Weißer Hautkrebs

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 28. August 2015
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Weißer Hautkrebs ist zwar an sich gut behandelbar und selten tödlich, da er aber oft lange Zeit nicht entdeckt wird, umso gefährlicher. Hautkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen überhaupt, kann jedoch gut vorgebeugt werden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist weißer Hautkrebs?

Weißer Hautkrebs wird auch heller Hautkrebs genannt, weil die betroffenen Stellen nicht weiß pigmentiert sind, sondern etwas dunkler, aber nicht die fast schwarze Pigmentierung erreichen wie der schwarze Hautkrebs. Beim weißen Hautkrebs gibt es einerseits das Basaliom, das fast nie Metastasen ausbildet und das Spinaliom, das gelegentlich streut.

Gemeinsam ist ihnen jedoch das Wachstum nach Innen und bei spätem Entdecken zerstört der weiße Hautkrebs sehr viel Gewebe. Aktinische Keratosen sind ein Frühstadium des weißen Hautkrebses und in etwa 10 Prozent der Erkrankungen bildet sich daraus bösartiger weißer Hautkrebs.

Ursachen von weißer Hautkrebs

Wie bei allen Krebsarten spielt die Veranlagung auch beim weißen Hautkrebs eine Rolle, aber vordergründig verantwortlich ist die UV-Strahlung und hier in erster Linie die UV-B Strahlen. Hellhäutige Personen, noch dazu wenn sie viele Sommersprossen haben, sind besonders gefährdet. Sonnenschäden und Sonnenbrände, auch wenn sie viele Jahre zurückliegen, erhöhen das Risiko an Hautkrebs zu erkranken wesentlich und auch häufige Besuche im Solarium sind mitverantwortlich, selbst wenn man sich hier den Strahlen nicht so lange aussetzt, bis ein Sonnenbrand entsteht.

Muttermale, die einen Durchmesser von 5 mm überschreiten, können sich ebenso zu weißem Hautkrebs entwickeln und sind daher regelmäßig zu untersuchen. Erhöht gefährdet sind auch Personen mit sehr vielen Muttermalen. Vorhergehende Erkrankungen an schwarzem Hautkrebs stellen ebenfalls ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von weißem Hautkrebs.

Symptome und Verlauf von weißer Hautkrebs

Weißer Hautkrebs tritt fast nur im Gesicht und Kopfbereich auf, aber vereinzelt können auch andere Körperstellen betroffen sein. Häufiger Juckreiz kann ein erstes Anzeichen sein, aber meist bemerkt man erst ein kleines Knötchen das mit Adern durchzogen ist und der eigenen Hautpigmentierung sehr gleicht.

Dieses Geschwür, das nach einiger Zeit aufbrechen kann, ist in den meisten Fällen weder schmerzhaft noch juckt es, was eine Entdeckung erschwert. Betroffenen Stellen, die aufgekratzt werden, heilen sehr schlecht ab und sind lange Zeit blutverkrustet.

Diagnose von weißer Hautkrebs

Dermatologen erkennen weißen Hautkrebs meist bereits mit bloßem Auge, untersuchen die betroffene Hautstelle jedoch zusätzlich unter einem speziellen Mikroskop. Wichtig ist diese Methode auch, um andere Hauttumore unterscheiden zu können.

Erfolgt eine Feststellung einer bösartigen Veränderung, wird ein Teil der betroffenen Stelle unter lokaler Betäubung herausgeschnitten und zur weiteren Abklärung im Labor untersucht. Konnte der weiße Hautkrebs bereits nach Innen wachsen, ist meist auch die großflächige Entfernung des Tumors erforderlich. Wenn der Tumor bereits sehr weit fortgeschritten ist, so dass er sich auf darunterliegenden Knochen oder Knorpel ausbilden konnte oder Metastasen gebildet hat, wird mit Magnetresonanz oder Computertomografie die genaue Ausbreitung ermittelt.

Behandlung von weißer Hautkrebs

In erster Linie wird weißer Hautkrebs operativ entfernt und dabei das betroffene Tumorgewebe komplett herausgeschnitten. Da der weiße Hautkrebs sehr selten Tochtergeschwülste bildet, stellt dies die effektivste Form der Behandlung dar und ist auch die schonendere Alternative zu anderen Therapien, weil in der Regel nur eine örtliche Betäubung nötig ist.

Daneben sind auch alternative lokale Behandlungen bei nur oberflächlicher Ausbreitung mit Strom möglich, bei der der Tumor erhitzt wird oder die Zerstörung mittels Laser oder Licht erfolgt. Ältere Personen, bei denen ein operativer Eingriff ein hohes Risiko darstellt oder aus anderen Gründen nicht operiert werden können, werden bevorzugt mit der Strahlentherapie behandelt, bei der Röntgenstrahlen auf das betroffene Gewebe einwirken und den Tumor zerstören.

Chemotherapien sind entweder mit Cremen zur oberflächlichen Behandlung möglich, beinhalten aber ein Risiko für Hautreizungen und Juckreiz, welche sehr oft auftreten. Außerdem muss diese Behandlung konsequent über mehrere Wochen angewendet werden und erfordert intensive Mitarbeit des Patienten.

Hat der weiße Hautkrebs Metastasen gebildet, wird mit herkömmlicher Chemotherapie behandelt, die eingenommen wird. Diese Therapie ist allerdings mit starken Nebenwirkungen verbunden und wird nur in seltenen Fällen angewandt, wenn sämtliche anderen Methoden entweder nicht möglich sind oder nicht den gewünschten Erfolg versprechen, dass der weiße Hautkrebs vollständig bekämpft werden kann.

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Vorbeugung von weißer Hautkrebs

Nachdem der weiße Hautkrebs in erster Linie durch die UV Strahlung entsteht und diese durch das Abnehmen der schützenden Ozonschicht immer aggressiver wird, ist es unumgänglich sich der Sonne nur geschützt auszusetzen.

Besonders sehr helle Hauttypen sollten Sonnenbäder oder Solarienbesuche gänzlich vermeiden. Freizeitaktivitäten sollte man möglichst in die Früh- oder Abendstunden verlegen und wichtig ist der regelmäßige Besuch (alle zwei Jahre) beim Dermatologen, damit weißer Hautkrebs möglichst früh erkannt wird.

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