Zahnschäden

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 9. November 2015
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Zahnschäden können sich an Zahn und Zahnhalteapparat bemerkbar machen. Die richtige Mundhygiene trägt zur Vermeidung von Zahnschäden bei. Der regelmäßige Zahnarztbesuch kann Veränderungen bereits in frühen Stadien feststellen, wodurch sich die Prognose verbessert.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Zahnschäden?

Zahnschäden nehmen unterschiedliche Ausprägungen an. Während es sich früher häufig um Karies handelte, ist die Zahnfäule in den letzten Jahren aufgrund einer gründlichen Prophylaxe zurückgegangen. Die heutigen Lebensumstände resultieren stattdessen immer häufiger in anderen Erscheinungen wie zum Beispiel einer Zahnerosion. Diese macht sich durch den Abbau von Zahnschmelz bemerkbar.

Darüber hinaus werden auch Beschwerden nach dem Einwirken externer Gewalt als Zahnschäden zusammengefasst. So können Patienten durch einen Unfall verschiedene Veränderungen bemerken. Zu diesen gehören lockere oder abgebrochene Zähne sowie der Verlust eines Zahns. Hier wird zwischen Beschädigungen im Bereich von Zahnmark, Zahnsubstanz und Zahnhalteapparat differenziert. Zahnschäden können nicht nur bei eigenen Zähnen auftreten, sondern auch bei einem Zahnersatz.

Ursachen

Die Ursachen für einen Zahnschaden sind vielfältig. Bei Karies spielt zunächst vor allem die Mundhygiene eine bedeutende Rolle. Wird diese vernachlässigt, kann der Zahn vermehrt angegriffen werden. Darüber hinaus trägt eine zuckerhaltige Ernährung zur Zahnfäule bei. Eine Zahnerosion entsteht dann, wenn der Zahn über einen längeren Zeitraum hinweg mit Säure konfrontiert wird. Auf diese Weise baut sich der Zahnschmelz ab, woraus weitere Beschwerden resultieren können.

Eine Zahnerosion wird vor allem durch die Ernährung begünstigt. Ein regelmäßiges Erbrechen greift den Zahnschmelz aufgrund des sauren pH-Werts der Magensäure ebenfalls an und sollte damit vermieden werden. Abgebrochene oder lockere Zähne entstehen häufig aus einer äußeren Gewalteinwirkung. Diese kommt in verschiedenen Situationen, wie einem Unfall oder Sturz zustande. Darüber hinaus kann ein Schlag im Bereich des Gesichts zu der unangenehmen Erscheinung führen. Enthält die Nahrung feste Fremdkörper, verursacht der Biss unter Umständen einen Zahnschaden. Auch das richtige Zähneputzen will gelernt sein- eine harte Zahnbürste sowie das starke Aufdrücken der Bürste gefährden die Gesundheit des Zahns.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome von Zahnschäden:

Die Symptome eines Zahnschadens hängen von der zugrunde liegenden Ursache ab. Bei Karies zum Beispiel machen sich beim Öffnen des Mundes weiße oder braune Veränderungen des betroffenen Zahns bemerkbar. Sobald der Karies weiter vordringt, können Schmerzen entstehen. Die betroffene Region reagiert zudem häufig empfindlich, sobald sie auf warme oder kalte Temperaturen sowie zuckerhaltige Lebensmittel trifft. Sobald die Erkrankung das Zahnmark erreicht hat, kann sich hier eine Entzündung entwickeln.

Eine Zahnerosion äußert sich in der Regel nicht durch Schmerzen. Generell gelten die Anzeichen als subtil, sodass die Diagnose oft erst in einem späteren Stadium gestellt wird. Die Oberfläche der Backenzähne verliert ihre natürliche Form. Der Zahn kann stellenweise matt und stumpf sein oder seidig glänzen. Abgebrochene Zähne lassen sich normalerweise bereits äußerlich erkennen. Darüber hinaus klagen Betroffene häufig über Schmerzen, sobald die Oberfläche nicht mehr durch ausreichend Zahnschmelz geschützt wird. Nach der richtigen Diagnose der Ursache, lässt sich der Zahnschaden in der Regel gut behandeln, sodass keine dauerhaften Beschwerden zurückbleiben.

Diagnose

Wenn sich der Zahnschaden nicht durch Schmerzen äußert, wird die Ursache häufig erst zu einem späteren Zeitpunkt erkannt. Vor allem eine Zahnerosion verbleibt zunächst unbemerkt. Ein Zahnarzt kann die Veränderungen jedoch bereits zu einem früheren Zeitpunkt während der Untersuchung erkennen. Dasselbe gilt für Karies und Zahnschäden aufgrund einer Gewalteinwirkung: beiden lassen sich durch eine gründliche Zahnkontrolle diagnostizieren. Weitere Tests sind normalerweise nicht notwendig.

Behandlung und Therapie

Die Therapie wird in Abhängigkeit zu vorliegenden Ursache eingeleitet und lässt sich damit nicht verallgemeinern. Der Grad des Karies´ bestimmt die Behandlung. Entdeckt der Zahnarzt die Zahnfäule in einem sehr frühen Stadium, kann bereits das Auftragen bestimmter Gele im Rahmen einer Remineralisierung helfen. Die Voraussetzung für eine solche Therapie ist jedoch, dass ausschließlich der Zahnschmelz vom Karies betroffen ist. Bei einem weiteren Fortschreiten müssen andere Maßnahmen zum Einsatz kommen.

Hat der Karies die Zahnpulpa erreicht, leiden die Patienten oft nicht nur unter Schmerzen, sondern auch unter einer Entzündung. In einem solchen Fall muss die Wurzel durch eine Unterfüllung ebenfalls bei der Therapie beachtet werden. Die kariöse Zahnsubstanz wird entfernt und durch eine Zahnfüllung ersetzt. Dabei existieren verschiedenen Formen und Arten von Füllungen und Kronen. Welche letztendlich zum Einsatz kommt, wird in dem Gespräch mit dem Patienten entschieden.

Bei einer Zahnerosion sollte die betroffene Person eine Ernährungsumstellung in Erwägung ziehen. Führt eine solche Veränderung nicht zum erhoffen Erfolg, können verschiedene Ansätze wie eine Vollkrone in Betracht gezogen werden. Zahnschäden aufgrund einer Gewalteinwirkung sollten immer früh in Behandlung gegeben werden. Auf diese Weise lässt sich eine bessere Prognose erzielen. Lockere Zähne können zum Beispiel durch eine Schiene therapiert werden.

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Vorbeugung

Zahnschäden können begrenzt vorgebeugt werden. Dabei spielt vor allem das Putzen der Zähne eine wichtige Rolle. Neben der Verwendung von Zahnseide kann auch eine medizinische Mundspülung weiterhelfen. Der regelmäßige Termin beim Zahnarzt hilft dabei, Veränderungen frühzeitig festzustellen.

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