Hausmittel gegen trockene, raue, rissige Hände

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 2. April 2015
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Trockene, raue und rissige Hände sind häufig ein Problem der kalten Jahreszeiten. Das ist nicht nur unangenehm, sondern sie stellt auch einen erhöhten Risikofaktor für bakterielle Infektionen dar und eine größere Empfindlichkeit gegenüber der Wirkung reizender Substanzen wie zum Beispiel alltägliche Reinigungsmittel und Chemikalien. Bedingt durch den Beruf oder ganz normale Alltagstätigkeiten, sind gerade unsere Hände tagtäglich den verschiedensten Strapazen ausgesetzt.

Inhaltsverzeichnis

Die Haut als natürlicher Schutz

Unsere Haut besteht aus mehreren Schichten- die Oberhaut, die Lederhaut, die Unterhaut. Die Oberhaut besteht aus sechs bis zwölf verschiedenen Zellschichten, die Lipide (Fette), Öle und natürlich auch Wasser enthalten. Aufgrund des Vorhandenseins dieser Bestandteile fungieren diese Schichten als natürliche Barriere, die die Feuchtigkeit in unserem Körper zurückbehält.

Ursachen

Da die umgebende Luft in den meisten Fällen viel trockener als unser Körper ist, wird durch diese Barriere verhindert, dass wir zu viel Flüssigkeit über die Haut verlieren. Leider können diese schützenden Öle durch ständige hygienische Maßnahmen, denen unsere Haut im Verlaufe eines durchschnittlichen Tages ausgesetzt ist, entfernt werden.

Kommen Feuchtigkeitsverlust und Entfernung des natürlichen Schutzmantels der Haut zusammen, ist das Ergebnis eine trockene Haut, die schnell rissig und schmerzhaft werden kann. Im Winter sind es oft die Hände, die von allen Körperteilen am ehesten trocken, rau und rissig werden.

In den Räumen sorgt trockene Heizungsluft dafür, dass unserer Haut wertvolle Feuchtigkeit entzogen wird. Draußen, in freier Natur, rauben kalte, trockene Luft und der eisige Wind ebenfalls unserer Körperoberfläche die notwendige Flüssigkeit. Ältere Menschen haben mit trockener Haut häufiger ein Problem, da in ihrer Haut die natürlichen Schutzmechanismen gegen Feuchtigkeitsverlust nicht mehr so ausgeprägt sind.

Hausmittel

Im folgenenden Abschnitt geben wir ihnen eine Reihe von Empfehlungen, wie man trockene und rissige Hände schützt bzw. wieder regeneriert.

1. Handschuhe bei Kälte

Man sollte besonders während der kalten Jahreszeit Handschuhe tragen, um die Hände optimal vor diesen klimatischen Reizen zu schützen.

2. Tragen von Handschuhen während der Arbeit

Bei allen häuslichen Arbeiten, die mit Flüssigkeiten, Chemikalien und Reinigungsmitteln zu tun haben, sollten nach Möglichkeit Gummihandschuhe getragen werden, um vor eventuellen allergischen Reaktionen zu schützen. Ein Futter aus Baumwolle ist ein zusätzlicher Vorteil, weil es die abgegebene Feuchtigkeit aufnimmt bzw. bindet und somit die trockene Haut nicht noch weiterhin reizen kann.

3. Schutz vor Sonne

Die ultravioletten Strahlen der Sonne schädigen die Haut und bereits bestehende gesundheitliche Probleme werden dadurch noch verstärkt. Die Hände werden noch trockener, rissiger und empfindlicher gegenüber anderen Umwelteinflüssen.

Diesbezüglich ist es ratsam, eine Sonnenschutzcreme mit einem Lichtschutzfaktor von wenigstens 25 zu verwenden, um sich optimal vor schädigenden Einflüssen der Sonne zu schützen.

4. Vaseline hilft

Vaseline ist ein Erdöldestillationsrückstand und es findet seine Verwendung in der Medizin, in der Kosmetik und auch als Schmieröl wird es gebraucht. Diese Substanz ist eigentlich am besten geeignet, um trockene, rissige Hände bzw. Haut erfolgreich zu behandeln.

Zur Behandlung trockener Hände ist es ratsam, diese abends oder bevor man allgemein zur Ruhe kommt, die Hände mit Vaseline einzureiben und anschließend mit Baumwollhandschuhen schützend abzudecken. Nach etwa einer Woche infolge ständigen und regelmäßigen Einreibens sind spürbare Erfolge einer zarteren Haut an den Händen fühl- und sichtbar.

5. Auch Feuchtigkeitscreme hilft

Wird Vaseline abgelehnt, aus welchen Gründen auch immer, kann man auf Feuchtigkeitscremes zurückgreifen. Eine Creme hilft besser als eine Lotion, weil sie dicker und schwerer ist.

Man sollte unbedingt darauf achten, diese Creme mehrmals am Tag aufzutragen besonders nach dem Baden und nach jedem Händewaschen. Empfehlenswerte Cremes sind unter anderem Eucerin, Nivea, Lubriderm, Moisturel und Aquaflor.

7. Verzicht auf Duftstoffe

Nachgewiesen ist, dass Duftstoffe nur für einen ganz geringen Teil allergischer Reaktionen verantwortlich sind, so können sie aber dennoch bei empfindlichen Menschen für einen allergischen Ausschlag die Ursache sein.

8. Verwendung schonender Seifen

Bei empfindlichen trockenen, rissigen Händen ist eine stark fetthaltige Seife oder sogar eine Reinigungsmilch sehr zu empfehlen. Auf gar keinen Fall sollte man Deoseifen benutzen, ausgenommen Lever 2000.

Seifen, die verwendet werden können sind: Dove, Basis, Aquanil, S. C. Lotion oder Moisturil. Als eines der schonendsten Produkte für Problemhaut wird Cetaphil von vielen Dermatologen empfohlen.

9. Vermeidung heißen Wassers

Man sollte stets nur warmes Wasser zum Baden oder Händewaschen verwenden, weil heißes Wasser das wertvolle Öl von unserer Haut entfernt und sie somit schutzlos gegenüber Umwelteinflüssen werden lässt.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Juergen kommentierte am 26.06.2016 um 19:45 Uhr

Die Haut an den Fingern platzt regelmäßig auf und schuppt stark. Ich habe Cortison bekommen, es erfolgte eine kurzzeitig Besserung. Danach habe ich alle verfügbaren Cremes probiert; keine Besserung. Ich habe seit sechs Wochen KHASENSO Hand-Repair-Plus benutzt. Es folgte eine extreme Besserung! Bitte mehrmals am Tag nur auf die befallenen Stellen auftragen, die Creme zieht sofort ein. Geht sparsam damit um, dann reicht es für zwei Wochen. Wichtig: Zweimal am Tag Hände großzügig mit Vaseline einreiben, Wegwerfhandschuhe drüber und 30 Minuten einziehen lassen. Nicht auf ungewaschene Hände auftragen! Alles in der Küche nur mit Handschuhen schnippeln, Wäsche mit Handschuhen anfassen, feuchte Hände sofort abtrocknen. Bei mir hat es gewirkt, versucht es mal.