Blasenpflaster

Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 16. November 2021Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
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Blasenpflaster sind an die Anatomie des Fußes angepasste Schutzpflaster. Sie verhindern erneute Reibung durch den Schuh und werden ohne Eröffnung der Blase aufgebracht.
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Was sind Blasenpflaster?
Blasenpflaster sind eine spezielle Form des Wundpflasters, sie sind ausschließlich fürs Abkleben von Blasen gedacht. Geöffnet werden sollte die Blase vorher nicht: das Pflaster ist dazu gedacht, sie vollständig abzukleben. Blasen heilen besser, wenn sie nicht eröffnet wurden und somit die Haut noch erhalten ist. Allerdings verursachen Blasen an den Füßen Schmerzen beim Gehen oder machen das Tragen der gewohnten Schuhe nahezu unmöglich.
Mithilfe eines Blasenpflasters ist die Blase derart abgeschirmt, dass sie einerseits keine Schmerzen mehr verursacht und andererseits selbst keine Reibung mehr erfährt. Somit können im Alltag wieder Schuhe getragen werden, auch Spezialschuhe wie Wander- oder Sicherheitsschuhe sind kein Problem mehr. Das Blasenpflaster ist dabei an die Stelle des Fußes angepasst, für die es gedacht ist. Es gibt spezielle Blasenpflaster für Ferse, Zehe, Ballen oder unter den Füßen. Die Blase wird unter Anwendung des Blasenpflasters platzen und es kann dann entfernt werden, da die Heilung wiederum an der frischen Lust besser geht.
Wirkung und medizinische Anwendung
Geöffnet wird sie vorher allerdings nicht: das Blasenpflaster ist dazu gedacht, sie zu umhüllen, damit sie sich von alleine öffnen kann. Das ist schonender und begünstigt eine gesündere Heilung. Würde sie eröffnet, wäre kein Blasenpflaster mehr, sondern ein Wundpflaster notwendig, da eine frische Wunde entstanden ist. Vor der Aufbringung des Blasenpflasters wird die Hautstelle mit Wasser gereinigt und abgetrocknet, anschließend wird die Blase vollständig mit dem Blasenpflaster abgedeckt. Sie wird in dieser Zeit aufplatzen und das Blasenpflaster kann abgelöst werden, wenn es das nicht von alleine tut. Die Haut sollte nach dem Ablösen mit Wasser gereinigt werden, um Rückstände der Blase zu entfernen.
Formen und Gruppen
Blasenpflaster sind auf die Stelle des Fußes zugeschnitten zu bekommen. Die Schutzfläche für die Blase ist eine andere als die Klebefläche, daher darf die Größe eines Blasenpflasters im Nachhinein nicht mehr durch Zuschnitt verändert werden. Besonders bekannt sind die Blasenpflaster von Compeed®, weitere bekannte Blasenpflaster stammen von Gehwol®, Scholl® und HansaPlast®. Außerdem hat fast jede Drogerie Blasenpflaster der Eigenmarke im Sortiment.
Dosierung
Bei normaler Beanspruchung des Fußes reicht ein für die Stelle geeignetes Blasenpflaster. Dieses kann ohne Probleme mehrere Tage auf der Blase belassen werden, es kann damit auch geduscht und gebadet werden. Selbst zum Schwimmen ist das Blasenpflaster hygienisch und sollte halten, sofern man nicht mehrere Stunden im Wasser verbringt. Nach einigen Tagen wird es entweder abgelöst oder durch ein weiteres Blasenpflaster ersetzt, wenn die Blase bis dahin noch nicht geplatzt ist. Für eine sehr große Blase können mehrere Blasenpflaster übereinander geklebt werden, damit sie vollständig bedeckt ist. Ein Pflaster für eine andere, größere Stelle des Fußes sollte allerdings nicht verwendet werden, da dieses nicht gut an ungeeigneten Stellen sitzt. Für die Verwendung in einem sehr stabilen Schuh wie einem Wanderschuh kann das Blasenpflaster zusätzlich durch Kinesiotape fixiert und nach außen hin abgedeckt werden.
Pflanzliche, natürliche und pharmazeutische Alternativen
Die beste Alternative zum Blasenpflaster besteht darin, Blasen von vornherein zu vermeiden. Sie entstehen durch Reibung über einen gewissen Zeitraum an der gleichen Stelle des Fußes, und das wiederum passiert, wenn die Schuhe nicht richtig passen. Zu kleine oder für den Fuß falsch geschnittene Schuhe verursachen Reibung und können dadurch entweder zu Blasen oder sogar zu offenen Wunden führen.
Bei manchen Schuhen lässt sich das kaum verhindern, etwa bei fest sitzenden Wanderschuhen - minimieren lässt sich die Wahrscheinlichkeit einer Blase jedoch durch dicke Socken, die auch an warmen Tagen getragen werden müssen. Bereits entstandene Blasen lassen sich aufstechen, was allerdings nicht mehr empfohlen wird. Wenn, dann muss der Patient vorher eine Nadel dafür sterilisieren, andernfalls droht Entzündungsgefahr. Dem gegenüber ist das Blasenpflaster für den Patienten sicherlich angenehmer.
Wechselwirkungen und Nebenwirkungen

Qualitätssicherung durch: Dr. med. Nonnenmacher
Letzte Aktualisierung am: 16. November 2021
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