Blasen an den Füßen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 12. Mai 2016
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Für viele Menschen sind Blasen an den Füßen sicherlich keine ungewohnte Erscheinung. Doch was versteht man eigentlich genau darunter und welche Möglichkeiten der Vorbeugung beziehungsweise Behandlung gibt es? Dies sind die Fragen, die in den folgenden Abschnitten, diskutiert werden sollen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Blasen an den Füßen?

Als Blasen an den Füßen werden kleine, unter den Hautschichten liegende Hohlräume bezeichnet, welche mit Flüssigkeit gefüllt sind. Grundsätzlich kann dieses Phänomen auch an anderen Körperstellen wie beispielsweise den Händen auftreten.

Blasen an den Füßen können je nach Belastung und Schweregrad sowohl eine helle oder transparente als auch eine dunkelrote Tönung annehmen. Blasen an den Füßen bilden sich vor allem dort, wo die Haut nur unzureichend geschützt ist. Besonders anfällig für Blasen an den Füßen sind unter anderem die Zehen und Fersen.

Ursachen

Doch worin liegen nun die genauen Ursachen für das Entstehen von Blasen an den Füßen? Als Hauptauslöser ist hier sicherlich eine intensive Reibung zu nennen, welche beispielsweise durch zu enges oder qualitativ minderwertiges Schuhwerk hervorgerufen wird. Verstärkt wird das Risiko von Blasen an den Füßen zudem durch Wärme und Feuchtigkeit. Hohe Temperaturen lassen die Füße anschwellen, so dass selbst eingelaufene Schuhe plötzlich drücken. Jede noch so kleine Reibung kann dann bereits zu schmerzhaften Blasen an den Füßen führen.

Abgesehen von schlechtem Schuhwerk können auch bestimmte Sportarten wie Joggen und Wandern die Bildung von Blasen an den Füßen begünstigen. Spröde Hornhaut und eine zu intensive Pediküre zählen ebenfalls zu den weit verbreiteten Auslösern von Blasen an den Füßen.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome von Blasen an den Füßen:

Wie kann man sich nun die Symptome und den Verlauf der Bildung von Blasen an den Füßen genau vorstellen? Im Anfangsstadium machen sich Blasen an den Füßen vor allem durch einen brennenden Schmerz und eine Rötung der Haut bemerkbar. Im Anschluss füllen sich die betroffenen Stellen mit klarer Flüssigkeit.

Bei einem optimalen Verlauf setzt die Heilung bereits nach wenigen Tagen ein, indem sich die Blasen öffnen und darunter eine neue Hautschicht zum Vorschein kommt. Auf einen ungünstigen Verlauf verweisen hingegen gerötete Blasen an den Füßen, welche zudem mit einer übelriechenden und trüben Flüssigkeit gefüllt sind.

Diagnose

Wie man Blasen an den Füßen erkennt, ergibt sich bereits aus den genannten Symptomen. Dabei lässt sich die Diagnose problemlos von den Betroffenen selbst stellen. Treten Hautveränderungen und Schmerzen auf, so kann man in der Regel davon ausgehen, dass Blasen an den Füßen im Entstehen begriffen sind. Idealerweise schreitet man bereits bei dem kleinsten Anzeichen von Hautrötungen zur Tat und verhindert damit das vollständige Bilden einer Blase.

Ein Arztbesuch ist zumeist nicht erforderlich, wenn es nicht zu den bereits angedeuteten Komplikationen kommt und die Beschwerden keinen ungünstigen Entwicklungsverlauf nehmen. Auch Betroffene, die unter Diabetes leiden, sollten Blasen an den Füßen vorsorglich von einem Arzt untersuchen lassen.

Behandlung

Die Behandlung von Blasen an den Füßen kann in der Regel in Eigenregie erfolgen. Kleine Blasen lassen sich optimal mit einem Pflaster abpolstern, während größere Blasen vorsichtig mit einer Nadel (unbedingt desinfizieren! Zum Beispiel kurz in eine Flamme halten und danach mit frischem Toilettenpapier den Ruß abnehmen) aufgestochen werden können. Nach dem Austreten der Flüssigkeit sollten die Blasen an den Füßen desinfiziert und mit einem Pflaster überklebt werden.

Besteht keine Gefahr, dass Schmutz oder andere Fremdkörper in die Wunde geraten, so empfiehlt es sich, das Pflaster abzunehmen, um die Heilung durch die Luftzufuhr zu optimieren. Um Infektionen zu vermeiden, sollte man die Haut über einer Blase niemals entfernen, da diese einen natürlichen Schutz darstellt. Grundsätzlich lassen sich diese Maßnahmen problemlos von den Betroffenen selber durchführen.

Bei anhaltenden Beschwerden wie Schmerzen und Entzündungen sollte jedoch ein Arzt aufgesucht werden. Auch Risikogruppen wie die bereits erwähnten Diabetiker sollten Blasen an den Füßen von einem Mediziner abklären lassen, da die mit diesem Krankheitsbild verbundene verzögerte Wundheilung weitere unerwünschte Folgeerscheinungen mit sich bringen kann.

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Vorbeugung

Im Idealfall kommt es natürlich aufgrund angemessener Präventionsmaßnahmen erst gar nicht zu der Bildung von Blasen an den Füßen. Dazu gehört in erster Linie optimales Schuhwerk. Wer sich beispielsweise auf eine lange Wanderung vorbereitet und dafür neue Schuhe verwendet, sollte sich eine Zeit des Einlaufens gönnen.

Auch das Einreiben von Füßen und Wanderstiefeln mit Vaseline hat sich bewährt, da diese sich wie eine natürliche Schutzschicht um die Haut legt und selbst harte Materialien weich und geschmeidig macht. Zudem empfiehlt sich das Tragen von speziellen Socken, die durch den Verzicht auf aufgetragene Nähte eine Entstehung von Blasen an den Füßen verhindern.

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