Vitamin D

Letzte Aktualisierung am 17. August 2018 | Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher.
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Vitamin D (Calciferol) wird umgangssprachlich auch als das Sonnenvitamin bezeichnet, da es der Körper bei Sonneneinstrahlung auf die Haut bildet. Vitamin D hat besitzt viele positive Eigenschaften und ist für die Wohlergehen des Menschen von großer Bedeutung. Vitamin D - Mangel kann zu schweren gesundheitlichen Folgen führen.

Inhaltsverzeichnis

Bedeutung und Wirkung

Bei der Gruppe der D-Vitamine handelt es sich um verschiedene fettlösliche Vitamine. Über die Nahrung nimmt der Mensch nur eine untergeordnete Menge Vitamin D auf. Somit zählt Vitamin D eigentlich nicht zu den Vitaminen im engeren Sinne. Vitamin D besitzt eher Hormoneigenschaften.

Wenn es um den Kalziumhaushalt im Blut geht, spielt Vitamin D eine sehr wichtige Rolle. Vitamin D reguliert schließlich den Kalzium-Spiegel.

Auch beim Knochenaufbau hilft Vitamin D mit. Ein Mangel an Vitamin D würde bei Kindern über eine längere Zeit zu Rachitis führen. Ein Vitamin-D-Mangel bei Erwachsenen führt zur Brüchigkeit der Knochen. Vitamin D besitzt daher speziell für Senioren und Kinder einen hohen Stellenwert.

Ein Mangel an Vitamin D kann viele Folgen haben. Der Körper benötigt Sonnenlicht, um das Vitamin herzustellen, weshalb es wichtig ist, sich täglich dem Tageslicht auszusetzen.

Warum benötigt der Körper Vitamin D?

Vitamin D besitzt großen Einfluss auf das Wohlbefinden des Menschen. Untersuchungen haben erwiesen, dass Vitamin D unerlässlich für starke Knochen und Zähne ist. Auch kann Vitamin D die Entwicklung schädlicher Krebszellen eindämmen. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wird durch eine Gabe von Vitamin D verringert.

Ein Mangel an Vitamin D kann gravierende Folgen für die Gesundheit haben. Neuere Untersuchungen erachten einen Mangel an Vitamin D ursächlich für viele chronische Erkrankungen. Dazu zählen u.a. Diabetes, Rheuma und Multiple Sklerose. Neueste Forschungen wollen auch einen Zusammenhang von Vitamin-D-Mangel und einer Zunahme an Autoimmunerkrankungen und Allergien beobachtet haben.

Der Grund: Durch veränderte Lebensgewohnheiten hält sich der Mensch überwiegend in Räumen auf. Das Sonnenlicht ist jedoch unerlässlich für die Bildung von ausreichend Vitamin D. Gerade in den Wintermonaten durchzieht ein Mangel an Vitamin D fast alle Bevölkerungsschichten. Studien zeigten, dass eine Bestrahlung mit UV-B-Licht die körperliche Leistungsfähigkeit besonders auch bei Leistungssportlern verbessern kann. Es ist also relativ einfach, einem Mangel an Vitamin D vorzubeugen.

Als Empfehlung gilt: In der Mittagssonne mindestens eine Viertelstunde lang Gesicht und Arme von der Sonne bescheinen lassen. Wichtig ist dabei, auf Sonnencreme in dieser kurzen Zeit zu verzichten. Schließlich filtert die Sonnencreme fast komplett die Strahlung heraus, so dass nicht genügend Vitamin D gebildet werden könnte. Wer täglich diese Sonnenbäder nimmt, kann sich ein Reservoir des wichtigen Vitamin D ansammeln und kommt damit vielleicht ohne größeren Mangel an Vitamin D durch die kalte Jahreszeit.

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Vitamin D-Bedarf

Vitamin D kann vom Menschen nicht nur über das Sonnenlicht, sondern auch über die Nahrung aufgenommen werden. Diese Aufnahme spielt jedoch eine untergeordnete Rolle. Denn bereits 75-90 Prozent des Vitamin D bildet sich durch die Sonneneinstrahlung der Haut.

Es gibt nur wenige Lebensmittel, in denen das Vitamin D in ausreichender Konzentration vorhanden ist. An erster Stelle sei hierbei fetter Seefisch zu nennen. Allen voran Lachs, Makrele, Hering und Sardine. Aber auch Milchprodukte wie Butter und Gouda sowie Pilze enthalten eine relativ hohe Dosis des lebenswichtigen Vitamin D. Wissenschaftler empfehlen, täglich zwei bis zehn µg Vitamin D zu sich zu nehmen. Das ist schwer zu erreichen.

Vitamin D sollte demnach vorrangig über ausreichend Bewegung an der frischen Luft gewonnen werden. Wer Vitamin D nicht über die Nahrung und nicht durch gezielte Sonneneinstrahlung aufnehmen kann, sollte seinen Bedarf an Vitamin D über Nahrungsergänzungsmittel decken. Hiervon sind besonders Menschen betroffen, die an das Bett gefesselt sind.

Quellen

  • Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2013
  • Hahn, J.-M.: Checkliste Innere Medizin. Thieme, Stuttgart
  • Siegenthaler, W. (Hrsg.): Siegenthalers Differenzialdiagnose Innere Krankheiten – vom Symptom zur Diagnose. Thieme, Stuttgart 2005
  • Siewert, J., Rothmund, M., Schumpelick, V.: Praxis der Viszeralchirurgie: Gastroenterologische Chirurgie. Springer, Berlin 2011


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