Alkoholismus

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 10. Mai 2016
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In Deutschland gibt es jährlich über 42.000 Todesfälle, die durch Alkohol verursacht werden. Viele Menschen sind alkoholabhängig. Aber ab wann spricht man von Alkoholismus?

Inhaltsverzeichnis

Was ist Alkoholismus?

Alkoholismus, der umgangssprachlich auch als Alkoholsucht bezeichnet wird, betrifft circa 1,3 Millionen Menschen in Deutschland. Unter diesem versteht man eine krankhafte Abhängigkeit von Alkohol. Diese Abhängigkeit wird als chronische Verhaltensstörung bezeichnet, die über das soziale Maß hinausgeht.

Dabei herrscht eine körperliche und psychische Abhängigkeit. Den betroffenen Personen ist Alkohol so wichtig, dass alles andere um einen herum vergessen wird. Ein eigenständiges Aufhören ist grundsätzlich nicht möglich. Die Ursachen und Symptome sind von Person zu Person sehr unterschiedlich und bedarf einer individuellen Behandlung. Zudem gibt es einige Verhaltensweisen, mit denen ein Alkoholismus vorgebeugt werden kann.

Ursachen

Es gibt viele Ursachen und Faktoren beim Ausbrechen eines Alkoholismus. Diese sind von Person zu Person verschieden und beziehen sich auf die individuellen Voraussetzungen des Menschen. Dies sind zum Beispiel die biologischen Faktoren und psychologische Einflussgrößen.

Aber auch die Lebensgeschichte spielt in diesem Zusammenhang eine große Rolle. Zudem können das soziale Umfeld und auch die Kultur dazu beitragen, dass ein Alkoholismus bei der Person ausbricht. Der gesellschaftliche Zwang ist zu vielen Anlässen gegenwärtig und spielt bezüglich der Ursachen von Alkoholismus eine große Rolle.

Des Weiteren ist auch die Wirkung des Alkohols nicht zu vernachlässigen. Denn wenn der Alkohol diese nicht entfalten würde, dann hätte der Alkoholismus keine Chance.

Folgen von Alkoholmissbrauch: Organschäden.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome des Alkoholismus:

Alkoholismus zeigt sich vor allem in dem Drang ständig Alkohol zu sich nehmen zu müssen. Dieser Drang zeigt sich dabei in einem Trinkverhalten, dass die betroffenen Person nicht mehr kontrollieren kann. Des Weiteren ist zu beobachten, dass das Interesse der Personen an Sachen, die früher Freude bereitet haben, stark abnimmt.

Im Verlauf des Alkoholismus ist auch zu beobachten, dass die Personen immer mehr Alkohol zu sich nehmen müssen. Nur so kann das gleiche Gefühl wie am Anfang des Alkoholismus hergestellt werden. Hierunter leidet vor allem das soziale Umfeld. Aber auch im Körper richtet der Alkoholismus Schaden an. Der Blutdruck steigt an und die betroffenen Personen leiden unter Angstzuständen. Starkes Zittern prägt den Alltag und auch Krampfanfälle sind keine Seltenheit.

Diagnose

Die Diagnose von Alkoholismus wird anhand eines ausführlichen Gespräches mit dem behandelnden Arzt gestellt. Dabei lässt dieser sich den täglichen Umgang mit dem Alkohol genau schildern und kann auf Grund der Verhaltensmuster schnell einen Rückschluss auf einen Alkoholismus ziehen. Zudem erfolgt eine körperliche Untersuchung.

Auch eine Blutuntersuchung kann bei der Findung der Diagnose helfen. Denn bestimmte Veränderungen der Blutwerte weisen deutlich auf einen Alkoholismus hin. Die Diagnose kann meist sehr viel Zeit in Anspruch nehmen, da besonders die Ursache herausgefunden werden muss. Nur so kann eine sinnvolle Behandlungsmethode gegen den Alkoholismus des Patienten gefunden werden.

Behandlung und Therapie

Eine Therapie von Alkoholismus nimmt eine sehr lange Zeit in Anspruch. Hier kann es sehr schnell wieder zu Rückfällen kommen und bedarf einer besonderen Beobachtung. Die Therapie zielt dabei darauf ab, dass die betroffene Person eine dauerhafte Abstinenz gegenüber Alkohol erreicht.

Für den Beginn einer erfolgreichen Therapie ist zunächst wichtig, dass die betroffene Person selber erkennt, dass sie unter Problemen mit Alkohol leidet. Bis zu dieser Erkenntnis kann einige Zeit vergehen. Aber nur wenn die Person selber etwas ändern möchte, kann ihr auch geholfen werden. Eine Therapie erfolgt dabei durch den regelmäßigen Besuch von Psychologen und Ärzten. Auch ein stationärer Aufenthalt im Krankenhaus wird gerne gewählt.

Die Therapie von Alkoholismus gliedert sich in vier Abschnitte. Die Kontaktphase, die Entzugsphase, die Entwöhnungsphase und die Nachsorge- und Rehabilitationsphase. In der Kontaktphase nimmt die betroffene Person erstmals Kontakt mit einer Beratungsstelle oder einem Arzt auf. Hier werden die Ursachen und Symptome des Alkoholismus in Augenschein genommen.

Die Entzugsphase ist für viele Personen sehr schwer. Dieser Abschnitt findet meist in einem Krankenhaus statt. Denn in dieser Zeit kann es zu Bewusstseinsstörungen und anderen körperlichen Beschwerden kommen. In der Entwöhnungsphase muss die betroffene Person lernen im Alltag ohne Alkohol umgehen zu können. Dieser Schritt dauert mehrere Wochen. Die Nachsorgephase dient hingegen dazu, dass das Risiko eines Rückfalls durch Gespräche und Treffen verringert wird.



Vorbeugung

Grundsätzlich sollte man versuchen zu handeln, bevor der Alkoholkonsum und im Verlauf der Alkoholismus krankhaft wird. Dabei sollte man schon kleinste Anzeichen im Auge behalten. Sobald einem sein Trinkverhalten merkwürdig und zu hoch vorkommt, sollte man einen Arzt zu Rate ziehen. Dies gilt vor allem dann, wenn man merkt, dass man nicht mehr ohne diese alkoholischen Getränke kann. Spezielle Beratungsstellen können helfen und den Alkoholismus verhindern.

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