Morton Neurom

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 20. April 2015
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Das Morton Neurom (Morton Neuralgie) ist eine Erkrankung der Füße, bei der es zu einer schmerzhaften Verdickung der Nerven zwischen den Zehen kommt. Diese kann durch unterschiedliche Ursachen (unter anderem durch zu enges Schuhwerk) entstehen. Das Morton Neurom muss dann behandelt werden, wenn es zu starken Schmerzen oder Tätigkeitseinschränkungen kommt. Unter Umständen muss ein chirurgischer Eingriff erfolgen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Morton Neurom (Morton Neuralgie)?

Unter der Bezeichnung Morton Neurom, auch Morton Neuralgie genannt, verstehen Mediziner eine schmerzhafte Erkrankung der Füße. Die Beschwerden entstehen in diesem Fall durch eine Verdickung der Nerven zwischen den Zehen, die durch eine Entzündung hervorgerufen wird.

Das Morton Neurom kann an einem oder auch an beiden Füßen gleichermaßen auftreten. Es entsteht durch unterschiedliche Ursachen wie beispielsweise bestimmte Fehlstellungen der Füße. Statistiken zufolge sind besonders Frauen (80 %) von der Erkrankung betroffen. Nicht in allen Fällen erfordert das Morton Neurom eine ärztliche Behandlung.

Ursachen

Ein Morton Neurom kann durch verschiedenartige Ursachen entstehen. In einigen Fällen sind bestimmte Fehlstellungen der Füße wie beispielsweise Platt- oder Spreizfüße für die Beschwerden verantwortlich.

Eine Behandlung des Morton Neuroms muss in diesen Fällen auch eine zeitgleiche Behandlung der Fußstellung erfolgen. Auch eine verminderte Durchblutung im Bereich des Fußes bzw. der Fußzehen kann ein Morton Neurom zur Folge haben. Nicht selten werden die Beschwerden durch das Tragen falschen Schuhwerks verursacht.

Besonders zu enge Schuhe oder zu hohe Absätze sorgen auf Dauer dafür, dass die Zehen mit Gewalt zusammengepresst werden und es so im Verlauf zu einer schmerzhaften Verdickung der Nerven kommen kann. Eine übermäßige Belastung der Füße etwa durch berufsbedingtes ständiges Stehen oder Gehen kann die Beschwerden verursachen, ebenso wie starkes Übergewicht.

Symptome und Verlauf

Ein Morton Neurom bleibt zunächst oftmals beschwerdefrei und wird daher von den Betroffenen nicht unmittelbar bemerkt. Später äußert sich die Erkrankung meist durch mittelstarke bis starke Schmerzen im Mittelfuß, die bei akutem Auftreten der Symptome unter Umständen sehr heftig ausfallen können. Auch ohne einen solch deutlichen Verlauf kommt es zu einem Druckschmerz im Bereich des Mittelfußes.

Das Morton Neurom muss nicht immer direkt medizinisch behandelt werden. Im späteren Verlauf der Erkrankung kann es aber neben den Schmerzen zu begleitenden Beschwerden beim Gehen oder beim Tragen von Schuhen kommen. In diesen Fällen ist eine Therapie anzuraten, da der Betroffene sonst unter Umständen gar nicht mehr gehen kann.

Diagnose und Verlauf

Besteht der Verdacht auf ein Morton Neurom, findet zunächst ein umfassendes Gespräch mit dem Patienten statt, bei dem auch die Lebensumstände wie beispielsweise die berufliche Situation Beachtung finden sollten. Bei einer manuellen Untersuchung und einem Abtasten der Füße, bei dem etwa Druckschmerzen und/oder Schwellungen festgestellt werden können, kann sich der Verdacht auf ein Morton Neurom verstärken.

Endgültigen Aufschluss können aber meist erst bildgebende Verfahren geben. Mithilfe von Ultraschallaufnahmen oder einer Magnetresonanztomografie werden die typischen Verdickungen zwischen den Zehen sichtbar. Ob und welche Art einer Therapie eingeleitet werden muss, hängt maßgeblich vom Stadium der Erkrankung und der Heftigkeit der Beschwerden ab.

Behandlung und Therapie

Wurde bei der umfassenden Untersuchung ein Morton Neurom festgestellt, muss nicht immer eine medizinische Behandlung erfolgen. Oftmals bleiben kleine Neurome im Fußbereich unbemerkt, da sie keinerlei Beschwerden verursachen; sie werden daher oftmals eher zufällig entdeckt.

Ist das Morton Neurom allerdings von Schmerzen oder Einschränkungen beim Tragen von Schuhen oder beim Gehen allgemein begleitet, sollte der behandelnde Arzt eine Therapie einleiten. Diese kann unter anderem das Injizieren eines cortisonhaltigen Medikaments beinhalten, welches die Beschwerden direkt am Ort der Entstehung lindern kann.

Zusätzlich können spezielle weit geschnittene orthopädische Schuhe verschrieben werden, die sich angenehm tragen lassen und keine Schmerzen beim Gehen verursachen. Bringen diese Maßnahmen keine Linderung, ist ein operativer Eingriff erforderlich. Bei diesem kann das Neurom entfernt werden, was bei korrekter Durchführung zu einer vollständigen Beseitigung der Beschwerden führt.

Nach der Operation kommt es oftmals zunächst zu starken Schmerzen, die im weiteren Verlauf aber abklingen. Der betroffene Fuß darf erst wieder nach 3 - 7 Wochen belastet werden. Anschließend an den chirurgischen Eingriff ist Fußgymnastik anzuraten.

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Vorbeugung

Einem Morton Neurom kann in gewissem Maße vorgebeugt werden, indem auf zu enges Schuhwerk bzw. auf zu hohe Absätze verzichtet wird. Auch ständiges Gehen bzw. Stehen sollte wenn möglich vermieden oder zumindest eingeschränkt werden. Bestehen bereits Probleme mit den Füßen, die ein Morton Neurom zur Folge haben können, sollten diese regelmäßig vom Arzt kontrolliert werden. Entsprechende Fußgymnastik und ein Abbau bzw. Vermeiden von Übergewicht können ebenfalls dabei helfen, einem Morton Neurom vorzubeugen.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

hermine kommentierte am 18.08.2015 um 20:57 Uhr

Welche Medikamente oder Salben helfen gegen die Schmerzen?