Ayurveda Wellness

Letzte Aktualisierung am 21. Februar 2018 | Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher.
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Wellness ist ein ganzheitliches Gesundheitskonzept, das sanfte Methoden und Anwendungen einsetzt, um ein allgemeines Wohlbefinden zu erreichen und zu steigern. Die bedeutendste Wellness-Form ist wohl die traditionelle indische Medizin Ayurveda. Sie wird auch als die Mutter der alternativen Heilkunst bezeichnet. Mit den Lehren des Ayurveda soll der Mensch in sein Gleichgewicht kommen, das in der Ayurveda Lehre als individuelles Gleichgewicht betrachtet wird. Denn nur in diesem Gleichgewicht kann ein Mensch gesund sein.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Wellness?

Traditionelle Wellness-Behandlung: Die Ayurvedische Gesichtsmassage.

Wellness ist eine alternative Therapieform, die jeder Mensch in Eigenverantwortung und ohne ärztliche Verschreibung oder Rat anwenden kann.

Es handelt sich dabei beispielsweise um Massageanwendungen, Entspannungskuren und ähnliche Methoden, die völlig ohne medizinische Wirkstoffe und schmerzhafte Behandlungen arbeiten. Heilende Fähigkeiten besitzen Wellness-Anwendungen nicht, sie sind lediglich eine Hilfestellung zur Entspannung und Erholung.

Der Begriff Wellness ist dabei das Ziel der Behandlung, denn der Patient soll sich langfristig nach der Behandlung noch wohlfühlen und ganzheitlich entspannt sein. Einige Anwendungen aus dem Bereich Wellness sind hinsichtlich ihrer Wirkung umstritten, die die Anbieter ihnen zuschreiben - fest steht jedoch, dass sie nachweislich zur Erholung beitragen.

Anwendung und Nutzen

Manch einfache Wellness-Behandlung und Anwendung kann man problemlos zu Hause einsetzen; sie fallen vorrangig in die Bereiche Beauty, Entspannung und Erholung.

Andere wiederum werden von ausgebildeten Fachkräften durchgeführt oder können in speziellen Wellness-Farmen in Anspruch genommen werden. Wellness-Methoden basieren auf schmerzlosen, angenehmen Methoden - vor Nadeln oder synthetisch hergestellten Wirkstoffen muss sich also niemand fürchten.

Der Nutzen von Wellness-Behandlungen ist die langfristige Besserung der Lebensqualität des Patienten. Einerseits soll die Behandlung dabei helfen, den Alltag zu vergessen, sich zu erholen und während tiefer Ruhe ungenutzte Potenziale zu entdecken, um sie nach der beruhigenden Anwendung einsetzen zu können.

Wellness bietet gestressten Menschen aber nicht nur eine Möglichkeit, für Entspannung zu sorgen - gleichzeitig sollen sich die Behandlungen langfristig auswirken. Einige lösen beispielsweise stressbedingte Entspannungen, während andere das Hautbild nachhaltig verbessern sollen, und wieder andere sind dazu gedacht, die natürlichen Funktionen des Körpers anzukurbeln.

Wellness-Behandlungen ergänzen sich gegenseitig und sorgen jeweils auf ihrer eigenen Ebene dafür, dass sich der Mensch wohler fühlt und das neue Wohlbefinden am ganzen Körper spürt, wodurch die Lebensqualität zunimmt.

Welche Wellness-Behandlungen gibt es?

Viele Wellness-Behandlungen sind Massagen, die entweder am Rücken, an anderen stark bemuskelten Stellen des Körpers oder auch am ganzen Körper durchgeführt werden. Gerade bei den Massagen stammen die Techniken oft aus alten Kulturen, beispielsweise aus dem asiatischen Kulturkreis.

Einige Methoden wie die Hot Stone-Massage basieren auf heilsamer Wärme, während andere wie die Schokoladenmassage weitere Aspekte der Wellness einbeziehen, in diesem Fall die Aromatherapie.

Diese Form bildet die Überleitung zu den Wellness-Methoden, die die Sinne des Patienten ansprechen und diese nutzen, um eine tiefe Entspannung zu erreichen, die der Mensch für sich ausnutzen kann. Aromatherapien werden gern mit Bädern verbunden, da dabei die Entspannung von alleine kommt und die Aromen besonders intensiv wahrgenommen werden.

Weitere Formen der Wellness sind Anwendungen, die dem Patienten eine natürliche Schönheit verleihen sollen. Die Methodik basiert stark auf natürlichen Materialien, auch hierbei werden keine synthetisch hergestellten, künstlichen Stoffe eingesetzt. Die bekannte Schlammmaske dürfte den meisten Menschen bekannt sein, auch wenn sie noch keine Wellness-Farm aufgesucht haben.

Andere natürliche Stoffe werden ebenfalls auf die Haut gebracht, um ihr Bild allgemein zu verbessern und neues Selbstbewusstsein entstehen zu lassen. Charakteristisch für den Wellness-Bereich ist es, dass sich die Behandlungen nahezu alle ergänzen und bereichsübergreifend wirken.

Ayurveda - Mutter von Wellness und Heilkunst

Ayurveda ist das Wissen der vedischen Kultur und wurde in Sanskrit vor mehr als 5000 Jahren an nachfolgende Generationen vermittelt. So wird Ayurveda auch als „Mutter der Medizin“ bezeichnet. Ayurveda beschäftigt sich mit dem Wissen, das ein langes und gesundes Leben ermöglicht. Im gedanklichen Ansatz der Ayurveda Lehren liegt der Fokus vor allem auf der Einheit von Seele, Körper und Geist, die in einer gesunden Lebensführung ihren Ursprung finden.

Wie funktioniert Ayurveda?

Ayurveda auf die drei Energieprinzipien: Vata, Pitta und Kapha. Diese gelten als grundlegende Prinzipien, die es in allem Leben zu entdecken sind. Vata steht für das Prinzip der Bewegung, Pitta für das Prinzip des Feuers und Kapha für das Prinzip der Struktur. Diese Prinzipien sind auch unter dem Begriff Doshas geläufig.

Die Doshas geben Auskunft über dieses Gleichgewicht. Meistens sind zwei von ihnen dominanter am Wirken als das dritte Dosha. Erfahrene Ayurveda Therapeuten können über eine Pulsmessung herausfinden, wie es um dieses Gleichgewicht bestellt ist und entsprechende therapeutische Maßnahmen vorschlagen. Ayurveda sieht den Menschen selbst in diesem Sinne in einem individuellen Gleichgewicht und bezieht auch die äußeren Einflüsse in die Betrachtung ein.

So ist der Sommer mit seinem heißen Klima stark vom Feuer, also von Pitta dominiert. Dies beeinflusst auch den menschlichen Körper. In gleicher Weise spielen Tageszeiten und die Ernährungsweise eine Rolle. Ayurveda ist weit mehr als nur Wellness und Trend.

Formen von Ayurveda

Heutzutage sind verschiedene Formen von Ayurveda auf dem Markt. Vielfach wird Ayurveda als Massageform verstanden und praktiziert. Wellnessurlaub mit traditionellen Ayurveda-Massagen sind beliebte Gesundheitsreisen geworden. Andere wiederum verstehen unter Ayurveda eher die Ernährungsformen und –ratschläge. Dazu gibt es eine große Auswahl an Büchern und so mancher Hobbykoch nutzt begeistert die Ayurveda-Tipps für den guten Geschmack, der nebenbei dem ganzen Körpersystem wohl bekommt.

Manche Ärzte und Heilpraktiker wenden die Ayurveda Lehren in Zusammenhang mit anderen therapeutischen Maßnahmen an. Doch durch die lange traditionelle Entwicklung als Heilkunst ist Ayurveda neben Wellness für den modernen Menschen eben auch eine höchst seriöse Heilkunst. Ayurveda konnte in Indien Jahrtausende überleben und trägt im modernen Indien einen wesentlichen Teil zur medizinischen Versorgung der Bevölkerung bei. Dabei spielt die Kräutermedizin der Ayurvedalehre eine große Rolle.

Andere Heilkundige beschäftigen sich damit, die Ayurveda Lehre in ihrer Ganzheit wissenschaftlich zu standardisieren und haben Qualitätsmerkmale für Ayurveda entwickelt. Solche Richtungen sind u.a. Maharishi Ayurveda Gesundheitsansätze.

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Ayurveda in der Medizin

In der Ayurveda Medizin wird dem Stoffwechsel eine besondere Bedeutung beigemessen. Ayurveda bezieht verschiedene Ursachen der Stoffwechselstörungen ein, die den Körper mit Stoffwechselgiften überlasten und ihn schwächen und schließlich auch krank machen können. Solche Stoffwechselgifte werden als „Ama“ bezeichnet.

Ayurveda Medizin legt deshalb Wert darauf, die Verdauungskraft zu steigern und Ama abzubauen. Zivilisationsbedingte Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Rheuma und Gicht, aber auch Krebs, sind im ganzheitlichen Kontext betrachtet, auf das Ungleichgewicht der Lebensweise und des Stoffwechsels zurückzuführen.

Erfahrene Ayurveda Therapeuten starten mit einer Anamnese und entwickeln daraufhin die geeignete medizinische Therapie mit Ayurveda.


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