Schizophrenie

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 11. Februar 2015
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Schizophrenie ist eine weltweit verbreitete schwere psychische Erkrankung, die statistisch gesehen einen von hundert Menschen betrifft. Man unterscheidet verschiedene Unterformen der Erkrankung. Entsprechend zeigen sich Unterschiede in der Symptomatik, im Verlauf und in den Heilungschancen der Schizophrenie.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Schizophrenie?

Mit dem Begriff Schizophrenie werden verschiedene schizophrene Störungen zusammengefasst, die ihren je eigenen Verlauf nehmen. Generell handelt es sich bei der Schizophrenie um eine psychische Erkrankung, die eine gestörte Wahrnehmung sowie Veränderungen im Denken, Handeln und Fühlen bewirkt.

Zu den Symptomen gehören beispielsweise Halluzinationen und Formen der selektiven Wahrnehmung, die in die Annahme einer „Verschwörung“ übergehen. Andere fühlen sich von Stimmen beeinflusst und zu bestimmten Handlungen getrieben. Mit der Schizophrenie sind weitere teilweise unspezifische Symptome verbunden.

Ursachen

Für die Entstehung von Schizophrenie konnte bisher keine gesicherte Erklärung gefunden werden. Es gibt jedoch Faktoren, die gehäuft mit Schizophrenie zu beobachten sind. Hierzu gehören die genetische Disposition ebenso wie Umwelteinflüsse.

Außerdem können neurologische oder biochemische Faktoren die Entstehung einer Schizophrenie beeinflussen. Ein erhöhtes Risiko an Schizophrenie zu erkranken, besteht für Personen, in deren familiärer Vorgeschichte bereits eine Schizophrenie aufgetreten ist.

Auch Substanzmissbrauch, frühe Hirnschädigungen oder Traumata sowie Zurückweisung oder Vernachlässigung durch die ersten Bezugspersonen können Ausbruch und Verlauf der Krankheit beeinflussen. Insgesamt geht man davon aus, dass mehrere Faktoren an der Entstehung einer Schizophrenie beteiligt sind.

Symptome und Verlauf

Bei der paranoiden Schizophrenie kommt es zu Wahnvorstellungen und Halluzinationen. Die hebephrene Schizophrenie ist durch Störungen der Affekte und des Denkens gekennzeichnet. Bei einer katatonen Schizophrenie zeigen sich Störungen im Bewegungsablauf.

Bei weiteren Formen der Schizophrenie ist die Kategorisierung der Symptome weniger genau. Bereits Jahre vor dem Ausbruch einer Schizophrenie zeigen sich erste Symptome. So zum Beispiel starke Ängste oder Selbstzweifel, depressive Verstimmungen, innere oder motorische Unruhe. Es können auch erste Wahnvorstellungen und Halluzinationen auftreten.

Die an einer Schizophrenie Erkrankten fühlen sich verfolgt oder beobachtet, von außen gesteuert oder haben das Gefühl, dass ihre innersten Gedanken und Empfindungen nach außen „verraten“ werden. Die Krankheit nimmt einen chronischen Verlauf mit unterschiedlich intensiven Phasen der Schizophrenie.

Behandlung und Therapie

Eine Behandlung ist in ca. 80 Prozent der Fälle von Schizophrenie möglich, rund 20 Prozent der Fälle von Schizophrenie können vollständig geheilt werden. Gelegentlich treten Spontanheilungen auf. Liegen organische Störungen vor, so bestehen relativ schlechte Heilungschancen. Die angezeigte Therapieform ist abhängig vom Auftreten der Schizophrenie.

In akuten Phasen, in denen es zu den beschriebenen Störungen kommt, erfolgt eine medikamentöse Behandlung mit Antipsychiotika (Neuroleptika). Diese müssen auch nach Abklingen der akuten Symptome weiter eingenommen werden. Bei starken Halluzinationen oder Wahnvorstellungen kann zudem eine stationäre Unterbringung erfolgen.

Grundsätzlich sollte die medikamentöse Behandlung durch weitere Maßnahmen begleitet werden. Dazu gehören therapeutische Verfahren wie Gesprächs- oder Verhaltenstherapie. Den an Schizophrenie Erkrankten muss zudem geholfen werden, den Kontakt zu ihrem sozialen Umfeld zu erhalten oder neu aufzubauen. Zusätzlich kann auch eine Arbeits- oder eine Beschäftigungstherapie einen positiven Heilungsverlauf der Schizophrenie begünstigen.

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Vorbeugung

Aufgrund der vielfältigen Faktoren, die zu einer Schizophrenie führen können, ist eine Vorbeugung gegen die Ersterkrankung nicht in ausreichendem Maße möglich. Weder die genetische Disposition noch frühkindliche Erfahrungen liegen im Einflussbereich der Betroffenen.

Vorbeugende Maßnahmen können daher allenfalls die Verschlechterung im Verlauf einer Schizophrenie betreffen. Hierzu gehört alles, was sich positiv auf den Therapieverlauf auswirkt. So ist es für an Schizophrenie Erkrankte besonders wichtig, dass sie stabile familiäre und freundschaftliche Bindungen aufbauen.

Auch ein geregelter Tagesablauf, ein ausgewogener Ernährungsplan, der Erwerb von Entspannungstechniken und therapeutische wie medikamentöse Behandlungen können einer Verschlechterung der Schizophrenie entgegenwirken.

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