Hausmittel gegen Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 13. April 2015
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Bei einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) ist die Nase verstopft, das Gesicht schmerzt und der Kopf dröhnt einem von dem dumpfen Druck der angeschwollenen Schleimhäute der Nasennebenhöhlen. Ist die Nasennebenhöhlenentzündung bakteriell verursacht helfen Antibiotika, ansonsten gibt es viele hilfreiche Hausmittel.

Inhaltsverzeichnis

Was hilft gegen Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)?

  • Eine Nasenspülung ist ein sehr hilfreiches Hausmittel gegen Nasennebenhöhlenentzündung. Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, die jeder so auswählen sollte, wie es angenehmer ist. Für beide Varianten wird eine handwarme Salzlösung hergestellt. Es gibt extra für solche Zwecke Salz in der Onlineapotheke zu kaufen, man kann aber auch einfach leicht salzig schmeckendes (in etwa vergleichbar mit Nudelwasser) Wasser selber mit Kochsalz herstellen. Für die erste Methode zieht man die Lösung in einer stumpfen Spritze auf und spritzt sie in eines der Nasenlöcher. Das andere wird zur gleichen Zeit zugedrückt. Danach kann vorsichtig versucht werden sich die Nase zu putzen.
  • Die zweite Möglichkeit der Nasenspülung gegen eine Nasennebenhöhlenentzündung ist mit Hilfe einer Netikanne zu vollziehen. Solch eine Kanne kommt aus der ayurvedischen Medizin und ist online, aber auch in Reformhäusern erhältlich. Sie sieht aus wie eine kleine Gießkanne, die aber eine sehr enge Tülle besitzt. Jetzt beugt man sich über ein Waschbecken und gießt die warme Salzlösung in das eine Nasenloch. Dabei hält man den Kopf so, dass das andere Nasenloch unten ist, denn aus diesem wird die Lösung jetzt wieder herauslaufen. Nachdem es einem so vorkommt, dass alles herausgeflossen ist, schnäuzt man sich und wiederholt das Ganze mit dem anderen Nasenloch.

Schnelle Hilfe

  • Das wohl effektivste Hausmittel gegen Nasennebenhöhlenentzündung ist heißer Wasserdampf. Durch ihn wird der schmerzende Druck in den Nebenhöhlen gelindert. Am besten gießt man kochendes Wasser in eine Schüssel, hält den Kopf in einem etwa 40 cm großen Abstand darüber und atmet tief ein. Der Effekt des Schleimlösens wird noch verstärkt, wenn man etwas Eukalyptusöl in das Wasser tropft.
  • Nasennebenhöhlenentzündungen sind bei trockener Luft besonders schlimm. Es ist hilfreich im Schlafzimmer einen Luftbefeuchter aufzustellen.
  • Ein warmer Waschlappen ist ein sehr angenehmes Hausmittel gegen eine Nasennebenhöhlenentzündung. Hierzu wird einfach ein in warmem Wasser befeuchteter Waschlappen über die Augen und Wangenknochen gelegt. Man lässt ihn solange liegen, bis er abgekühlt ist und wiederholt diesen Vorgang bis die Beschwerden etwas nachlassen.

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Alternative Heilmittel

  • Omas Hausmittel gegen Nasennebenhöhlenentzündung ist frisch geriebener Meerrettich. Dieser Rettich enthält einige scharfe ätherische Öle, die dabei helfen den Schleim zu verdünnen. Am besten sollte man während des Reibens Gummihandschuhe tragen und sich nicht in die Augen fassen!
  • Knoblauch ist ein alternatives Heilmittel bei sehr vielen Beschwerden, so hilft er auch gegen Nasennebenhöhlenentzündung. Vor allem das in Knoblauch enthaltene Allicin ist antibakteriell wirksam und hilft gegen die Entzündung. Für die Behandlung stellt man etwas Knoblauchwasser her, indem eine Knoblauchzehe zerdrückt und mit 5 TL Wasser vermischt wird. Von diesem Wasser werden 10 Tropfen zweimal am Tag in jedes Nasenloch geträufelt.
  • Ein weiteres alternatives Heilmittel gegen Nasennebenhöhlenentzündung ist eine kleine Massage der Nasennebenhöhlen. Durch diese wird dir Blutzirkulation gefördert und die Schmerzen gelindert. Hierzu werden die Zeigefinger ganz außen an die Nasenmuscheln gedrückt und dann massiert man auf dem Nasensteg nach oben, is hin zu den Augenbrauen, durch sie hindurch und bis hin zu den Schläfen.

Weitere Informationen sind unter Nasennebenhöhlenentzündung zu finden. Mit Hausmitteln kann man so gut wie jede Nasennebenhöhlenentzündung loswerden. Doch wenn sie länger als eine Woche anhält oder Schmerzen und Lähmungserscheinungen in den Augen auftreten, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

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