Haglund– Ferse (Haglund-Syndrom)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 5. April 2016
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Eine spezielle Form des Fersensporns ist die sogenannte Haglund Ferse bzw. das Haglund-Syndrom. Diese verursacht bei den betroffenen Personen starke Schmerzen. Aber wie tritt diese Erkrankung auf und wie wird diese überhaupt behandelt?

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Haglund-Ferse?

Der Begriff Haglund – Ferse bzw. das Haglund-Syndrom wurde vom schwedischen Chirurg Patrik Haglund geprägt und beschreibt eine spezielle Form des Fersensporns. Dabei kommt es zu einem Knochenvorsprung am seitlichen Rand des Fersenbeins.

Häufig tritt die sogenannte Haglund – Ferse in Verbindung mit einer Achillessehnenentzündung auf. Dabei muss es nicht zu Schmerzen kommen, dennoch beeinträchtigt es zumindest das Lauf- und Sporttraining.

Ursachen

Gesunde Ferse und Verformung des Fersenbeins (Haglund-Ferse).

Die Ursächlichkeit der Haglund – Ferse ist noch nicht eindeutig geklärt. Die meisten Mediziner behaupten in diesem Zusammenhang, dass diese angeboren ist und nicht später noch erworben werden kann.

Andere Experten halten dem entgegen, dass die Haglund – Ferse auch durch eine hohe Laufbelastung ohne zuvor ausreichend durchgeführte Dehnübungen verursacht werden können. Auch ein schlecht sitzendes Schuhwerk kann dazu beitragen.

Wiederum andere Mediziner verbinden diese zwei Theorien miteinander. Die Haglund – Ferse ist demnach zwar angeboren, dessen Beschwerden können aber nachträglich zum Beispiel durch Schlechtsitzendes Schuhwerk hervorgerufen werden.

Diagnose und Verlauf

Die Symptome einer Haglund–Ferse äußern sich in einem Druckschmerz im Bereich der Achillessehnen. Diese treten vor allem beim Gehen oder beim Laufen auf. Äußere Kennzeichen sind meist Hautschwielen, Schwellungen und Blasen. Diese sind eine Begleiterscheinung durch schlecht sitzendes Schuhwerk.

Nach einer ausführlichen Anamnese, in der die Krankheitsgeschichte der betroffenen Person und die vorhandenen Symptome durchleuchtet werden, wird zunächst eine Röntgenaufnahme von der Ferse gemacht.

Auch eine Ultraschalluntersuchung ist keine Seltenheit. Hier können flüssigkeitsgefüllte Schleimbeutel und eine Sehnenauftreibung der Achillessehne erkannt werden.

Behandlung

Die Therapieformen bei Haglund-Ferse sind je nach Ausprägung unterschiedlich und werden auch kombiniert angewendet. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen konservativen und operativen Therapieformen. Die konservative Therapieform ist die erste Form, um die Beschwerden zu bekämpfen. Erst wenn diese keinen Erfolg verspricht, wird zu einer operativen Form gegriffen.

Konservative Therapie

Hier steht die Schmerz- und Entzündungslinderung im Vordergrund. Auch die Entlastung der Ferse spielt eine große Rolle. Hier werden vor allem Schuheinlagen und Polster eingesetzt.

Eine Form der Konservativen Therapie ist die medikamentöse Therapie. Hier werden Schmerzmittel eingesetzt, die gleichzeitig eine entzündungshemmende Wirkung haben. Gleichzeitig wird dem Patienten ein Medikament zum Magenschutz verschrieben, da dieser durch die Schmerzmittel angegriffen wird. Zudem können weitere lokale Injektionen zum Einsatz kommen, wenn das Leiden zum Beispiel sehr stark ist.

Die physikalische Therapie stellt eine weitere Behandlungsform der konservativen Therapie dar. Hier kommen physiotherapeutische Übungen zum Einsatz. So soll die Ferse entlastet und gleichzeitig die umliegende Muskulatur gestärkt werden. Hier werden Dehnungsübungen durchgeführt und sogenannte Eismassagen angewendet. Gleichzeitig wird der betroffenen Person durch die richtige Wahl des Schuhwerks geholfen und mit übergewichtigen Personen ein Abnehmkonzept entwickelt. Denn auch dies kann der Auslöser einer Haglund – Ferse sein.

Operative Therapie

Sollte die konservative Therapie nicht zum Erfolg führen, wird auf die Haglund – Ferse mit Hilfe einer operativen Therapie behandelt.

Eine Form der operativen Therapie einer Haglund – Ferse ist die sogenannte Stoßwellentherapie. Hier kommen energiereiche mechanische Wellen zum Einsatz. Diese werden über ein Wasserkissen auf den Körper der betroffenen Person übertragen.

Hierbei wirken diese Wellen auf den Knochenfortsatz der Haglund – Ferse ein und zertrümmern die dort störenden Sehnenverkalkungen. Gleichzeitig wird das Gewebe durch diese Therapieform gut durchblutet, sodass die Heilung gefördert wird. Diese Therapie wird ambulant in 1- 3 Sitzungen durchgeführt und Bedarf keiner Betäubung.

Eine weitere Form ist der klassische operative Eingriff. Sofern der Fersenknochen verformt ist wird dieser abgeschliffen und somit in eine erträglichere Form gebracht. Auch ein entzündeter Schleimbeutel kann durch diese Form der Therapie entfernt werden. Diese Therapieform gilt als der letztmögliche Schritt, um eine Heilung herbeizuführen.

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Vorbeugung

Fußfehlstellungen sollten möglichst schnell durch spezielle Einalgen ausgeglichen werden. Hierdurch reduziert sich das Risiko einer Entzündung. Bei Laufschuhen sollte darauf geachtet werden, dass Fersenpolster mit Locheinlage verwendet werden. Zudem sollten diese einen hohen Schuhrand aufweisen.

Besonders viel Wert sollte zudem auf bequemes Schuhwerk gelegt werden. Im Sommer kann zudem ohne Schuhe oder mit offenen Schuhwerk gelaufen werden.Hier ist die Ferse frei und kann sich erholen.

Bei übergewichtigen Personen lohnt sich häufig eine Gewichtabnahme, um die Beschwerden zu lindern und deutlich zu verbessern. So kann eine sinnvolle Vorbeugung gegen eine Haglund – Ferse stattfinden.

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