Schlafparalyse (Schlaflähmung)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 20. April 2015
Gesundpedia.deKrankheiten Schlafparalyse (Schlaflähmung)

Eine Schlafparalyse (Schlafstörung) zeichnet sich nicht selten für eine deutliche Beeinträchtigung im alltäglichen Leben verantwortlich. Einer aktuellen Umfrage zufolge wird vor allem die Schlafparalyse als äußerst unangenehm empfunden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Schlafparalyse (Schlafstörung)?

Bei einer Schlafparalyse handelt es sich um eine spezielle Form der Schlafstörung. In der modernen Medizin bezeichnet man mit einer Schlafparalyse die Unfähigkeit einer Person, sich im Schlaf zu bewegen. Eine Schlafparalyse kann sowohl kurz vor dem Einschlafen als auch während des Einschlafens in Erscheinung treten.

In den meisten Fällen können sich die betroffenen Personen über einen Zeitraum von mehreren Minuten nicht mehr bewegen. Von den betroffenen Personen wird eine Schlafparalyse oftmals mit einem Schockzustand verglichen.

Ursachen

Besonders häufig tritt eine Schlafparalyse bei psychisch kranken Personen in Erscheinung. So kann das Auftreten einer Schlafparalyse durch bereits vorhandene Angstzustände begünstigt werden. Depressionen können ebenfalls eine Schlafparalyse auslösen.

Eine Schlafparalyse kann aber auch auf einer körperlichen Grunderkrankung basieren. Hieraus resultierend wird die Migräne als eine der häufigsten Ursachen für eine Schlafparalyse angesehen. Neben den bereits erwähnten Ursachen kommen gemäß den Aussagen von führenden Medizinern weitere Faktoren als mögliche Ursache infrage.

Eine Schlafparalyse kann unter Umständen auch als das Resultat einer besonders stressigen Situation in Erscheinung treten. Vor allem Personen aus gefährdeten Berufsgruppen leiden immer wieder unter einer Schlafparalyse. Das Auftreten einer Schlafparalyse kann aber auch durch das Verhalten der betroffenen Personen begünstigt werden. Suchtkranke Personen leiden einer aktuellen Studie häufiger unter einer Schlafparalyse als Personen, welche ihren Konsum von Suchtmitteln aktiv beeinflussen.

Symptome und Verlauf

Sofern es zu einer Schlafparalyse kommt, können sich die betroffenen Personen nicht mehr ungehindert bewegen. Die Muskulatur der Personen erstarrt fast vollständig. Lediglich die Atmung kann von den betroffenen Personen beeinflusst werden. Oftmals wird im Rahmen der Bewegungsunfähigkeit seitens der betroffenen Personen ein fauliger Geruch bemerkt.

Bis dato konnten die Ursachen für dieses Symptom nicht geklärt werden. Neben dem Geruch wird auch immer wieder die Anwesenheit von fremden Personen verspürt. Bei diesem Gefühl handelt es sich jedoch in den meisten Fällen um ein subjektiv empfundenes Gefühl.

Auch das oftmals empfundene Gefühl der Enge im Bereich des Halses ist ein subjektiv empfundenes Gefühl. Damit die mitunter schwerwiegenden Folgen einer Schlafparalyse verhindert werden können, muss eine möglichst schnelle Untersuchung der betroffenen Personen in Angriff genommen werden.

Diagnose

Da eine Schlafparalyse eindeutig von anderen Schlafstörungen abgegrenzt werden muss, ist eine detaillierte Befragung der betroffenen Patienten von wesentlicher Bedeutung. So kann im Rahmen der Befragung beispielsweise eine Narkolepsie zuverlässig diagnostiziert werden. Im Anschluss an die Befragung wird nicht selten die Erstellung eines speziellen Tagebuchs angeordnet.

Resultierend aus den Aufzeichnungen der betroffenen Personen kann sich der behandelnde Arzt ein detailliertes Bild über den bisherigen Verlauf der Krankheit machen. Alternativ kann auch eine Untersuchung in einem Schlaflabor in Erwägung gezogen werden. Erst die Erstellung einer detaillierten Diagnose ermöglicht die zielgerichtete Behandlung einer Schlafparalyse.

Behandlung

Von führenden Medizinern wird eine Schlafparalyse grundsätzlich als eine nicht zu vernachlässigende Krankheit angesehen. Aus diesem Grund müssen die betroffenen Personen stets über die möglichen Folgen einer Schlafparalyse informiert werden. Sofern eine Schlafparalyse ohne Symptome in Erscheinung tritt, kann ein einfaches Aufklärungsgespräch in Angriff genommen werden.

Erst wenn eine klinische Symptomatik deutlich wird, muss eine spezielle Form der Behandlung durchgeführt werden. Im Rahmen der Behandlung werden nicht selten spezielle Medikamente zur Behandlung von Schlafstörungen verordnet. Die Medikamente sollen in erster Linie die Blockaden im Kopf der betroffenen Personen lösen. Nur so kann eine störungsfreie Phase des Einschlafens ermöglicht werden.

Darüber hinaus sollten die betroffenen Personen das Gespräch mit einem fachkundigen Psychologen suchen. Ein fachkundiger Psychologe kann die mit einer Schlafparalyse verbundenen Ängste oftmals deutlich mindern. Grundsätzlich werden im Rahmen einer Therapie nur die Symptome einer Schlafparalyse behandelt.

Rezeptfreie Medikamente gegen Schlafparalyse und Schlafstörungen


Vorbeugung

Die bisher erwähnten Behandlungsmaßnahmen können einer Schlafparalyse oftmals wirksam vorbeugen. Neben den Behandlungsmethoden wird jedoch auch die Qualität der nächtlichen Ruhephasen als äußerst wichtig angesehen. Aus diesem Grund sollten die betroffenen Personen relativ lange Ruhephasen in ihrem täglichen Leben berücksichtigen.

Gemäß den Aussagen von führenden Wissenschaftlern benötigt der menschliche Körper eine nächtliche Ruhephase von bis zu neun Stunden. Belastende Mahlzeiten sollten vor der Phase des Einschlafens nicht mehr konsumiert werden. Darüber hinaus sollten auch Suchtmittel wie beispielsweise Alkohol oder Nikotin aus dem täglichen Leben verbannt werden. Die Schlafposition spielt ebenfalls eine wichtige Rolle in Bezug auf die Vorbeugung einer Schlafparalyse. Hieraus resultierend sollten die betroffenen Personen nicht auf dem Rücken liegen.

Bücher über gesunden Schlaf und Schlafstörungen

Weitere Infos

Das könnte Sie auch interessieren:

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Schlafparalyse (Schlaflähmung)?

Name oder Pseudonym:

E-Mail: (optional)

(wird nicht angezeigt, nur notwendig, wenn aktuelle Gesundheitsinformationen erwünscht werden)

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?

Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Lisa H kommentierte am 01.03.2015 um 12:36 Uhr

Ich leide schon seit mehr als 10 Jahren an Angstzuständen, Panikattacken und Depressionen. Somit auch genauso lange an starken Schlafparalysen und Kreislaufzusammenbrüchen (Nachts!). Bis jetzt hat mir leider kein Arzt und kein Psychologe weiterhelfen können. Die Schlafparalysen erlebe ich immer auf unterschiedlichste Art. Meist etwas stärker, manchmal auch leichter. Aber immer ist es mir unmöglich mich aus der Starre zu befreien bzw. mich zu bewegen. Oft bekomme ich keine Luft und habe das Gefühl "attackiert" und "angegriffen" zu werden! Wenn es sehr schlimm ist sehe ich sogar dunkle Gestalten in meinen Zimmer. Spüren tu ich sie immer. Es ist so ein negatives, grausames, dunkles Gefühl. Kann man in Worten kaum beschreiben...! Einmal sah ich wirklich einen "Dämon" der mich Angriff. In meiner Verzweiflung sage ich dann ganz laut in Gedanken das Vater unser auf! Dann wurde es jedoch noch schlimmer. Ich selbst kann mir nicht erklären, ob das ganze WIRKLICH psychische Ursachen hat oder doch etwas "Übernatürliches" dabei ist!

orient kommentierte am 16.03.2015 um 20:11 Uhr

In den letzten drei Monaten ist dies nun vier Mal bei mir aufgetreten. Vor einigen Jahren litt ich bereits unter Schlafparalyse. Besonders stark tritt es bei mir tagsüber beim Nickerchen auf. Meistens tritt die Starre ein wenn man wach wird. Das ist ein ganz beängstigendes Gefühl. So stell ich mir es vor, wenn man während einer OP wach wird. Man bekommt alles mit, das Bewusstsein ist wach und der Körper will sich einfach keinen Millimeter rühren. Zuletzt hatte ich so etwas wie eine Vorahnung. Bevor mein Partner und ich uns zum Mittagsschlaf legten, sagte ich ihm er soll besonders aufmerksam sein und wenn er nur das Gefühl hätte mich wecken zu müssen, sollte er es tun. Diesmal trat die Starre beim Einschlafen auf und das Schreckliche war, dass es wie ein Sog von Sekunde zur Sekunde schlimmer würde. Ich konzentrierte mich darauf, auf einen meiner Finger, der auf meinem Freund lag, Druck auszuüben. Zum Glück rüttelte er an mir. Allerdings meinte er, er hätte diesen Druck nicht gespürt, sondern lediglich das Gefühl gehabt ich bräuchte Hilfe und einen beklommenen Gesichtsausdruck an mir wahrgenommen. Beim Wachwerden in die Starre zu fallen ist nicht besser. Nachdem ich mich wieder daran erinnern kann bereits mit 17 solche Erfahrungen gemacht gehabt zu haben, habe ich mich vor kurzem beim Mittagsschlaf sehr erschrocken. Minuten lang bewegungsunfähig! Ein Kampf im Körper und das Atmen kam mir auch erschwert vor. Ich dachte es sei ein Schlaganfall. Meist schaffe ich es wach zu werden indem ich in Gedanken das islamische Bezeugungs-Gebet spreche. Es ist ein sehr beängstigendes Gefühl. Und ja - meistens habe ich auch das Gefühl einer fremden Anwesenheit. Allerdings ist es glücklicherweise lediglich das Gefühl, gesehen habe ich noch nichts. Fürs Protokoll: Ich bin weiblich, 31 Jahre, Raucher, leicht depressiv.

Minchen kommentierte am 13.07.2015 um 01:08 Uhr

Ich habe früher als Kind in meiner späteren Pubertät regelmäßig vorm Einschlafen das Gefühl gehabt, Symptome wie in einem Alptraum zu haben. Ich konnte mich von jetzt auf gleich nicht mehr bewegen, konnte nicht atmen und nicht schreien. Zudem hatte ich immer das Gefühl als würde etwas in der Nähe sein oder neben meinem Bett sein. Ich habe irgendwie eine Art flüsternde Stimmen gehört, aber sehen konnte ich nichts. Ich dachte da ist irgendeine schwarze Gestalt. Dieser Zustand trat immer ein bevor eingeschlafen bin und hörte ganz plötzlich auch wieder auf, als wenn ich die Augen aufgemacht hätte. Ich hatte das schon lange nicht mehr. Jetzt nach ein paar Jahren kam das wieder. Ich will eine vernünftige Erklärung dafür und wissen was dagegen hilft, damit ich nicht denke, irgendetwas paranormales passiert mir.

Stegr kommentierte am 04.02.2016 um 02:42 Uhr

Ich leide in letzter Zeit auch vermehrt unter einer Schlafparalyse. Es ist ein ganz bedrückendes Gefühl sich nicht bewegen zu können. Mittlerweile kann ich die Schlaflähmung langsam lösen, indem ich jeden einzelnen Finger Stück für Stück bewege. Es fühlt sich an, als wäre der ganze Körper eingeschlafen (damit ist auch das Kribbeln gemeint). Dazu muss ich sagen, wenn ich mich löse wird es meistens noch schlimmer. Ich sehe dunkle Gestalten und merke sie auch, meist ihren Atem als wären sie ganz nahe an meinem Gesicht. Ich habe weder Depressionen, noch bin ich starkem Stress ausgesetzt. Erblich bedingt ist es auch nicht, weil meine Eltern so etwas noch nie hatten. Also frage ich mich woher kommt das, ich schlafe sehr viel, vielleicht hängt es ja damit zusammen. Mittlerweile habe ich auch keine große Angst mehr davon und finde es eher nervig, weil ich danach so schlecht wieder einschlafen kann.

Nena kommentierte am 10.02.2016 um 11:55 Uhr

Ich habe das oft während des Schlafens sowie beim Einschlafen. Oft begleitet von einem Druck im Kopf, so als wenn mir jemand den Kopf von beiden Seiten aus fest zusammen drückt. Hat das sonst noch jemand?

MeliLein kommentierte am 26.03.2016 um 20:04 Uhr

Ich hatte bis jetzt 3-4 mal eine Schlafparalyse. Die letzte war die Schlimmste. Ich wurde wach und konnte mich nicht bewegen. Gleichzeitig hing ich über dem Kinderbett (obwohl ich im Bett lag, es war so als ob man träumt), in einer Position als ob man sich vornüber über einen Stuhl legt. Ich drehte mich in rasender Geschwindigkeit gegen den Uhrzeigersinn. Mir war eiskalt und gleichzeitig hat mein Körper gebrannt wie Feuer. Ich habe eine schwarze Gestalt in enormer Größe gesehen. Und nochmals, ich lag die ganze Zeit in der Starre im Bett. Dann war alles vorbei, ich könnte mich wieder bewegen, hab tierisch gefroren und war durchgeschwitzt.

Lara kommentierte am 31.05.2016 um 10:43 Uhr

Seit meiner Jugend (etwa ab 14 Jahren) habe ich ein paar Mal im Jahr eine Schlafparalyse. Nachdem ich meine damalige Depression behandeln lassen habe, in dieser Zeit hatte ich bis zu 3 mal im Monat eine Schlafparalyse, ist es wieder zurück gegangen. Dennoch kommt es immer mal wieder vor, dass ich mich beim Einschlafen plötzlich nicht mehr bewegen kann. Grundsätzlich weiß ich, dass ich nicht in Gefahr bin, aber jedes Mal, wenn dieser Zustand eintritt, fühle ich mich nicht alleine. Nur ein einziges Mal hatte ich ein schönes Erlebnis gehabt. Bei jedem anderen Mal dachte ich, ich würde gleich sterben, jemand wäre im Zimmer, der mich töten wollen würde oder ähnliches. Der Versuch, sich bewusst klar zu machen, dass nichts ist, ist bisher gescheitert. Aber anstatt in totaler Panik zu verfallen, wie es früher der Fall war, versuche ich jetzt gezielt, mich zu bewegen, kleine Regungen meiner Hand zu vollführen, um aus dieser Starre zu gelangen. Sobald ich das geschafft habe, ist die Paralyse wieder vorbei, aber an Schlafen ist erst mal nicht mehr zu denken. Bisher meine Erfahrungen.

penibel erklärt kommentierte am 26.06.2016 um 03:05 Uhr

Meine Schlafparalyse sieht so aus: Während des Schlafes befinde ich mich im wachen Zustand. Die Bewegungsfreiheit ist sehr stark eingeschränkt. Wenn man sich dagegen wehrt, wird es schlimmer und lauter. Es ist nicht möglich die Augen zu öffnen. Ich bin bei vollem Bewusstsein während der Schlafparalyse. Wenn man die Schlafparalyse gedanklich verachtet und ablehnt, wie zum Beispiel wenn man in Gedanken sagt "Das soll endlich aufhören", dann wird es schlimmer. Man fühlt sich gezwungen sich zu ergeben. Die Schlafparalyse beinhaltet laute komische Geräusche wie ein starkes Rauschen. Je stärker es rauscht, desto schwindeliger wird man, als würde das Gehirn heftig geschüttelt werden. Die lauten Geräuschen fangen bei leise bis laut an. Nie umgekehrt. Während der Schlafparalyse hat man keine Kraft mehr. Die Schlafparalyse dauert nur 1 bis 2 Minuten. Danach kann man sich wieder bewegen, jedoch nur wenn man nicht liegen bleibt. Wenn man einfach liegen bleibt, fängt die Schlafparalyse erneut an. Deshalb muss man kurz aufstehen. Die Schlafparalyse beginnt meistens beim Beginn des Einschlafens. Es ist jedoch sehr unangenehm wenn man sich während der Schlafparalyse wünscht, von einer Person getragen oder berührt zu werden, weil dieser Gedanke Atemnot verursacht. Ich habe jedoch keine Angstzustände und sehe keine Gestalten.