Knötchen (Noduli)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 26. April 2016
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Als Nodulus oder auch Noduli (Mehrzahl) versteht man in der Medizin und Anatomie einen Knoten, der zwischen 5 mm und 1 cm groß sein kann. Noduli können in verschiedenen Bereichen des Körpers auftreten, unterschiedliche Ursachen haben und aus diversen körpereigenen Stoffen bestehen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Knötchen (Noduli)?

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Bei einem Nodulus spricht man von einem verhältnismäßig kleinen Knötchen, der zwischen 5 mm und 1 cm groß ist und sich mehr oder weniger tief unter der Haut oder im Gewebe findet. Noduli können sich aber auch in Organgen wie der Leber, der Lunge, dem Herzen oder dem Hirn bilden. In den meisten Fällen unterscheiden sich dabei nicht nur die Art der Knötchen, sondern auch ihre Bestandteile und ihr Beiname.

Ein Knoten in der Schilddrüse wird beispielsweise Tyroid Nodulus genannt. Noduli treten allerdings recht häufig im Gewebe der Haut auf. Deshalb beschäftigt sich die Dermatologie teilweise verstärkt mit diesen, ihren Gründen und ihrer Behandlung. Knötchen, die kleiner als 5 mm groß sind, werden übrigens als Papel bezeichnet. Knötchen, die größer als ein Zentimeter sind, werden als Nodus betitelt.

Ursachen

Je nachdem, wo genau sich der Nodulus (Knötchen) befindet, kann er verschiedene Ursachen haben. Häufig bildet sich ein Nodulus aber aus überschüssigen körpereigenen oder körperfremden Substanzen – ein häufiges Beispiel hierfür ist Fett.

Ein Nodulus kann jedoch auch aus abgestorbenem Gewebe, aus Zellen oder aus Bakterien bestehen. Zudem kann ein Knötchen ebenso vollkommen berührungsunempfindlich und passiv wie schmerzhaft und aktiv sein. Letzteres ist zum Beispiel dann der Fall, wenn dem Knötchen eine Entzündung zugrunde liegt.

Des Weiteren kann ein Knötchen, je nach Ursache, seine Beschaffenheit und Größe im Laufe der Zeit ändern. Manche Knötchen verändern sich über Jahre hinweg nicht und verursachen keine Beschwerden, während andere eine zeitnahe Behandlung notwendig machen.

Diagnose und Verlauf

Einen Nodulus (Knötchen), der sich im Gewebe der Haut gebildet hat, kann man oft ertasten und manchmal sogar sehen. Hier kommt es darauf an, wie tief sich der Knoten unter der oberen Hautschicht befindet und wie hart, beweglich und groß dieser ist. Auch in diesen Eigenschaften können sich Noduli voneinander unterscheiden.

Ist ein Nodulus jedoch nicht zu sehen, bereitet er keine Schmerzen oder ist nur schwer spürbar, fällt er den meisten Patienten lange Zeit nicht auf. Entdeckt wird er oft bei einer ärztlichen Untersuchung, Palpation genannt, bei der der behandelnde Arzt den Patienten abtastet. Das wird er auch bei Beschwerden, bei Schmerzen oder wenn der Patient den Nodulus selbst entdeckt hat, tun. Anhand der Palpation wird der Mediziner versuchen, die genaue Ursache des Nodulus abzuklären. Er kann sich zur Diagnose aber auch an weiteren Untersuchungsmethoden, zum Beispiel am Ultraschall, bedienen.

Behandlung

Bei der Behandlung eines Nodulus (Knötchen) muss immer erst die Ursache abgeklärt werden. Denn einige Noduli bilden sich mit der Zeit selbst zurück, während andere unbedenkliche Ursachen haben und daher nicht zwangsläufig behandelt werden müssen.

Anders sieht es natürlich aus, wenn der Patient dies wünscht, weil der Nodulus Beschwerden verursacht, oder wenn es aus gesundheitlichen Gründen doch notwendig erscheint. Die weitere Behandlung unterscheidet sich dabei meistens nicht von der Behandlung, die dem Patienten dann zu Teil wird, wenn der Nodulus aus medizinischer Sicht zeitnah behandelt werden muss. In diesem Fall wird zuvor oft eine kleine Gewebeprobe entnommen. Die Behandlung wird meistens damit abgeschlossen, dass das Knötchen chirurgisch entfernt und anschließend noch einmal untersucht wird.

Eine nähere Untersuchung des Knötchens wird zum Beispiel dann notwendig, wenn nicht sicher ist, ob dieser "gut-" oder "bösartiger" Natur ist. Noduli, die mehr oder weniger gut erreichbar unter der Haut oder in den darunterliegenden Gewebeschichten liegen, lassen sich häufig unter örtlicher Betäubung durch einen Chirurgen entfernen. Noduli, die sich in inneren Organen befinden, verlangen aber meistens einen größeren chirurgischen Eingriff.



Vorbeugung

In den meisten Fällen kann man Noduli nicht vorbeugen. Allerdings gibt es Fälle, in denen Menschen verstärkt dazu neigen kleine Knötchen aus Fett oder Talg in den oberen oder unteren Hautschichten zu bilden. Diese können oft mit einer Ernährungsumstellung oder Ähnlichem tätig werden.

Hierzu muss man aber unbedingt die Ursache abklären. Das kann wie üblich durch ein klärendes Gespräch mit dem behandelnden Arzt passieren. Übergreifend lässt sich aber sagen, dass man den eigenen Körper bestenfalls regelmäßig abtasten sollte, um kleine Knötchen rechtzeitig zu entdecken.

Im Anschluss sollte man aber immer den Hausarzt um Rat fragen, sodass dieser den Noduli in Augenschein nehmen kann. Auch dann, wenn er sehr klein erscheint und keine Schmerzen verursacht.

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