Hausmittel gegen Warzen


Experte: Dr. med. Nonnenmacher
Autor: Medizinredaktion
Aktualisiert am: 17. Oktober 2018

Warzen sind in der Regel kleine, scharf begrenzte flache oder erhabene, meist gutartige Hautgeschwülste. Warzen werden durch das hochansteckende Humanes Papilloma-Virus, (HPV) hervorgerufen. Von der gewöhnliche Warze (Verrucae vulgaresist) sind die meisten Menschen betroffen. Sie ist zwar nicht schön anzusehen und für den Betroffenen sehr lästig, aber in der Regel völlig unbedenklich.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Warzen?

Warzen können an allen Körperstellen auftreten. Allerdings sind besonders häufig Hände und Füße betroffen.

Bei einer Warze handelt es sich um eine benigne (gutartige) Geschwulst der oberen Hautschicht. Warzen können in verschiedenen Ausprägungen auftreten. Meist handelt es sich um eher kleine, scharf umrissene Hauterhebungen, die sich farblich vom Ton der gesunden Haut abheben können. Sie sind oft rosa, grau oder braun und oftmals nicht größer als ein Stecknadelkopf, auch wenn Warzen durchaus größere Dimensionen annehmen können.

Warzen können am ganzen Körper auftreten, sie befallen aber besonders oft Finger und Hände, die Füßen und das Gesicht, insbesondere die Nase. Dabei handelt es sich oftmals um sogenannte Stachelwarzen (Verrucae vulgares), den häufigsten Warzentyp.

Besonders an den Fußsohlen bilden sich außerdem Mosaik- und Dornwarzen. Mosaikwarzen verursachen meist keine Beschwerden. Dornwarzen bohren sich dagegen in die Haut und können, sobald der Fuß belastet wird, beträchtliche Schmerzen verursachen. Im Intimbereich treten außerdem sogenannte Feigwarzen auf. Darüber hinaus lassen sich bei Senioren sehr häufig Warzen beobachten, die erbsengroß und oftmals bräunlich verfärbt sind. Diese Hautwucherungen treten ab dem 50. Lebensjahr verstärkt auf und werden durch UV-Strahlungen begünstigt. Sie sind aber, anders als die anderen Warzenformen, nicht ansteckend.

Was sind die Ursachen?

Von den Alterswarzen einmal abgesehen, werden diese Hautveränderungen fast immer durch eine Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV) verursacht. Die Erreger dringen über kleine Verletzungen in die Haut oder Schleimhaut ein und infizieren dann einzelne Zellen, was zu den sichtbaren Hautwucherungen führt. Die Erreger werden meist durch direkten Körperkontakt von Mensch zu Mensch übertragen. So ist eine Infektion mit HPV zum Beispiel schon beim Händeschütteln möglich. HPV verbreitet sich aber auch durch Schmierinfektionen.

Besonders präsent sind die Warzenerreger in Schwimmbädern und anderen Wellenesseinrichtungen wie Saunen oder Dampfbädern. Wer hier barfuß läuft, kann sich sehr schnell infizieren. Auch Teppichböden, insbesondere in Hotelzimmern, sind ein Risikofaktor. Feigwarzen, die sich im Intimbereich bilden, werden dagegen vorwiegend beim ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen.

Wer ist besonders betroffen?

Warzen sind sehr weit verbreitet. Besonders anfällig sind Menschen, deren Immunsystem noch nicht oder nicht mehr völlig funktionstüchtig ist. Aus diesem Grund treten Warzen besonders oft bei Kindern und älteren Menschen auf. Das Risiko einer Infektion steigt außerdem, wenn die Hautbarriere bereits vorgeschädigt ist. Dazu kann auch Schweiß beitragen, weshalb die Ansteckungsgefahr in der Sauna besonders hoch ist. Auch ungeschützter Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern ist ein zusätzlicher Risikofaktor für eine Infektion mit HPV und der anschließenden Bildung von Warzen, insbesondere im Anal- und Genitalbereich.

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Hausmittel gegen Warzen

Hier finden sie einige Hausmittel, die helfen können, warzenfrei zu sein:

1. Befallene Stellen am Finger einfach abkleben

Bei Fingerwarzen hat sich einfaches Klebeband als erfolgreiches Mittel herausgestellt. So wird es praktiziert: Man umwickelt die Warze mit vier Lagen Klebeband. Die erste Lage führt dabei über die Fingerspitze und die zweite um den Finger herum (aber nicht zu fest wickeln).

Das Ganze wiederholt man mit den restlichen zwei Lagen. Das Klebeband lässt man 6 Tage lang drauf, danach wird es für einen Tag entfernt. Es ist gut möglich, diese Prozedur drei bis vier Wochen lang zu wiederholen, bevor sich ein Erfolg einstellt.

Diese Methode kann man ebenfalls bei Sohlenwarzen anwenden. Hier empfiehlt sich jedoch die Verwendung eines längeren Klebebandes, um ein Verrutschen zu vermeiden. Diese Art der Warzenbekämpfung kostet nicht viel, ist unblutig und hinterlässt demzufolge keine Narben.

2. Rizinusöl kann helfen

Rizinusöl enthält Säure, die vermutlich die Warzen reizt und den Virus abtötet. Man sollte dieses Öl mit einem Wattestäbchen zweimal täglich auftragen. Anwendung findet diese Methode in erster Linie bei kleinen, flachen Warzen, die sich auf dem Handrücken, in der Halsgegend oder im Gesicht befinden.

3. Vitamin C kann helfen

Vitamin C ist eine schwache Säure, die die Warze erfolgreich reizen kann. Eine selbst hergestellte Paste aus zerkleinerten Vitamin C Tabletten und Wasser wird nur auf die Warze (nicht auf gesunde Hautpartien) gegeben und anschließend mit Mull oder Pflaster abgedeckt.

4. Warze einweichen in sehr heißem Wasser

Das heiße Wasser weicht die Warze auf und tötet bei diesem Verfahren eventuell den Virus ab. Aber Vorsicht vor Verbrennungen! Wasser sollte nicht zu heiß sein.

5. Vorsicht mit rezeptfreien Mitteln

Warzenentfernungsmittel reagieren auf der Haut sehr aggressiv. Da sie stets Säuren (Salicylsäure) enthalten, sollten auch nur die Warzen damit behandelt werden und nicht gesunde benachbarte Hautpartien.

Empfehlenswert ist es sogar, diese durch das Auftragen entsprechender Salben (z.B. Vaseline) vor den Reizmitteln zu schützen. Am besten ist es, die Entfernungsmittel abends aufzutragen und die behandelten Stellen unbedeckt zu lassen.

Normalerweise enthalten diese Heilmittel ca. 16% Salicylsäure, eine angemessene Dosis, mit der man selbst Warzen bei Kindern bedenkenlos behandeln kann. Stärker dosierte Mittel mit 26% Salicylsäure finden Anwendung doch eher bei Erwachsenen.

7. Hypnose - Die Kraft der Gedanken

Die Stärke der Einbildung kann ein effektives Mittel sein, um Warzen erfolgreich zu entfernen. Positive Gedanken stärken körpereigene Selbstheilungskräfte zusätzlich. Die Hypnose wurde bei der Behandlung von Warzen erfolgreich angewandt.

Vielleicht hat das Vertrauen in die Heilkraft das körpereigene Abwehrsystem (T- Zellen) so gestärkt, dass es die Viren erfolgreich bekämpfen konnte.

Quellen

  • Dirschka, T., Hartwig, R., Oster-Schmidt, C. (Hrsg.): Klinikleitfaden Dermatologie. Urban & Fischer, München 2010
  • Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2013
  • Rassner, G.: Dermatologie – Lehrbuch und Atlas. Urban & Fischer, München 2009
  • Herold, S.: 300 Fragen zur Pubertät. Graefe und Unzer, München 2008
  • Ellsässer, S.: Körperpflege und Kosmetik. Springer, Berlin 2008
  • Abeck, D.: Häufige Hautkrankheiten in der Allgemeinmedizin: Klinik, Diagnose, Therapie, Springer Verlag, 2. Auflage, 2011


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