Hausmittel gegen Gicht

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 7. April 2015
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Gicht ist eine Krankheit bei der es zu einer Ablagerung von Harnsäurekristallen in Gelenken und Geweben kommt. Betroffene haben starke, meist plötzlich auftretende Schmerzen. Es gibt einige Hausmittel, die den Verlauf der Gicht abmindern und gegen die Schmerzen helfen.

Inhaltsverzeichnis

Was hilft gegen Gicht?

  • Während einer Gichtattacke ist es angenehm das betroffene Gelenk hochzulegen und es nicht mehr zu belasten. Die meisten Betroffenen können auf der schmerzenden Stelle nicht einmal ein Kühlpack ertragen. Wer das doch kann, dem hilft die Kälte den Schmerz zu lindern und die Schwellung zu verringern.
  • Fisch- und Leinsamenöl helfen die Gelenkentzündung bei der Gicht zu lindern. Denn diese beiden Öle enthalten sehr viele entzündungshemmende Substanzen. Die empfohlene Tagesdosis für Leinöl liegt bei 1-3 Teelöffel. Von Fischöl gilt es die gleiche Menge einzunehmen. Hier gibt es aber auch Kapseln, von denen man etwa 6000 mg über den Tag verteilt einnimmt.
  • Wer unter Gicht leidet sollte unter allen Umständen auf Alkohol verzichten. Denn Alkohol steigert die Produktion von Harnsäure und hemmt außerdem noch deren Ausscheidung. Von allen alkoholischen Getränken ist bei Gicht Bier am schädlichsten, da es die meisten Purine enthält (Purine sind die Vorstufe der Harnsäure).
  • Purinreiche Nahrungsmittel, wie Innereien, Braten, Muscheln, Sardinen, Heringe, hefehaltige Lebensmittel, Spargel, Spinat und Blumenkohl sollten von Gichtpatienten vermieden werden.

Schnelle Hilfe bei Gicht

  • Betroffene, die an der Gicht leiden, sollten sehr viel Wasser trinken. Dies ist besonders wichtig, denn dadurch können sich die Kristalle lösen und ausgeschieden werden. Außerdem hilft es dabei die Nieren gut zu durchspülen und dadurch vor Nierensteinen zu schützen, die gehäuft bei Gichtpatienten zu finden sind.
  • Betroffene, die blutdrucksenkende Medikamente wie Diuretika einnimmt, sollte mit seinem Arzt eine alternative suchen. Denn diese Diuretika schwemmen überflüssige Flüssigkeit aus dem Körper aus. Dies hilft zwar gegen Bluthochdruck, aber dadurch verringern sie auch die Harnsäuremenge, die ausgeschieden wird. Dadurch verbleibt mehr Harnsäure im Körper und die Gicht verschlimmert sich.
  • Niacin ist ein Wirkstoff, der gegen erhöhte Cholesterinwerte eingesetzt wird. Durch diesen Wirkstoff kann aber auch eine Gicht ausgelöst werden. Deswegen muss unbedingt mit einem Arzt gesprochen werden, wenn ein Mittel gegen hohes Cholesterin eingenommen wird.

Rezeptfreie Medikamente gegen Gicht


Alternative Heilmittel

  • Ein sehr leicht zu beschaffendes, doch auch sehr effektives Hausmittel gegen Gicht sind Kirschen. Dies bestätigen mehrere Studien. Kirschen enthalten entzündungshemmende Stoffe, die helfen die Harnsäure im Blut zu neutralisieren. Eine Studie besagte, dass 20 Kirschen die gleiche schmerzstillende Wirkung haben, wie ein normales rezeptfrei erhältliches Schmerzmittel.
  • Ein weiteres alternatives Heilmittel gegen die Gicht ist frischer Sellerie. Denn Sellerie unterstützt die Ausscheidung von Harnsäure. Es gibt auch Tabletten mit Selleriesamensxtrakt. Die empfohlene Tagesdosis liegt bei etwa 3 Tabletten.
  • Ein schon seit sehr langer Zeit eingesetztes alternatives Heilmittel gegen Gicht sind Brennnesselblätter. Einfach ein sauberes Tuch in Brennnesseltee einweichen und dann damit das schmerzende Gelenk umwickeln. Aber auch innerlich helfen Brennnesselblätter, denn sie senken den Harnsäurespiegel. Experten empfehlen den Betroffenen 400-600 mg eines getrockneten Extrakts pro Tag einzunehmen. Die Einnahme sollte jedoch nicht über einen längeren Zeitraum als 3 Monate erfolgen. Brennnesseltinkturen sollten vermieden werden, da sie Alkohol enthalten, der die Gicht verschlimmert.
  • Ein Mittel, welches gegen so gut wie jede Krankheit hilft, also auch gegen Gicht, ist das Abnehmen bei Menschen mit Übergewicht. Doch weder Fasten noch Radikaldiäten sind hilfreich, da dadurch vermehrt Harnsäure freigesetzt wird.

Weitere Informationen sind unter Gicht zu finden. Wenn zum ersten Mal festgestellt wird, dass ein Gelenk anschwillt und bei Bewegung schmerzt, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Der Arzt stellt dann mittels einer Untersuchung fest, ob sich Harnsäurekristalle im Gelenk befinden. Für die Gicht gibt es verschreibungspflichtige Arzneimittel.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Lydia kommentierte am 17.01.2015 um 11:45 Uhr

Ist der Genuss von Weißwein bei Gicht und Rheuma schädlich?

NaturKathi kommentierte am 05.02.2015 um 13:09 Uhr

Durch eine Fehlstellung meines Kniegelenks, leide ich unter chronischen Schmerzen. Deshalb habe ich vor Jahren begonnen, regelmäßig Sauerkirschsaft als Bio-Konzentrat in Wasser verdünnt einzunehmen. Dies hat mir ermöglicht, mittlerweile fast gänzlich auf Schmerzmittel verzichten zu können. Denn die Sauerkirsche wirkt nachweislich sowohl schmerzlindernd sowie entzündungshemmend. Übrigens ist das Konzentrat aus der Montmorency-Kirsche deutlich wirksamer, als das aus einer herkömmlichen Sauerkirsche.

Theresia kommentierte am 27.04.2016 um 16:01 Uhr

Ich leide auch seit mehreren Jahren an Gicht und das mit den Kirschen stimmt. Ich nehme nun seit rund einem halben Jahr die Produkte der Marke CherryPlus. Besonders gut gefällt mir das Sauerkirschenkonzentrat, welches ich inzwischen zwei Mal täglich einnehme. Einfach zwei Esslöffel in ein Glas Wasser geben. Mir geht es viel viel besser, die Schmerzen sind weniger schlimm und auch die Gichtattacken an sich haben abgenommen. Vielleicht hilft dieser Tipp dem ein oder anderen Leidensgenossen weiter!