Allergisches Kontaktekzem

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 16. Februar 2015
Gesundpedia.deKrankheiten Allergisches Kontaktekzem

Ein allergisches Kontaktekzem ist eine allergische Reaktion, die sich als Ausschlag auf der Haut bemerkbar macht. Für Betroffene gilt, das verursachende Allergen zu vermeiden. Zur Behandlung können verschiedene medizinische Salben verschrieben werden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein allergisches Kontaktekzem?

Hier informieren!

Medikamente gegen: Juckreiz

Ein allergisches Kontaktekzem ist ein Typ Hautentzündung, die hervorgerufen wird durch den Kontakt mit einem Allergen; eine Hautirritation und allergische Reaktion ist die Folge. Der rote und juckende Ausschlag ist nicht ansteckend oder gefährlich, kann jedoch sehr unangenehm sein.

Die Auslöser verstecken sich in ganz alltäglichen Produkten wie Seife, Kosmetika, Düfte, Schmuck, Pflanzen (bspw. giftiger Efeu und Eiche). Doch die Reaktionen können auch ganz individuell auf spezifische Materialien entstehen. Die erfolgreiche Behandlung von allergischem Kontaktekzem besteht aus der Feststellung des Verursachers und der Vermeidung.

Ursachen

Ursachen und Symptome eines allergischen Kontaktekzems.

Ausgehend vom Auslöser, unterteilen Ärzte das allergische Kontaktekzem in zwei Kategorien: die Hautirritation und die allergische Reaktion. Die Hautirritation ist der verbreitetste Typ. Die Reaktion wird hervorgerufen, wenn eine Substanz die schützende äußere Hautschicht verletzt. Häufige Ursachen sind raue Seifen, chemische Lösungsmittel, Kosmetika und andere Hautprodukte, inklusive Deodorants.

Der Kontakt mit diesen Produkten löst rote, juckende, trockene Stellen aus - meist auf Händen, Fingern und Gesicht. Bei einer ausschließlich allergischen Reaktion, springt das Immunsystem auf bestimmte Stoffe an und reagiert mit einer Abwehr. Häufige verursachende Allergene sind natürliches Gummi, Metall (wie Nickel), Schmuck, Parfüm, Kosmetika, Haarfärbemittel und Pflanzen.

Eine allergische Sensibilität kann bereits durch einen einzigen Kontakt mit bspw. einer großen Menge giftigen Efeus verursacht werden. Bei anderen Stoffen baut sich die Sensibilität langsam und über viele Jahre auf. Ist die Allergie einmal aufgebaut, bleibt sie für den Rest des Lebens bestehen.

Symptome und Verlauf

Bestimmte Allergene reagieren mit der Haut und lösen eine Kontaktallergie aus.

Die Symptome eines allergischen Kontaktekzems sind der von einem normalen Kontaktekzem sehr ähnlich, daher ist die Unterscheidung kompliziert. Es bildet sich ein Ausschlag an der Stelle, an der die Haut dem Allergen ausgesetzt ist. Abhängig vom Allergen kann der Ausschlag feucht werden, eitern oder verkrusten.

Auch eine einfache Rötung oder die Ausbildung von kleinen Bläschen sind verbreitet. Der größte Unterschied zwischen den Symptomen eines allergischen Kontaktekzems und einem normalen Kontaktekzem ist die Ausbreitung. Bei der zweiten Variante bleibt die Reaktion nur an der Stelle des Kontakts, wobei sich die Allergie auch über eine größere Fläche ausbreiten kann.

Diagnose

Die Diagnose des allergischen Kontaktekzems beruht auf Krankheitsgeschichte des Patienten und einer körperlichen Untersuchung. In einigen Fällen kann der Arzt bereits bei einer einfachen Betrachtung des Ausschlags beurteilen, ob es sich um ein allergisches Kontaktekzem handelt.

Eine weitere typische Form der Diagnose ist der Epikutantest (auch Patch-Test). Hier wird die Haut einer Reihe von klassischen Allergenen ausgesetzt, um festzustellen, um welche Art von Allergie es sich handelt. Die Patches bleiben 48 Stunden auf der Haut, um eine Reaktion sicherzustellen. Eine weitere Form der Diagnose ist die Biopsie. Hier wird betroffenes Hautgewebe entfernt und im Labor analysiert.

Behandlung und Therapie

Allergische Kontaktekzeme sind Anzeichen für eine Allergie, die der Betroffene für den Rest seines Lebens haben wird. Die effektivste Form der Behandlung ist das ausfindig machen des Allergenes und die Vermeidung jeglichen Kontakts. Bei einer akuten Reaktion besteht der erste Schritt aus der Säuberung der betroffenen Hautstelle mit einem feuchten Tuch. So kann sichergestellt werden, dass alle Spuren des Allergenes beseitigt wurden.

In milderen Fällen können Betroffene Salben mit Kortikosteroiden verwenden, um den Ausschlag zu behandeln. Diese Salben sollten vorsichtig und streng nach Anweisung verwendet werden. Eine Überdosierung kann zu ernsten Hautproblemen führen. Eine Galmei-Lotion und eine Haferflocken-Mischung kann das Jucken abschwächen. Auch ernste Fälle von allergischem Kontaktekzem werden mit Kortikosteroiden behandelt.

Eine systematische Kur kann 12 bis 20 Tage dauern. Tacrolimus und Primecorlimus Salbe kann zusätzlich zu oder statt der Kortikosteroide verwendet werden. Diphenhydramin oder Hydroxyzin kann hier ergänzend das Jucken lindern. Eine medizinische Behandlung ist jedoch nicht ratsam, solange der Verursacher des Ausschlags nicht ausgemacht wurde. Um die Auswirkungen der Reaktion nicht zu verschlimmern, sollten die betroffenen Stellen nicht berührt, so wie weite und luftige Kleidung getragen werden.

Auch die Benutzung von Kosmetika, Parfüm und Deodorants kann sich negativ auf die Heilung auswirken. Ein allergisches Kontaktekzem heilt in den meisten Fällen innerhalb von zwei bis vier Wochen. Die Auswirkungen können chronisch werden, wenn das Allergen nicht ausgemacht und vermieden wird.

Rezeptfreie Medikamente gegen Ekzeme


Vorbeugung

Behandlung und Prävention von einem allergischen Kontaktekzem überschneiden sich. Da die Allergie bereits ausgebildet ist, gilt es, das Allergen auszumachen und den Kontakt zu vermeiden. Falls ein Kontakt zu befürchten ist, sollte schützende Kleidung getragen werden.

Bücher über Ekzeme und Hauterkrankungen

Weitere Infos

Das könnte Sie auch interessieren:

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Allergisches Kontaktekzem?

Name oder Pseudonym:

E-Mail: (optional)

(wird nicht angezeigt, nur notwendig, wenn aktuelle Gesundheitsinformationen erwünscht werden)

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?