Fuchsbandwurm (Hundebandwurm)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 3. Oktober 2015
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Der Fuchsbandwurm bzw. Hundebandwurm ist ein Parasit und zur Gattung der Bandwürmer (Echinococcus). Eine Infektion mit den Eiern vom Fuchs- und Hundebandwurm kann beim Menschen schwere Wurmerkrankungen (Echinokokkose) auslösen. Durch aufmerksames Vorbeugen können Erkrankungen vermieden werden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Fuchsbandwurm (Hundebandwurm)?

Beim Fuchsbandwurm und dem Hundebandwurm handelt es sich um Parasiten, die sich vornehmlich im Darm von Fuchs oder Hund ansiedeln können. Fuchs und Hund sind sogenannte Endwirte von Fuchsbandwurm und Hundebandwurm; das bedeutet, dass die Eier der Parasiten mit dem Kot des jeweiligen Endwirtes ausgeschieden werden.

Die Eier (Finnen) von Fuchsbandwurm und Hundebandwurm können auch beim Menschen (wenn sie beispielsweise mit der Nahrung aufgenommen wurden) zu einem Befall führen, der sich im Falle des Hundebandwurms in Form der sogenannten zystischen Echinokokkose und im Falle des Fuchsbandwurms in Form einer alveolären Echinokokkose äußern kann.

Die Echinokokkose ist demnach eine durch Bandwurmfinnen ausgelöste Krankheit, die im schlimmsten Fall einen lebensbedrohlichen Verlauf nehmen kann.

Ursachen

Auslöser der beiden Formen der Echinokokkose beim Menschen sind die Larven von Fuchsbandwurm und Hundebandwurm, die sich aus den Eiern im sogenannten Zwischenwirt Mensch bilden.

Während die zystische Echinokokkose durch den Hundebandwurm ausgelöst wird, ist eine Übertragung dieses Parasiten auf Menschen nicht nur durch Hunde möglich, sondern auch durch Schweine, Rinder, Kamele oder Schafe.

Die Larven des Parasiten setzen sich beim Menschen beispielsweise in der Leber oder auch in der Lunge fest. Auch bei der durch den Fuchsbandwurm ausgelösten alveolären Echinokokkose setzen sich beim Menschen die Larven vornehmlich in der Leber fest und zerstören Lebergewebe, was schließlich zu den krankheitstypischen Symptomen führt.

Symptome und Verlauf

Ist ein Mensch von Larven des Fuchsbandwurms befallen, so äußern sich die Symptome häufig erst nach einigen Jahren. Aufgrund der Zersetzung von Lebergewebe durch die Larven des Fuchsbandwurms kann es dann schließlich zu Schmerzen in der Gegend des Oberbauchs kommen.

Larven des Hundebandwurms führen beim Menschen zu einer Zystenbildung in den betroffenen Organen; entsprechende Organe sind ebenso wie beim Befall mit dem Fuchsbandwurm vornehmlich die Leber, aber seltener auch die Lunge. Zysten in der Leber durch den Hundebandwurm führen beispielsweise zu Bauchschmerzen, Müdigkeit oder auch Gelbsucht. Bei einem Befall der Lunge kann es zu Husten und Atembeschwerden kommen.

Der Verlauf eines Befalls mit dem Fuchsbandwurm oder dem Hundebandwurm hängt unter anderem von den betroffenen Organen und dem Alter des Patienten ab. Ein Fuchsbandwurmbefall kann ohne Therapie schwerwiegende Folgen haben - im schlimmsten Fall sogar tödlich verlaufen.

Diagnose

Bei Verdacht auf eine Infektion mit einem Fuchsbandwurm oder Hundebandwurm (Echinokokkose), ist eine Untersuchung durch einen Infektiologen sinnvoll. In den meisten Fällen erfolgt die Diagnose eines Fuchsbandwurms oder Hundebandwurms zufällig im Rahmen einer Routineuntersuchung. Dies gilt besonders dann, wenn noch keine Beschwerden durch den Bandwurm aufgetreten sind. Der behandelnde Arzt überweist den Patienten anschließend zur weiteren Untersuchung an einen Spezialisten.

Erkennen lässt sich ein Befall mit einem Fuchsbandwurm oder Hundebandwurm mithilfe von bildgebenden Verfahren. Dabei handelt es sich um eine Sonographie (Ultraschalluntersuchung), eine Computertomographie (CT) oder eine Kernspintomographie (MRT). Diese Methoden eignen sich am besten, um die befallenen Organe wie die Leber zu untersuchen. Da die Zysten meist verkalkt sind, ermöglicht dies deren gute Sichtbarkeit. Zystische Echinokokkose-Herde verfügen über eine glatte Begrenzung. An ihren Rändern lässt sich zudem eine Verkalkung erkennen.

Erster Schritt der Diagnostik ist die Ultraschalluntersuchung. Durch deren Anwendung kann der Arzt Hinweise auf ungewöhnliche Auffälligkeiten in der Leber finden. Nicht vorgenommen werden darf bei Verdacht auf eine Echinokokkose, eine punktierende Gewebeprobe der Zyste. So besteht dabei das Risiko einer Verteilung der Wurmeier im Inneren des Körpers.

Eine weitere wichtige Diagnosemethode stellt die Durchführung einer Blutuntersuchung dar. Dabei testet der Arzt den Patienten auf spezielle Antikörper. Allerdings bedeutet deren Nachweis nicht immer das Vorliegen einer Fuchsbandwurm- oder Hundebandwurminfektion.

Behandlung und Therapie

Eine erfolgreiche Therapie der Formen der Echinokokkose, die von Fuchsbandwurm und Hundebandwurm beim Menschen hervorgerufen werden können, hängt unter anderem ab vom Stadium der Erkrankung.

Experten raten zunächst dazu, sich zu einer entsprechenden Behandlung einer Erkrankung durch den Fuchsbandwurm oder den Hundebandwurm an spezialisierte Therapiezentren zu wenden.

Die Therapiemethode der Wahl ist zunächst (sofern möglich) eine operative Entfernung der Parasiten. Ergänzend werden häufig Medikamente verabreicht, die das Parasitenwachstum hemmen sollen. Zysten durch den Hundebandwurm sind in der Regel operativ besser zu entfernen, als die kleineren und verstreuten Alveolen durch den Fuchsbandwurm.

Bei einer operativen Entfernung entsprechender Zysten durch den Hundebandwurm darf eine solche Zyste allerdings nicht verletzt werden, da dies gesundheitliche Gefahren für den Betroffenen birgt.

Bei einem Befall durch den Fuchsbandwurm muss sich eine Therapie darum häufig auf eine Medikamentengabe beschränken, die sich über viele Jahre oder lebenslang hinziehen kann.

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Vorbeugung

Vorzubeugen ist einem Befall mit dem Fuchsbandwurm oder Hundebandwurm, indem es vermieden wird, rohes oder nicht ausreichend gekochtes Fleisch zu essen (Einfrieren tötet die Parasiteneier nicht ab!). Außerdem sollten keine ungewaschenen Pflanzen gegessen werden, die mit dem Kot von mit Fuchsbandwurm oder Hundebandwurm befallenen Tieren in Berührung gekommen sein könnten. Auch die Einhaltung von Hygienemaßnahmen nach Berührung von potenziell befallenen Tieren und ein regelmäßiges Entwurmen von Haustieren können vorbeugend wirken.

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