Cholesterin

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 18. November 2014
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Cholesterin wird in Leber und im Darm gebildet. Zusätzlich wird der Naturstoff Cholesterin mit der täglichen Nahrung aufgenommen. In jedem tierischen Nahrungsmittel ist Cholesterin enthalten. Der Cholesterinspiegel steigt, wenn zu viel tierische Nahrungsmittel verspeist werden. Stoffwechselexperten raten, wer einen erhöhten Cholesterinspiegel hat, sollte in der Woche nicht mehr als ein Ei verzehren.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Cholesterin?

Cholesterin ist ein Fett. Eiweißhaltige Hüllen (Lipoproteine) ummanteln das Fett, damit es durch das Blut transportiert werden kann. Das bekannte „böse Cholesterin“ mit der niedrigen Dichte, wird LDL genannt. Für das „gute Cholesterin“ mit einer hohen Dichte steht das HDL. Hohe Cholesterin HDL-Werte schützen vor Arterienverkalkungen und somit vor dem Schlaganfall und Herzinfarkt.

Gefährlich wird es, wenn im Blut zu viel LDL schwimmt. Das „böse Cholesterin“ wird dann von den Makrophagen, den sogenannten Fresszellen aufgenommen. Sie halten sich in den Arterienwänden auf und lagern dort das „böse Cholesterin“ ab. Sammeln sich in den Arterienwänden zu viel Makrophagen an, verbinden sie sich zu Schaumzellen. Dadurch wird in den Fresszellen eine Inflammation hervorgerufen, die zufolge hat, das eine Entzündung an den Arterienwänden entsteht.

Je mehr von dem bösen Cholesterin im Blut schwimmt, je dicker können die Ablagerungen sein. Bedrohlich wird es, wenn eine der Arterienwände brüchig wird und die eingelagerten Schaumzellen aus der Arterie spült. Durch die sofortige Verstopfung erleidet der Betroffene einen Infarkt.

Der Cholesterin LDL-Wert ist ideal, wenn er unter 115 mg/dl liegt. Männer sollten einen Cholesterin HDL-Wert von mindestens 40 mg/dl haben und Frauen mindestens 46 mg/dl. Sind die Cholesterinwerte höher, muss ausgetestet werden, woran es liegt und wie die Werte gesenkt werden können.

Ernährungsgewohnheiten, Lebensweisen und auch die Krankheitsgeschichte der Eltern werden bei der persönlichen Profilerstellung berücksichtigt, damit bei der Diagnose festgestellt werden kann, ob beim Patient ein erhöhtes Risiko auf Durchblutungsstörungen, Schlaganfall und Herzinfarkt besteht. In den meisten Fällen bekommen betroffene Patienten durch eine Änderung ihrer Lebensweise die erhöhten Cholesterin LDL-Werte wieder in Griff. Mit Medikamenten wird der erhöhte Cholesterin LDL-Wert bei angeborenen Stoffwechselstörungen behandelt.

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Cholesterin senken

Cholesterin HDL und Cholesterin LDL-Werte können von jedem Menschen selbst beeinflusst werden. Durch regelmäßigen Sport und eine gute Fitness wird der Fettstoffwechsel günstig beeinflusst. Gute Cholesterin HDL-Werte werden verbessert und die schlechten Cholesterin LDL-Werte gesenkt. Ideal sind viel Bewegung und zusätzlich zwei bis drei Mal in der Woche mindestens eine Stunde Sport.

Cholesterin HDL-Werte werden durch das Rauchen gesenkt. Selbst Passivraucher sind betroffen. Schadstoffe im Tabak bringen das böse Cholesterin LDL zum Oxidieren. Dadurch wird das LDL extrem aggressiv.

Bei der Ernährung darf alles verzehrt werden, aber mit Verstand. Auf dem Speiseplan sollte eine fettarme und gesunde Ernährung stehen. Milchprodukte und Fleisch enthalten gesättigte Fettsäuren und treiben bei einem nicht reduzierten Verzehr das böse Cholesterin LDL in die Höhe. Ohne gesättigte Fettsäuren kommt der menschliche Körper nicht aus, sie sind wichtig für die Bildung des guten Cholesterin HDL.

Raps-, Lein- und Olivenöl enthalten ungesättigte Fettsäuren und senken den bösen Cholesterin LDL. Haferkleie ist genauso gut. Seine löslichen Ballaststoffe binden die Gallensäure, somit wird vom Körper der Naturstoff Cholesterin aus der Gallensäure neu produziert. Pektin, ein löslicher Ballaststoff, der beim geriebenen Apfel freigesetzt wird, senkt ebenfalls das böse Cholesterin LDL.

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