Hausmittel gegen Muskelkrampf

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 13. November 2016
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Muskelkrämpfe können jederzeit auftreten. Am häufigsten treten sie jedoch beim Sport oder wenn ein Muskel zu lange in einer starren Position verharrt auf. Die Ursache ist meistens ein unausgeglichener Kalium-, Magnesium- und Natriumhaushalt. Es gibt verschiedene Hausmittel gegen Muskelkrämpfe, die helfen.

Inhaltsverzeichnis

Was hilft gegen Muskelkrampf?

  • Eine heiße Dusche oder ein warmes Bad ist ein Wunderheilmittel gegen Muskelkrämpfe. Dadurch wird die Durchblutung verbessert und der Krampf gelockert. Zusätzlich ist eine Tasse Magnesiumsulfat im Badewasser förderlich für eine Entkrampfung des Muskels.
  • Ein ähnliches Mittel zum gleichen Zweck gegen Muskelkrämpfe ist ein heißer Waschlappen oder ein elektrisches Heizkissen. Für etwa 20 Minuten kann man damit den Muskel wärmen und die Krämpfe damit verscheuchen. Mit dem elektrischen Heizkissen sollte man nach allen 20 Minuten des Heizens, 20 Minuten Pause machen, ehe man das Heizkissen erneut auflegt.
  • Oftmals liegt die Ursache für Muskelkrämpfe in einem Mineralstoffmangel. Quellen für Magnesium sind Vollkornprodukte, Nüsse, Bohnen und Müsli. Gute Kalium-Lieferanten sind Bananen, Orangen und Gemüse. Kalzium ist in allen Milchprodukten enthalten. Sollte eine Ernährungsumstellung zu keiner Besserung führen, gibt es auch Fertigpräparate von Magnesium und Kalzium. Täglich sollten jeweils 500 mg zusammen eingenommen werden.

Schnelle Hilfe bei Muskelkrampf

  • Ein etwas unangenehmes aber hilfreiches Hausmittel gegen Muskelkrämpfe ist es auf den Punkt, von welchem der Krampf ausgeht, für 10 Sekunden zu drücken. Am besten verwendet man den Daumen, oder die Faust. Danach für weitere 10 Sekunden den Druck lösen und von Neuem 10 Sekunden drücken. Nach mehreren Wiederholungen lässt der Krampf allmählich nach.
  • Gegendehnen ist ein sehr gutes Mittel gegen Muskelkrämpfe. Hier sind einige Beispiele aufgelistet:

1. Wadenkrämpfe: Als erstes macht man eine Ausfallschritt und verlagert dann das Gewicht auf das vordere Bein. Die hintere Ferse darf sich dabei nicht vom Boden lösen.

2. Krampf im seitlichen Oberschenkel: Hierzu legt man das Bein mit dem Krampf auf einen niedrigen Hocker. Dann beugt man sich mit dem Oberkörper über das Bein, bis eine Dehnung zu spüren ist.

3. Krampf im vorderen Oberschenkel: Diese Übung könnte etwas wackelig werden, es ist also hilfreich sich etwas zum Abstützen zu suchen. Das Bein mit dem Krampf wird nach hinten angewinkelt und die Ferse wird mit der freien Hand an das Gesäß gezogen. Wichtig hierbei ist es gerade zu stehen und die Hüfte nach vorne zu schieben. Diese 3 Dehnungsübungen sollten alle 20 Sekunden lang gehalten und dreimal wiederholt werden.



Alternative Heilmittel

  • Ein alternatives Heilmittel gegen Muskelkrämpfe ist eine Mischung von Wintergrünöl und einem anderen Pflanzenöl (1:4). Wintergrünöl ist in Drogerien und im Internet erhältlich. Mit dieser Ölmischung wird die verkrampfte Stelle mehrmals täglich massiert. In Wintergrünöl ist Salicylsäure enthalten (diese Säure ist verwandt mit der schmerzstillenden Acetylsalicylsäure ASS) wodurch die Schmerzen gelindert werden und die Durchblutung gesteigert wird.
  • Ein Trick gegen Wadenkrämpfe in der Nacht ist, dass man nie mit nach oben oder nach unten gebogenen Zehen schläft. Am besten geht das, wenn man auf der Seite schläft. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit eines Krampfes verringert.
  • Ein weiteres Heilmittel gegen Muskelkrämpfe ist ein Glas mit Toni-Wasser. In diesem ist Chinin enthalten, was erwiesenermaßen gegen Beinkrämpfe hilft.

Weitere Informationen sind unter Muskelkrämpfe zu finden. Muskelkrämpfe sind üblicherweise nur kurz und hinterlassen keine bleibenden Schäden. Wenn der Krampf jedoch länger als einen Tag anhält, der Krampfschmerz am Hals oder unteren Rücken auftritt, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Krämpfe im unteren rechten Teil des Bauches können auf eine Blinddarmentzündung hinweisen.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Fredy kommentierte am 07.08.2015 um 18:48 Uhr

Ich bin trotz Jahrgang 1927 noch "ein lebendiger Bursche" und habe mich lange Zeit mit Muskelkrämpfen in den Beinen herumgeschlagen und jede Menge Magnesium verschiedener Hersteller mit wenig Erfolg eingenommen. Bis ich Limptar entdeckte, welches mir über Jahre bestens geholfen hat. Ich erwarb Limptar über das Internet und zahlte dort ca. € 31,-- für 80 Stück. Nunmehr muss Limptar verschrieben werden und ich erhalte nur ein Privatrezept, jetzt zahle ich dafür € 45,35. Das ist mir fast "unerschwinglich" und deshalb habe ich mir nunmehr "Chininsulfat Kaps. Aalborg" bestellt zu € 12,74 / 60 Stück. Hat jemand einen guten Rat für mich?