Schwellung am Knie

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 15. Mai 2017
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Häufig ist ein Ödem (Wasser im Knie) die Ursache für eine Schwellung am Knie. Wasser im Knie kann starke Schmerzen auslösen und zudem die Geh- und Stehfähigkeit der betroffenen Personen stark einschränken. Es gibt viele Ursachen für Wasser im Knie und auch der Verlauf und die Möglichkeit der Diagnose kann unterschiedlich ausfallen. Des Weiteren ist es für viele betroffene Personen wichtig wie eine Behandlung abläuft und man Wasser im Knie vorbeugen kann.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Schwellung am Knie?

Von einer Schwellung am Knie bzw. Wasser im Knie wird gesprochen, wenn das Knie äußere und innere Veränderungen aufweist. Diese Veränderungen sind äußerlich gut sichtbar und beruhen auf einer Ansammlung von Gewebswasser im Gelenk des Knies.

Es handelt sich somit um eine Ansammlung körpereigener Flüssigkeit. Diese Flüssigkeit sorgt bei den betroffenen Personen für starke Schmerzen vor allem bei Bewegungen des entsprechenden Knies. Daher ist eine Behandlung in den meisten Fällen unumgänglich.

Anatomie eines Kniegelenks.

Ursachen

Es gibt viele Ursachen für das Vorhandensein von einer Schwellung am Knie. Wenn sich Wasser im Knie ansammelt, ist dies meist eine Begleiterscheinung einer anderen Erkrankung oder Verletzung.

Häufig ist eine Beschädigung des Muskelgewebes ursächlich. So ist besonders ein Meniskusschaden mit einer Einlagerung von Wasser im Knie verbunden.

Des Weiteren kann auch eine Arthrose die Einlagerung von Wasser begünstigen. Zu viel knorpeliges Gewebe im Knie kann ebenfalls wie Verschleißerscheinungen dazu beitragen, dass sich sehr leicht Wasser im Knie bildet.

Auch eine Entzündung kann ursächlich sein. Besonders häufig ist eine Schleimbeutelentzündung. Außerdem können eine übermäßige Belastung oder Dehnung Wasser im Knie begünstigen. Nach Unfällen und Stürzen haben viele Personen mit dieser Begleiterscheinung zu kämpfen.

Krankheiten

Wann zum Arzt?

Eine Schwellung am Knie, die ohne einen ersichtlichen Grund entsteht, sollte von einem Arzt untersucht werden. Es können Beschädigungen des Gelenkes oder der Muskeln vorliegen, die behandelt werden müssen. Tritt die Schwellung nach einer starken körperlichen Beanspruchung auf, kann sie auf eine Überlastungsreaktion des Körpers hinweisen. Das Knie ist zu kühlen und für einige Zeit zu schonen. Nimmt die Schwellung innerhalb der kommenden Stunden ab, wird kein Arzt benötigt. Bleibt sie bestehen, muss ein Arzt aufgesucht werden.

Bei einer wiederholt oder regelmäßig auftretenden Schwellung am Knie, sollte ein Arzt konsultiert werden. Es können chronische Erkrankungen, aber auch Fehlbelastungen innerhalb des Bewegungsablaufes vorliegen, die medizinisch betreut werden müssen. Breitet sich die Schwellung in den Ober- oder Unterschenkel aus, handelt es sich um eine weitere Erkrankung, die untersucht werden muss.

Stellt sich die Schwellung am Knie nach einem Sturz oder Unfall ein, muss ein Arzt aufgesucht werden. Über bildgebende Verfahren wird ermittelt, welche weiteren Verletzungen, wie beispielsweise Prellungen, Verstauchungen oder Knochenbrüche, vorliegen. Führt die Schwellung zu Knieschmerzen oder einer Fehlhaltung beim Gehen oder Laufen, ist die Rücksprache mit einem Arzt notwendig. Die Symptome sind Warnhinweise, die sich ohne eine Behandlung weiter ausbreiten und zu dauerhaften Schäden führen.

Diagnose und Verlauf

Eine Schwellung am Knie kann unangenehme Schmerzen verursachen. Im Verlauf der Erkrankung kann die Bewegungsfähigkeit immer weiter eingeschränkt werden. Daher sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden, wenn sich nicht nach ein paar Tagen eine deutliche Verbesserung zeigt. Denn ansonsten kann das Wasser im Knie das Gelenk komplett versteifen.

Um die Diagnose von Wasser im Knie stellen zu können, werden verschiedene medizintechnische Verfahren durchgeführt. Neben einer körperlichen Untersuchung und Betrachtung der Schwellung werden meist eine Ultraschalluntersuchung, eine Kernspintomografie und eine Arthroskopie durchgeführt. Mit Hilfe dieser Untersuchungsmethoden kann der Arzt die Diagnose Wasser im Knie sicher stellen.

Komplikationen

Eine Schwellung am Knie kann aus vielen unterschiedlichen Gründen entstehen, sodass die möglichen Komplikationen ebenso vielseitig sein können. Eine sehr häufige Ursache für eine Schwellung im Knie ist eine Überlastung der Bänder oder Muskeln, die sich darin befinden. Bei einer ungewohnten oder übermäßigen Belastung kann es zu einer Überdehnung bzw. einem Riss kommen, sodass es zu einer starken Schwellung kommt. Gleichzeitig treten Komplikationen wie zum Beispiel Schmerzen im Knie, eine Rötung der Haut oder sogar die Bildung von Eiter ist möglich. Bei so einem Krankheitsbild ist der Gang zum Arzt erforderlich, da ansonsten sogar eine Blutvergiftung entstehen kann.

Unter Umständen kann eine Schwellung am Knie aber auch durch eine Fraktur entstehen. Besonders bei kleinen Haarrissen kann es durchaus sein, dass der Betroffene die Fraktur vielleicht überhaupt nicht bemerkt. Daher ist der Gang zum Arzt bei einer Schwellung sehr wichtig. Ansonsten kann wächst eine solche Fraktur falsch oder gar nicht zusammen, sodass es zu permanenten Folgeschäden kommen kann. Eine Ruhigstellung des Gelenkes ist in so einem Fall sehr wichtig, da die Fraktur sonst nicht richtig heilen kann. Wer oben genannte Komplikationen vermeiden möchte, der sollte natürlich auch auf die Einnahme entsprechender Medikamente zurückgreifen.

Behandlung und Therapie

Für die Behandlung und Entfernung einer Schwellung am Knie sind mehrere Behandlungsmethoden gleichzeitig notwendig. Nur so kann eine dauerhafte Abheilung des entsprechenden Knies erzielt werden. Wenn die Beschwerden nicht sehr groß sind, wird eine Behandlung zunächst mit dem Verabreichen von bestimmten Medikamenten versucht.

Diese Medikamente wirken ableitend für das Wasser und zugleich entzündungshemmend. Dadurch wird der Schmerz stark gelindert und auch die Bewegungsfähigkeit wird wieder aufgebaut. Zur Unterstützung wird eine Physiotherapie verschrieben. Diese findet mindestens einmal in der Woche statt und fördert den Muskelaufbau, der durch das Wasser im Knie in Mietleidenschaft gezogen wurde.

Des Weiteren sollte auch zu Hause die Bewegung des Knies fortgesetzt werden. Dabei sollte man sich unbedingt an die ärztlichen Hinweise halten und bei Schmerzen mit der Bewegungstherapie sofort aufhören. Hier ist eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zu halten, um eine weitere Schädigung des Knies vorzubeugen.

Auch das zusätzliche Einreiben des Knies mit pflanzlichen Mitteln wird häufig von Ärzten empfohlen. Zudem schwärmen immer mehr betroffene Personen von der Wirkung homöopathische Mittel. Selbst eine Akupunktur kann die Beschwerden schon nach der ersten Behandlung deutlich lindern.

Sofern mit diesen Behandlungsmethoden keine Besserung erzielt werden kann, muss ein operativer Eingriff erfolgen. Dabei kommt eine minimal invasive operative Techniken zum Einsatz. Bei dieser muss nicht das gesamte Kniegelenk geöffnet werden und ist vor allem bei einer Arthrose mit der Einlagerung von Wasser im Knie unverzichtbar. Mit Hilfe von kleinen Schnitten wird das Wasser im Knie vorsichtig abgesaugt und ist für die Patienten wesentlich angenehmer als eine komplette Offenlegung des mit Wasser gefüllten Knies.



Vorbeugung

Eine Schwellung am Knie wird meist durch eine falsche Belastung oder Überdehnung des Knies ausgelöst. Solche Bewegungen sollten daher im Alltag dringend vermieden werden. Des Weiteren können auch Stürze auf das Knie ursächlich sein. Daher sollte vor allem bei Sportarten, in denen es häufiger zu Stürzen kommen kann, ein entsprechende Schutzkleidung getragen werden.

Zudem sollte darauf geachtet werden, dass auch schon harmlose Gelenkerkrankungen schnell behandelt werden. Diese können sonst das Wasser im Knie auslösen. Außerdem sollte man dem Knie immer wieder Phasen der Erholung gönnen. Hierdurch wird das Risiko von Wasser im Knie stark eingeschränkt.

Bücher über Knieprobleme

Quellen

  • Rüther, W. & Lohmann, C.H.: Orthopädie und Unfallchirurgie, Urban & Fischer, 20. Auflage, 2014
  • Heisel, J.: Physikalische Medizin - Praxiswissen Halte- und Bewegungsorgane, Georg Thieme Verlag, 1.Auflage, 2005
  • Wülker N. Taschenlehrbuch Orthopädie und Unfallchirurgie. Thieme Verlag. 2. Auflage 2010.
  • Mayer, C. et Siems, W.: 100 Krankheitsbilder in der Physiotherapie, Springer Medizin Verlag, 1.Auflage, 2011
  • Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2012
  • Imhoff, A.B. et al.: Checkliste Orthopädie, Georg Thieme Verlag, 3. Auflage, 2014

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Vroni kommentierte am 20.11.2016 um 20:09 Uhr

Hallo,
ich hatte im vergangenen Jahr in beiden Knien Innenminiskusrisse. Im linken Knie wurde vor einem Jahr eine Athroskopie durchgeführt. Das rechte Knie habe ich nach vielen Schmerzen beim Laufen im Sommer mit Akupunktur hinbekommen. Beide Knie wurden akupunktiert.
Jetzt schmerzt mein linkes Knie zunehmend und nach einem langen Tag auf den Beinen kann ich das Knie kaum noch bewegen. Der Orthopäde schlug vor, wegen der Arthrose 3. Grades 5 Spritzen in das Knie zum Aufbau der körpereigenen "Schmiere" zu geben. Die Diagnose Wasser im Knie hat er so nebenbei gestellt und dann die Spritze ins Knie gestoßen. Meine Schmerzen und der Druck im Knie nehmen zu und ich habe den Eindruck, ich kann das Knie bald nicht mehr bewegen. Was raten Sie mir zu tun?
Danke im Voraus für eine Antwort. Vroni