Zypresse

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 13. Oktober 2016
Gesundpedia.deHeilpflanzen Zypresse

Die Zypresse dient den Menschen bereits seit dem Altertum als Heilpflanze. Sie kommt besonders zur Behandlung von Atemwegserkrankungen und Darmbeschwerden zum Einsatz.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeiner Überblick

Alle Teile der auffälligen Zypresse haben einen Nutzen in der Naturmedizin. Bekannt sind vor allem Zypressen-Bäder bei einer Erkältung.

Bei der Zypresse (Cupressus) handelt es sich um eine Angehörige der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae). Fast alle Teile des Baums lassen sich zu Heilzwecken verwenden. Sogar der Duft der Zypresse wirkt sich positiv auf Erkrankungen der Atemwege aus. Durch ihr typisches Aussehen gilt sie als prägend für verschiedene Landschaften in Südfrankreich und Italien. Die Anzahl der verschiedenen Zypressenarten wird auf 16 bis 28 geschätzt, was von den einordnenden Wissenschaften abhängt. Außerdem ist es nicht so einfach, die einzelnen Arten voneinander zu unterscheiden.

Vorkommen und Anbau

Ihren Ursprung hat die Zypresse in Asien. Grundsätzlich ist sie in sämtlichen warmen Klimaregionen der nördlichen Erdhalbkugel zu finden. Die Baumart kommt in der Mittelmeerregion, im Westen von Nordamerika, Mittelamerika, Nordwestafrika, dem Nahen Osten, Vietnam und China vor. In den Mittelmeerländern begann die Anpflanzung der Zypressen bereits während des Römischen Reiches. In Mitteleuropa lässt sich die Zypresse nur an Stellen kultivieren, die besonders mild sind. Dazu gehört zum Beispiel der oberrheinische Kaiserstuhl.

Am besten gedeiht die Zypresse an trockenen und sonnigen Standorten. Sie zählt zu den Nadelbäumen und kann eine maximale Höhe von bis zu 30 Metern erreichen. Typischerweise fällt die Zypresse recht schmal aus, wodurch sie an eine Säule erinnert. Aus diesem Grund trägt sie mitunter auch die Bezeichnung Säulenzypresse. Die dunkelgrünen Nadelblätter des Baumes bestehen aus kleinen Schüppchen. Die gelben Blüten der Zypresse zeigen sich ab März. Im Spätsommer oder im frühen Herbst gehen aus ihnen Zapfen mit gelblichgrüner oder brauner Färbung hervor. Ein weiteres typisches Merkmal der Zypresse bildet ihr balsamartiger würziger Duft, der auf ihre ätherischen Öle zurückzuführen ist.

Anwendung und Wirkung

Die Zypresse verfügt über einige Inhaltsstoffe, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Dabei handelt es sich um ätherische Öle sowie deren Bestandteile wie Pinen, Camphen, Terpineol, Sempervirol, Sylvestren, Furfural und Cedrol. Darreichen lassen sich die Stoffe der Zypresse in Form von Tee, ätherischem Öl oder als Tinktur. Zur Zubereitung eines Zypressen-Tees übergießt der Anwender ein oder zwei Teelöffel mit Zypressenzweigen mit einer Tasse heißem abgekochtem Wasser. Die Ziehdauer beträgt 10 Minuten. Nach dem Abseihen kann der Tee bei Atemwegserkrankungen, Asthma bronchiale und Husten in kleinen Schlucken verabreicht werden. Ein Tee aus Zypressenblättern gilt als hilfreich zur Behandlung von Hämorrhoiden.

Sogar aus dem zerstoßenen Holz der Zypresse ist es möglich, einen Tee zuzubereiten. Dabei wird das Holz mit dem Wasser aufgekocht. Anschließend muss der Tee noch 15 Minuten ziehen. Zum Einsatz kommt er gegen Darmerkrankungen und Beschwerden der Gebärmutter. Eine weitere Zypressen-Teemischung stellt der Tee aus den unreifen Früchten des Baums dar. Die Zubereitung dieser Zapfen verläuft wie mit den Zypressenzweigen. Zur Anwendung gelangt die Teemischung gegen Erkältungen, Frauenleiden und Darmbeschwerden.

Eine Tinktur aus der Zypresse lässt sich auch selbst herstellen. Zu diesem Zweck werden wahlweise Zweige, Holz oder Früchte mit Weingeist oder Doppelkorn übergossen. Nach dem Verschließen dieser Mischung in einem Schraubdeckelglas beträgt die Ziehdauer 2 bis 6 Wochen. Nach diesem Zeitraum füllt der Anwender die Tinktur in eine dunkle Flasche. Es wird empfohlen, drei Mal am Tag 10 bis 50 Tropfen einzunehmen. Zypressen-Öl kommt auch als Bestandteil von Cremes und Salben zur Anwendung. Diese dienen zur Therapie von Krampfadern. Weitere äußerliche Darreichungsformen stellen Bäder, Waschungen oder Umschläge dar. Gegen Hämorrhoiden können auch Sitzbäder mit Zypresse hilfreich sein.

Wogegen hilft Zypresse?

Bedeutung für die Gesundheit

Aus Asien gelangte die Zypresse durch die Phönizier in die Mittelmeerregion. Therapeutische Verwendung fand die Heilpflanze bereits bei dem griechischen Arzt Hippokrates, der um 400 v. Chr. lebte. So behandelte der berühmte Mediziner Tuberkulose mit Zypresse. Zu diesem Zweck wurden die Erkrankten in einen Zypressenwald gebracht, um deren intensiven Duft einzuatmen. Weiterhin kamen das Holz und die Zweige im Alterturm zur Behandlung von Darmerkrankungen und Beschwerden der Gebärmutter zum Einsatz. Im Mittelalter entdeckten die Ärzte eine positive Wirkung der Zypresse auf Hämorrhoiden.

Aus Asien gelangte die Zypresse durch die Phönizier in die Mittelmeerregion. Therapeutische Verwendung fand die Heilpflanze bereits bei dem griechischen Arzt Hippokrates, der um 400 v. Chr. lebte. So behandelte der berühmte Mediziner Tuberkulose mit Zypresse. Zu diesem Zweck wurden die Erkrankten in einen Zypressenwald gebracht, um deren intensiven Duft einzuatmen. Weiterhin kamen das Holz und die Zweige im Alterturm zur Behandlung von Darmerkrankungen und Beschwerden der Gebärmutter zum Einsatz. Im Mittelalter entdeckten die Ärzte eine positive Wirkung der Zypresse auf Hämorrhoiden.

Eine wichtige Rolle spielt auch das ätherische Öl der Zypresse. So wirkt es fiebersenkend, desinfizierend, beruhigend, schweißtreibend und harntreibend. In der heutigen Zeit wird die Zypresse auch von der Homöopathie verwendet, um Kopf- und Gelenkschmerzen zu behandeln. Zu den wichtigsten Anwendungsgebieten der Zypresse zählen grippale Infekte, Bronchitis, Asthma bronchiale, Fieber, Durchfall, Darmentzündungen, Gicht, Rheuma, Krampfadern, schlecht heilende Wunden, Afterjucken, Menstruationsprobleme und Beschwerden in den Wechseljahren. Nicht verabreicht werden darf das ätherische Öl der Zypresse bei Kindern, in der Schwangerschaft, der Stillzeit sowie bei Bluthochdruck, Epilepsie und Brustkrebs.



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