Schwielen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 8. Juli 2015
Gesundpedia.deSymptome Schwielen

Schwielen sind eine partielle Verdickung der obersten Hautschicht. Sie entstehen bei Druck oder Reibung auf einzelne Körperstellen; meist an Füßen oder Händen. In den meisten Fällen sind sie unbedenklich, können aber zu Schmerzen führen und sich in seltenen Fällen entzünden.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Schwielen?

Schwielen sind eine dicke Schicht der Haut, die sich bildet, wenn sich die Haut schützen will gegen Druck oder Reibung. Sie bilden sich meist an Füßen und Zehen, Händen und Fingern. Ein gesunder Mensch benötigt jedoch nur eine Behandlung gegen Schwielen, wenn diese Beschwerden hervorrufen.

Bei den meisten Menschen lindern sich die Beschwerden, sobald der Druck oder die Reibung vermieden werden kann. Menschen mit Diabetes oder anderen Krankheiten, die eine schlechte Blutzirkulation in den Füßen nach sich ziehen, laufen auch höhere Gefahr dort Schwielen zu entwickeln, die weitere Probleme mit sich bringen können.

Ursachen

Druck und Reibung von sich wiederholenden Einwirkungen verursachen Schwielen und ihr weiteres Wachstum. Die Ursachen dieser Einwirkungen liegen bspw. in schlecht sitzenden Schuhen. Wenn Schuhe zu eng sind oder zu hohe Absätze haben, drücken sie auf bestimmte Bereiche der Füße. Wenn sie jedoch zu locker sitzen, hat der Fuß zu viel Bewegung und reibt am Material des Schuhs.

Auch schlecht verarbeitete Schuhe mit ungünstig verarbeiteten Nähten auf den Innenseiten, können zu Schwielen führen. Viele Menschen entwickeln Schwielen, wenn sie häufiger auf das Tragen von Socken verzichten. Auch dann hat der Fuß schlechteren Halt im Schuh und wird Reibung ausgesetzt.

Eine Fehlstellung des Fußes oder Zehen bringt oft eine Prädisposition für Schwielenbildung mit sich. Ein häufiger Grund für Schwielen an den Händen ist das wiederholte Arbeiten mit Werkzeugen, wie z.B. Sägen, Schraubendreher, Zangen, etc.

Diagnose und Verlauf

Schwielen werden von Betroffenen meist durch ihre äußere Gestalt bemerkt oder wenn sie Schmerzen auslösen. Schwielen sind erkennbar als Verdickungen in der obersten Schicht der Haut. Unter ihnen fühlt sich die Haut oft gespannt an, in manchen Fällen schmerzen sie. Auch die Textur der Haut unterscheidet sich hier von der umliegenden Haut. Sie ist trocken, meist etwas heller und neigt zu feinen Rissen. Die meisten Schwielen bilden sich auf der Unterseite des Fußes, an Hacken oder Ballen. In Form und Größe können sie stark variieren. Wenn die Schwielen sehr groß, schmerzhaft oder entzündet werden, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dies gilt insbesondere für Diabetiker, da sie ein größeres Risiko für Entzündungen haben. Der Arzt wird die Schwielen physisch untersuchen und versuchen andere Ursachen für die Schwielen auszuschließen. Eventuell wird er dabei auf bildgebende Methoden wie Röntgen zurückgreifen.

Behandlung und Therapie

Eine Behandlung von Schwielen beinhaltet in erster Linie das Vermeiden des Drucks und der Reibung, die verantwortlich sind für ihre Ausbildung. Dies wird vor allem geleistet durch das Tragen von richtig sitzenden Schuhen, Pads, die den Druck verhindern, oder andere Hausmittel. Falls die Schwielen trotz Selbsttherapie bestehen bleiben, größer oder schmerzhaft werden, können weitere medizinische Lösungen in Erwägung gezogen werden.

Während eines normalen Besuches beim Arzt kann dieser mit der Hilfe eines Skalpells ein Stück der oberen Hautschicht abtragen und so mit den weiteren Druck minimieren. Das Trimmen sollte nicht selbst durchgeführt werden, da es zu Infektionen führen kann.

Zusätzlich wird der Arzt evtl. empfehlen, spezielle Pflaster mit Salizylsäure anzuwenden, die es rezeptfrei in der Apotheke gibt. Sie verhindern die Neubildung der Haut. Nach jedem Wechsel eines Pflasters können die toten Hautzellen zusätzlich mit einem Bimsstein entfernt werden.

Falls das Risiko einer Infektion besteht, sollte eine antibiotische Tinktur verschrieben werden, die auf betroffene Stellen aufgetragen wird. Menschen, die eine Fehlstellung der Füße haben, neigen auch oft zur Ausbildung von schmerzhaften Schwielen. In diesen Fällen existieren orthopädische Lösungen wie bspw. Schuheinlagen.

In sehr seltenen und extremen Fällen wird der Arzt eine Operation empfehlen. In dieser wird die Knochenfehlstellung korrigiert, die den Druck auf die Haut und somit die Schwielen auslösen.

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Vorbeugung

Die effektivste Prävention gegen die Bildung von Schwielen ist die Wahl des richtigen Schuhwerks. Bereits beim Kauf sollte darauf geachtet werden, ob die Zehen genug Spiel haben. Werden sie gequetscht und lassen sich nicht bewegen, sind die Schuhe zu eng. Falls der Schuh irgendwo drückt, sollte vom Kauf abgesehen werden. Bei längerer Belastung in den Schuhen kann auf spezielle Pads zurückgegriffen werden, die Reibung oder Druck verringern. Menschen, die aufgrund handwerklicher Tätigkeiten Schwielen entwickeln sollten Arbeitshandschuhe tragen. Auf diese Weise wird Druck oder Reibung in den Handflächen oder auf die Finger reduziert.

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