Zahnschmerzen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 19. Juli 2016
Gesundpedia.deSymptome Zahnschmerzen

Als Zahnschmerzen werden alle deutlich spürbaren Schmerzempfindungen ausgehend von den Zähnen bezeichnet. Für Zahnschmerzen sind in der Regel Erkrankungen der Zähne, des Zahnhalteapparats, den Kiefern (Ober- Unterkiefer) und sogar bisweilen des gesamten Mundbereiches verantwortlich. Bei starken Zahnschmerzen kann ein Zahnarztbesuch für eine schnelle Linderung der Beschwerden sorgen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Zahnschmerzen?

Zahnschmerzen werden durch Reizungen des Zahnnervengewebes ausgelöst. In vielen Fällen sind infektiöse Zahnerkrankungen (Karies) der Grund für die Zahnschmerzen. Die Kariesbakterien zersetzen die Nahrung in der Mundhöhle zu Säuren, die wiederum den Zahnschmelz angreifen und die typischen Löcher in den Zähnen hervorrufen.

Schreitet die Zahnerkrankung unbehandelt weiter voran und befällt Zahnbein und Zahnnerv kann es zu starken Schmerzen am betroffenen Zahn kommen. Häufig reagieren Menschen mit empfindlichen Zähnen (freiliegende Zahnhälse) besonders stark auf kalte, heiße oder süße Reize.

Häufig lassen sich Zahnschmerzen mit relativ simplen Behandlungen heilen, können in Ausnahmefällen jedoch auch größere Operationen erfordern. An den Zahnschmerzen selbst kann ein Mensch nicht sterben.

Ursachen

Allerdings führen die Ursachen der Zahnschmerzen zu Komplikationen. So können etwa Vereiterungen der Zahnwurzel die Zahnschmerzen auslösen. Hierbei ist eine Schwächung des Immunsystems zu befürchten, in deren Folge ein starkes Fieber auftreten kann.

Ebenso stellen die für die Zahnschmerzen ursächlichen Erkrankungen ein Hindernis für die Nahrungsaufnahme dar. Allerdings ist hier zwischen einem kleinen Loch zu unterscheiden, dass die Zahnschmerzen auslöst und einer tatsächlichen Erkrankung wie etwa eingewachsenen Weisheitszähnen oder maroden Wurzeln.

Ebenso können Viren oder Keime in die offenen Stellen eines Zahnes oder einer Wunde eindringen und neben den Zahnschmerzen auch gefährliche Infektionen auslösen. Häufig ist somit eine schlechte Mundhygiene als hauptsächlicher Grund für die Zahnschmerzen auszumachen.

Jedoch kann auch eine genetische Vorbelastung oder der Verzehr zuckerhaltiger Nahrungsmittel daran beteiligt sein. In wenigen Fällen sind die Zahnschmerzen auch durch psychische Bedingungen eingebildet und weisen somit keine körperlichen Ursachen auf. In jedem Falle sollte ein Zahnarzt abklären, worauf die Zahnschmerzen tatsächlich beruhen.

Diagnose und Verlauf

Zahnschmerzen, die länger anhalten oder sehr stark ausfallen, bedürfen in jedem Fall der Abklärung durch einen Zahnarzt. Dabei wird zunächst ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten geführt, in dem dieser genaue Auskunft über die Beschwerden gibt. Auch die Krankengeschichte des Betroffenen sollte Beachtung finden - Zahnfüllungen, Implantate oder ähnliche Besonderheiten können für die Diagnose ausschlaggebend sein. Anschließend wird der Mund des Patienten in Augenschein genommen. Mithilfe von kleinen Spiegeln, Sonden und anderen zahnärztlichen Instrumenten erkennt der Mediziner schnell, ob eine offensichtliche Schädigung eines oder mehrere Zähne vorliegt.

Eine Karieserkrankung, eine beschädigte Füllung oder auch eine Infektion lässt sich so meist in wenigen Minuten diagnostizieren. Kann der Zahnarzt auch nach einer genauen Untersuchung nicht feststellen, woher die Zahnschmerzen kommen, wird er eine Röntgenuntersuchung des Kiefers bzw. der betroffenen Kieferregion anordnen. Auf diesem Wege kann er Abszesse, Schäden der Zahnwurzel oder Zysten erkennen. Auch eine Karies zwischen den einzelnen Zähnen, die mit bloßem Auge nicht zu sehen ist, wird so sichtbar gemacht. Kommt es im Mund zu einer Sekretbildung, entnimmt der Zahnarzt davon eine Probe und lässt diese im Labor untersuchen, um eventuell vorhandene Erreger zu identifizieren.

Bleiben Zahnschmerzen unbehandelt, werden sie in den meisten Fällen weiter fortschreiten und sich verstärken. Karieserkrankungen und Schädigungen der Zahnwurzel führen ohne geeignete Therapie dazu, dass der Zahn nicht mehr gerettet werden kann und schließlich entfernt werden muss. Abszesse und Infektionen können in fortgeschrittenem Stadium Eiter und Wundflüssigkeiten absondern. Die darin enthaltenen Erreger können den gesamten Organismus beeinträchtigen und schlimmstenfalls schwere gesundheitliche Probleme nach sich ziehen.

Behandlung und Therapie

Die Behandlung der Zahnschmerzen ist sehr erheblich von der Erkrankung abhängig. So wird eine kleine Beschädigung der Zähne lediglich aufgebohrt und mit einer speziellen Füllung versiegelt. Binnen Minuten lässt sich dieser Auslöser der Zahnschmerzen bekämpfen.

Gerade schwer oder unheilbar erkrankte Zähne können jedoch auch gezogen werden. Diese Vorgehensweise wird zwar als unangenehm bis schmerzhaft empfunden, erlöst den Patienten allerdings meist auch relativ schnell von den Zahnschmerzen.

Handelt es sich dagegen um kompliziertere Diagnosen wie etwa vereiterten Zähnen oder einer Beschädigung des Kiefers, so können die Zahnschmerzen meist nur in längeren und nicht selten strapaziösen Behandlungen behoben werden.

In seltenen Fällen erfordert das auch eine Operation, die mitunter nur mit einer Vollnarkose für den Patienten möglich ist. Doch nicht immer müssen die Zahnschmerzen derart schwere Eingriffe hervorrufen. Auch eine medikamentöse Behandlung ist je nach Erkrankung denkbar. Ob und in welcher Form die Zahnschmerzen behandelt werden, ist jedoch einem Arzt zu überlassen.



Vorbeugung

Vorbeugende Maßnahmen gegen die Zahnschmerzen liegen hauptsächlich in einer gesunden Mundhygiene. So kann dreimaliges Zähneputzen täglich die Krankheitserreger beseitigen und somit die Ursachen für die Zahnschmerzen schon vor deren Eintritt entfernen.

Jedoch gehört auch eine fachgerechte Stellung der Zähne dazu. Eine Zahnspange oder Mundschiene richtet die Zähne in eine gesunde Form. Das Verwachsen, welches ein häufiger Grund der Zahnschmerzen ist, wird damit vermieden.

Zudem ist jedoch auch ein regelmäßiger Gang zum Zahnarzt empfehlenswert. Kinder sollten alle sechs, Erwachsene alle zwölf Monate bei dem Spezialisten vorbeischauen und eventuelle Zahnschmerzen ansprechen. Nur eine sorgsame Pflege des Mundbereiches ist somit ein wirksamer Schutz vor Zahnschmerzen.

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