Arthroskopie

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 9. Dezember 2014
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Die Gelenkspiegelung (Arthroskopie) bezeichnet und ist ein häufig angewandtes Verfahren, um verschiedene Gelenke des menschlichen Körpers zu untersuchen. Die Arthroskopie stellt dabei eine besondere Form der Endoskopie dar.

Waren früher noch aufwendige Gelenkoperationen nötig, können einige dieser Operationen nun dank der Arthroskopie verhindert werden. Diese ist deutlich weniger schmerzhaft als eine Operation und auch die Gelenke können in der Regel zeitiger wieder bewegt werden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Arthroskopie?

Die Arthroskopie wird am häufigsten zur Untersuchung des Kniegelenks eingesetzt, doch auch bei anderen Gelenken kommt diese durchaus zum Einsatz. Neben dem Hüft- können mittels einer Gelenkspiegelung auch Schulter-, Ellenbogen- sowie Handgelenk untersucht werden.

Grundlegender Vorteil der Arthroskopie ist, dass keine großen Hautschnitte durchgeführt werden müssen.

Die Gelenkspiegelung wird mit einem speziellen Instrument, dem Arthroskop, durchgeführt. Dieses besteht aus einer Sonde, die in das Gelenk eingeführt wird und mit Hilfe einer kleinen Kamera Bilder auf einen angeschlossenen Monitor überträgt. Zudem sind an dem Gerät zwei Schläuche angebracht - über diese wird Spülflüssigkeit in das Gelenk eingebracht.

Sind während der Arthroskopie Schäden am Gelenk ersichtlich, können diese bei vielen Patienten bereits im Rahmen dieser Behandlung behoben werden. Zu diesem Zweck werden über das Arthroskop weitere Instrumente, beispielsweise eine Schere oder Fräse, eingeführt.

Je nach Größe des Eingriffs (dieser hängt meist von den vorhandenen Beschwerden ab) kann eine Gelenkspiegelung wahlweise ambulant oder auch verbunden mit einem stationären Aufenthalt im Krankenhaus durchgeführt werden. Ebenso ist es Arzt und Patient gleichermaßen überlassen, ob eine Voll- oder Teilnarkose gewählt wird.

Eingriff mittels Sonde

Der Eingriff an sich ist recht einfach zu beschreiben: die Sonde wird über einen etwa fünf Millimeter langen Einschnitt in das Gelenk eingeführt. Dann kann das Innere des Gelenks auf dem Monitor betrachtet werden. Beim Kniegelenk beispielsweise sind Knorpel, Menisken und Kreuzbänder sichtbar.

Damit diese Strukturen noch deutlicher zum Vorschein kommen, wird eine Kochsalzlösung in das Gelenk gespritzt. Wenn nötig, können nun auch kleine Eingriffe vorgenommen werden. Nach der Untersuchung werden die Einschnitte zugenäht und verbunden.

In der Regel ist auch eine gewisse Nachbehandlung nötig. Diese besteht meist aus physiotherapeutischen Maßnahmen wie Massagen, Elektrotherapie, Krankengymnastik oder auch Wärmepackungen. So soll gewährleistet werden, dass die Funktion des Gelenks wiederhergestellt beziehungsweise die Muskeln in diesen Bereichen gestärkt werden.

Nebenwirkungen und Gefahren

Wie nahezu jeder medizinische Eingriff birgt auch die Gelenkspiegelung durchaus Risiken und Komplikationen. Schmerzen, Schwellungen und Gelenkergüsse nach dem Eingriff können vorkommen, sind aber recht selten. In seltensten Fällen können sich nach einer Arthroskopie zudem kleine Blutgerinnsel, sogenannte Thrombosen, bilden.

Auch ist es möglich, dass während der Untersuchung das Gelenk selbst oder benachbarte Nerven verletzt werden. Dies könnte schlimmstenfalls zu Infektionen, Nachblutungen oder Nervenschäden führen.

Auch zu Lungenembolien ist es nach einer Gelenkspiegelung bereits gekommen - diese kann im schlimmsten Fall sogar tödlich enden. Das Risiko, bei einer Arthroskopie zu sterben, ist allerdings vernichtend gering und liegt bei 1:9000.

Weiterhin kann es vereinzelt zu einer Druckschädigung an dem nicht operierten Bein kommen, wenn dieses falsch gelagert wird. Jedoch ist die Gelenkspiegelung heute schon ein Routineeingriff, welcher in nahezu allen Kliniken häufig durchgeführt wird.

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