Zitrusfrüchte

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 19. September 2016
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Zitrusfrüchte sind Früchte aus den tropischen und subtropischen Regionen der Erde aus der Familie der Rautengewächse. Dazu gehören beispielsweise Zitronen, Orangen oder Limetten.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über Zitrusfrüchte wissen

Die Bezeichnung "Zitrusfrüchte" fasst als Gattungsbegriff einige essbare Arten zusammen, die aus der Familie der Rautengewächse stammen. Diese sind in den tropischen und subtropischen, feucht-warmen Gebieten der Erde beheimatet.

Zitruspflanzen bilden essbare Früchte aus, die als Sonderform der Beere gelten. Sie weisen nahezu alle einen hohen Säuregehalt auf, sind in der Regel aber auch reich an Vitamin C. Zitruspflanzen sind immergrün, manche entwickeln auch essbare Blüten - darunter die Orange. Die Frucht besteht aus dem Fruchtfleisch, das in mehrere Kammern unterteilt ist, die wiederum durch dünne Membranen voneinander getrennt sind. Auf diese Weise entstehen die charakteristischen Fruchtstücke, die sich etwa bei Orangen oder Mandarinen leicht herauslösen lassen.

Weiterhin haben Zitrusfrüchte eine dicke, ledrige Schale, die dem Schutz vor Fressfeinden dient und wertvolle ätherische Öle enthält. Zwischen Schale und Fruchtfleisch befindet sich eine Schicht weißliches Gewebe, die Bitterstoffe enthält und ebenfalls dem Schutz vor Fressfeinden in freier Wildbahn dient. Bis auf diese können Fruchtfleisch und Schale von Zitrusfrüchten verwendet werden.

Bedeutung für die Gesundheit

Die meisten Zitrusfrüchte sind reich an Vitamin C. Das betrifft insbesondere Orangen und Zitronen. Dies ist auch bei Pomelos, Grapefruits und Pampelmusen der Fall. Viele andere Vitamine, darunter Vitamin A, D und E sowie Vitamine der B-Gruppe, sind in den meisten Zitrusfrüchten ebenfalls in verschiedener Konzentration enthalten.

Bei manchen Zitrusfrüchten besteht bei gleichzeitiger Einnahme mit verschiedenen Medikamenten aber auch das Risiko von unerwünschten Wechselwirkungen, etwa bei Grapefruits. Herzmedikamente und blutdrucksenkende Mittel, aber auch Potenzmittel oder die Medikamente einer Chemotherapie erfordern eine Absprache mit dem Arzt, bevor Zitrusfrüchte gegessen werden.

Verantwortlich ist der Bitterstoff Naringin, der auch beim gesunden Menschen in übermäßiger Konzentration die gesunde Funktion der Leber hemmen kann. Wird die Schale der Frucht verzehrt, kommen die ätherischen Öle ins Spiel, die eine antioxidative Wirkung haben können.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

In den meisten Zitrusfrüchten sind verschwindend geringe Mengen an Fett, einige Kohlenhydrate durch den Fruchtzucker sowie sehr wenig Protein enthalten. Zum Großteil bestehen Zitrusfrüchte aus Wasser, sind dafür aber sehr vitaminreich. Große Relevanz besitzen sie für die Zufuhr von Vitamin C, nahezu jede Zitrusfrucht kann in kleiner Menge den Tagesbedarf eines Erwachsenen decken.

Da die Zitrusfrucht an der Sonne gereift ist, ist auch ihr Vitamin D-Gehalt in der Regel hoch. Mineralstoffe liefern einige Zitrusfrüchte zwar auch, allerdings nicht in der Menge des Tagesbedarfs. Wird nicht nur das Fruchtfleisch, sondern auch die Zeste der Zitrusfrüchte gegessen, nimmt der Körper auch mehr Bitterstoffe und ätherische Öle auf.

Unverträglichkeiten

Allergien gegen Zitrusfrüchte können auftreten und erstrecken sich dann meistens auf viele, wenn nicht auf alle Zitrusfrüchte gleichermaßen. Sie äußern sich durch die bekannten Allergie-Symptome und können zu Ausschlägen, Ödemen und Atemproblemen führen.

Neben der Zitrusfrüchte-Allergie kann eine Unverträglichkeit bestimmter Früchte auch dann bestehen, wenn bestimmte Medikamente eingenommen werden. Herzmedikamente, blutdrucksenkende Mittel, Medikamente zur Krebsbehandlung, Asthma-Inhalatoren und Potenzmittel können zu einer Unverträglichkeit von Grapefruit und ihren nahen Verwandten führen. Die Unverträglichkeit erstreckt sich somit auch auf Pomelos und Pampelmusen.



Einkaufs- und Küchentipps

Zitrusfrüchte sind meist Importware aus südlichen Ländern, sodass sie hierzulande kaum frisch gekauft werden. Sie werden dafür meist halbreif geerntet und reifen nach der Ernte während des Transports noch nach. Eine essbare Zitrusfrucht erkennt man an einer prallen Farbe und intakter, fester Schale ohne Dellen und deutlich tastbare Druckstellen.

Kleine Kratzer schaden der Qualität der Zitrusfrucht noch nicht, tiefe Einschnitte machen sie jedoch weniger haltbar. Die frisch gekaufte Zitrusfrucht sollte auf jeden Fall eine Woche, wenn nicht sogar zwei bei Zimmertemperatur halten. Wenn die Schale beginnt, nicht mehr glatt und glänzend zu wirken, sollte die Zitrusfrucht verarbeitet werden.

Zubereitungstipps

Zitrusfrüchte werden besonders gern pur als Snack gegessen, da so alle Vitamine im Körper ankommen. Genauso gut lassen sie sich frisch pressen und als Saft trinken.

Saure Zitrusfrüchte wie die Zitrone werden dagegen als Zutat für Tee, Limonade oder Wasser mit einem Schuss Zitrussaft verwendet. Beim Kochen und Backen kommen Zitrusfrüchte in Form von Saft, Fruchtfilets oder geriebener Zeste ebenfalls zum Einsatz.

Sie geben Süßspeisen, aber auch Hauptgerichten und Frühstück eine fruchtige Note und mit der Zeste kann das Gericht ansprechend mit essbarer Deko verschönert werden. Kleinere Zitrusfrüchte lassen sich zur Deko gut in Scheiben oder Stücken kandieren.

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