Zahnausfall

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 10. Mai 2017
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Der Zustand der eigenen Zähne zeichnet sich für das Wohlbefinden einer Person verantwortlich. Aus diesem Grund wird ein Zahnausfall vor allem aus medizinischer Sicht als äußerst gefährlich angesehen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Zahnausfall?

Neben schönen Zähnen werden vor allem gesunde Zähne als ein wesentlicher Garant für den eigenen Erfolg angesehen. Sofern es zu einem Verlust von Zähnen kommt, spricht man in der modernen Medizin von einem Zahnausfall.

Damit eine zielgerichtete Behandlung erfolgen kann, muss ein krankheitsbedingter Zahnausfall grundsätzlich von einem kindlichen Zahnausfall abgegrenzt werden. So stellt ein kindlicher Zahnausfall den ungefährlichen Wechsel auf ein dauerhaftes Gebiss dar. Ein krankheitsbedingter Zahnausfall kann unterschiedliche Ursachen haben.

Ursachen

In der Regel basiert ein Zahnausfall auf einem Verlust an Knochenmasse im Bereich des Kiefers. Die Knochenmasse im Bereich des Kiefers zeichnet sich jedoch maßgeblich für den Halt der Zähne verantwortlich. Nur in den seltensten Fällen wird ein Zahnausfall durch eine Vergiftung verursacht. Zur Vermeidung von schwerwiegenden Folgen sollte jedoch auf einen sorgfältigen Umgang mit chemischen Substanzen geachtet werden.

In den meisten Fällen tritt ein Zahnausfall als das Resultat einer Stoffwechselerkrankung in Erscheinung. Als eine typische Stoffwechselerkrankung wird der Diabetes angesehen. Aus diesem Grund sollte stets auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung geachtet werden. Das Vitamin C wird als einer der wichtigsten Bestandteile der täglichen Ernährung angesehen.

Ein Zahnausfall kann auch auf einer mangelhaften Mundhygiene basieren. Eine mangelhafte Mundhygiene führt in den meisten Fällen zu einer mitunter schwerwiegenden Parodontose. In Abhängigkeit zur Ursache kann es bei einem Zahnausfall zu einem gefährlichen Krankheitsverlauf kommen.

Krankheiten

Wann zum Arzt?

Beim Zahnausfall sollte immer umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Es handelt sich dabei um ein medizinisch sehr schwerwiegendes Symptom, welches auf jeden Fall von einem Arzt behandelt werden muss. Eine Behandlung mit eigenen Mitteln zu Hause ist nicht möglich. Bei Kindern sieht es etwas anders aus, da der Zahnausfall der Milchzähne ein gewöhnliches Phänomen darstellt und nicht zu weiteren Komplikationen führt. Allerdings sollte auch hier zur Kontrolle ein Zahnarzt aufgesucht werden, um Probleme und Folgeschäden zu vermeiden.

Zahnausfall führt in der Regel auch zu starken Zahnschmerzen und oft zu Entzündungen. So können sich auch die Zahnwurzeln der anderen Zähne entzünden, was ebenso zu sehr starken Schmerzen führt. Eine Behandlung mit Schmerzmitteln ist auf Dauer nicht zu empfehlen, da diese den Magen stark angreifen. Daher sollte bei Zahnausfall immer sofort ein Zahnarzt aufgesucht werden. Falls der Zahnausfall direkt nach einem Unfall geschehen ist, sollte auch ein Krankenhaus aufgesucht werden. Hier ist möglicherweise ein operativer Eingriff notwendig, um Folgeschäden zu vermeiden.

Diagnose und Verlauf

Gemäß den Aussagen von erfahrenen Zahnärzten basiert ein Zahnausfall in den meisten Fällen auf einer mangelhaften Reinigung des Mundraums. Resultierend aus einer vernachlässigten Zahnpflege können diverse Krankheitserreger in das Zahnfleisch eindringen. Die einzelnen Krankheitserreger zeichnen sich maßgeblich für eine Schädigung des umliegenden Gewebes verantwortlich.

Eine klinische Symptomatik tritt in der Regel erst nach mehreren Wochen in Erscheinung. In den meisten Fällen leiden die betroffenen Personen unter starken Blutungen im Anschluss an die Reinigung der Zähne. Darüber hinaus bilden sich Zahnfleischtaschen.

Damit eine eindeutige Diagnose erstellt werden kann, muss die Anfertigung einer Röntgenaufnahme in Erwägung gezogen werden. Sofern eine Entzündung im Bereich des Zahnfleischs nicht behandelt wird, kann es zu einem massiven Zahnausfall kommen.

Komplikationen

In der Regel kommt es beim Zahnausfall zu starken Schmerzen und hohen ästhetischen Problemen. Aufgrund der fehlenden Zähne sinkt das Selbstwertgefühl beim Patienten sehr stark. Davon sind vor allem Kinder oder junge Erwachsene betroffen. Bei Menschen im höheren Alter kann der Zahnausfall mit dem Alter verbunden sein. Durch die negative ästhetische Wirkung kann es zu Depressionen und einer verminderten Lebensqualität kommen. Der Zahnausfall schränkt den Patienten oft bei der Nahrungszufuhr stark ein. Es ist nicht mehr möglich, Nahrung ohne Weiteres zu sich zu nehmen, auch das Trinken ist in vielen Fällen erschwert. Daraus kann sich bei einigen Menschen Untergewicht entwickeln. Falls der Zahnausfall nicht durch einen Arzt behandelt wird, kann es dabei zu offenen Wunden kommen. Diese sind anfällig für Infekte und Entzündungen und sollten besonders geschützt werden. Auch das Zahnfleisch kann in diesem Fall unter dem Zahnausfall leiden, sodass es zu Blutungen und Schmerzen kommt. Lücken im Mundraum können durch Implantate geschlossen werden. Hier kommt es in der Regel zu keinen weiteren Beschwerden oder Komplikationen. Auch sind die Implantate recht unauffällig, sodass die Optik der Zähne wiederhergestellt werden kann.

Behandlung und Therapie

Ein Zahnausfall wird grundsätzlich als eine ernst zu nehmende Krankheit angesehen. Aus diesem Grund ist eine schnelle Behandlung unumgänglich. Im Rahmen der Therapie wird unter anderem die vorhandene Parodontose behandelt. Sofern es sich um einen besonders schweren Grad der Parodontose handelt, muss das umliegende Zahnfleisch vorsichtig entfernt werden. Nur so kann eine zuverlässige Reinigung der Zahnfleischtaschen erfolgen.

Das zu behandelnde Areal wird oftmals lokal betäubt. Ein chirurgischer Eingriff muss immer dann in Erwägung gezogen werden, wenn die bisher gewählten Behandlungsmethoden zu keinem akzeptablen Ergebnis geführt haben. So müssen beispielsweise besonders tiefe Zahnfleischtaschen operativ behandelt werden. Im Rahmen einer Operation wird ein spezieller Schnitt gemacht, welcher sowohl das Zahnfleisch als auch die Zähne entlasten soll. Auf Wunsch kann die Behandlung auch mit einem Laser durchgeführt werden.

Ein Verlust an Knochenmasse kann ebenfalls im Rahmen eines chirurgischen Eingriffs behandelt werden. Zur Wiederherstellung des Halteapparats wird eine spezielle Zementmasse verwendet. Im Anschluss an einen chirurgischen Eingriff kommen entsprechende Antibiotika zum Einsatz. In Kombination mit desinfizierenden Mundspülungen können die restlichen Bakterien im Mundraum zuverlässig abgetötet werden. Ein Zahnausfall kann jedoch nur dann verhindert werden, wenn die Betroffenen im Rahmen der Therapie aktiv mitarbeiten.



Vorbeugung

Resultierend aus einem medizinischen Fortschritt kann ein Zahnausfall mittlerweile zuverlässig behandelt werden. Da jedoch jede Behandlung mit Risiken und Nebenwirkungen verbunden ist, wird besonders viel Wert auf eine ausreichende Vorbeugung gelegt. Im Rahmen der Vorbeugung sollte der Mundraum regelmäßig gereinigt werden.

Die richtige Reinigung des Mundraums kann beim Zahnarzt des Vertrauens erlernt werden. Die einzelnen Vorträge thematisieren unter anderem auch die richtige Anwendung von Zahnseide. Darüber hinaus wird auch die Wirkungsweise von desinfizierenden Mundspülungen erörtert. Da es trotz einer ausreichenden Reinigung des Mundraums zu Schäden im Bereich der Zähne kommen kann, sollte eine regelmäßige Kontrolluntersuchung durchgeführt werden. Im Rahmen einer Kontrolluntersuchung kann neben den Zähnen auch das Zahnfleisch untersucht werden.

Sofern Zahnstein vorhanden ist, kann dieser direkt im Anschluss an eine Kontrolluntersuchung entfernt werden. Die Entfernung von Zahnstein wird auch als professionelle Zahnreinigung bezeichnet. Zur Vermeidung von Zahnausfall sollte auch auf eine gesunde Ernährung geachtet werden. So führt vor allem Zucker zu einem Zahnausfall.

Bücher über Zahnausfall

Quellen

  • Gängler P. et al.: Konservierende Zahnheilkunde und Parodontologie. Thieme Verlag. 3. Auflage 2010
  • Reitemeier B.: Einführung in die Zahnmedizin. Thieme Verlag. 1. Auflage 2006
  • Gängler, P., et al.: Konservierende Zahnheilkunde und Parodontologie. Thieme, Stuttgart 2010
  • Weber, T.: Memorix Zahnmedizin. Thieme, Stuttgart 2009
  • Hellwege, K.D.: Die Praxis der zahnmedizinischen Prophylaxe, Georg Thieme Verlag, 6. Auflage, 2003
  • Kramer E. Prophylaxefibel, Grundlagen der Zahngesundheit; Deutscher Zahnärzte Verlag (2009)

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