei Beschwerden. Deshalb werden solche Zysten oft nur zufällig entdeckt. Dies kann bei planmäßigen Vorsorgeuntersuchungen oder durch den Betroffenen selbst geschehen. In der Regel werden Zysten im Hoden durch Abtasten entdeckt. Da es sich um eine Veränderung handelt, die sich im Verlauf deutlich verhärten kann, wird eine Zyste im Hoden als Knoten wahrgenommen. Der Betroffene ist meist sehr erschrocken und nimmt das schlimmste an. In vielen Fällen handelt es sich aber nur um eine gutartige Veränderung im Gewebe des Hodens, die nicht unbedingt einer weiteren Behandlung bedarf.

Manchmal kann ein Symptom für eine Zyste im Hoden auch eine sichtbare Schwellung neben dem Hoden sein. Diese bereitet in der Regel aber keinerlei Beschwerden wie Schmerzen. Weil eine Zyste im Hoden nur selten Beschwerden bereitet, wird in den meisten Fällen nach der Entdeckung auch keine Behandlung nötig. Die Risiken eines operativen Eingriffs, stehen in den meisten Fällen in keiner Relation, wenn es sich um eine gutartige Veränderung handelt, die keine Beschwerden verursacht.

Diagnose

Die Diagnose von einer Zyste im Hoden wird in vielen Fällen rein zufällig gestellt. Im Rahmen der üblichen Vorsorgeuntersuchungen für Männer, werden auch die Hoden näher untersucht und dabei abgetastet. Dabei werden Zyste im Hoden häufig in Form einer Verhärtung oder eines Knotens entdeckt. Aber auch der Mann selbst kann die Zyste im Hoden bei verschiedenen Gelegenheiten zufällig entdecken, wie etwa beim Duschen.

Wurde eine Zyste im Hoden entdeckt, kann durch reines Abtasten nicht entschieden werden, ob es sich um eine gutartige oder bösartige Veränderung im Hoden handelt. Aus diesem Grund wird der Arzt mittels einer Ultraschalluntersuchung den Knoten genauer untersuchen. In der Regel ist auf dem Ultraschallbild die Art der Veränderung gut darstellbar. Im Zweifel kann eine Punktion erfolgen um eine sichere Diagnose zu stellen. Durch solch eine Probenentnahme aus der Zyste im Hoden, können auch eventuelle Krankheitserreger bestimmt werden, die für die Zystenbildung verantwortlich sind.

Behandlung und Therapie

Wenn es sich bei einer Zyste im Hoden um eine diagnostizierte gutartige Veränderung handelt, werden in den meisten Fällen keine weiteren Therapiemaßnahmen eingeleitet. So lange die Zyste dem betroffenen Patienten keine Beschwerden bereitet und nicht enorm anwächst, besteht kein Grund für eine Behandlung. Hat eine Punktion ergeben, dass es sich bei der Zyste um eine Abkapslung von einem Krankheitserreger handelt, kann gezielt eine antibiotische Therapie eingeleitet werden um die jeweiligen Erreger zu bekämpfen.

Nur wenn eine Zyste im Hoden dem Betroffenen enorme Beschwerden wie Schmerzen bereitet, wird zu einer Operation geraten. Dabei wird die Zyste unter Narkose in einem chirurgischen Eingriff ausgeräumt. Sollte eine Zyste im Hoden diagnostiziert worden sein, sollten in jedem Fall regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden um den Verlauf der Zyste zu kontrollieren. Auch wenn in manchen Fällen eine Therapie nicht sofort notwendig ist, kann sich das im weiteren Verlauf ändern. Vorgeschlagene Untersuchungsintervalle vom Arzt sollten deshalb unbedingt eingehalten werden.

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Vorbeugung

Die Vorbeugung von einer Zyste im Hoden ist eigentlich nicht möglich. Da sie durch viele verschiedene Faktoren entstehen kann, die schlecht beeinflussbar sind, gibt es keinen zuverlässigen Schutz dagegen. Grundsätzlich ist aber immer ein aktives Immunsystem der Grundstein als Vorbeugung gegen jegliche Erkrankungen.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Karl kommentierte am 12.10.2015 um 18:58 Uhr

Ich habe meine Zyste im Hoden nur durch Zufall gespürt. Groß und sehr hart. Der Arzt hat entsprechend obiger Info zu keiner Behandlung geraten, da ich keinerlei Probleme damit habe. Ich glaube nicht, dass ich diesen harten "Stein" schon lange habe. Die Zyste kam von heute auf morgen, so denke ich. Ich bin gespannt wie es weiter geht. Der Arzt hat mich in 6 Monaten zur Kontrolle bestellt.

eggenek kommentierte am 12.01.2016 um 14:43 Uhr

meine zyste war auf einmal da und keiner weiß, warum. das war vor ca. 3 jahren und nun hat sie schon die größe eines tennisballs und hindert mich hin und wieder beim laufen und radfahren. am liebsten würde ich sie entfernen lassen, doch mein urologe sagte mir dass es keine garantie dafür gibt, dass sie nicht wieder auftaucht.insofern gilt das alte kaiserwort: lerne leiden ohne zu klagen!