Zähne

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 6. November 2015
Gesundpedia.deAnatomie Zähne

Als Zähne werden Hartgebilde bezeichnet, die in der Mundhöhle vorkommen. Sie sind wichtig für die Nahrungsaufnahme.

Inhaltsverzeichnis

Definition

Die Zähne stellen einen bedeutenden Bestandteil des menschlichen Kauapparates dar. Größtenteils werden sie aus Hartsubstanzen wie Dentin und Schmelz zusammengesetzt. Deren Aufbau besteht aus Hydroxylapatit und Kollagen.

Für den Menschen sind die Zähne nicht nur zum Aufnehmen und Zerkleinern der Nahrung wichtig. So erfüllen sie auch ästhetische Zwecke und dienen zur Bildung von bestimmten Lauten wie zum Beispiel dem S-Laut.

Es wird zwischen Milchzähnen und bleibenden Zähnen unterschieden. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist ihre Stellung innerhalb des Gebisses. Dabei werden sie in Schneidezähne (Dentes incisivi), Eckzähne (Dentes canini), vordere Backenzähne (Dentes praemolares) und hintere Backenzähne (Dentes molares) eingeteilt. Ebenfalls zu den hinteren Backenzähnen gehören die Weisheitszähne.

Anatomie

Das bleibende Gebiss eines Menschen ist normalerweise mit 32 Zähnen ausgestattet. Dagegen verfügt das Milchgebiss, das in der Kindheit entsteht, lediglich über 20 Zähne. Zusammengesetzt wird ein Zahn aus der Zahnkrone (Corona dentis), der Zahnwurzel (Radix dentis) sowie dem Zahnhals (Cervix dentis).

Bei der Krone handelt es sich um den Abschnitt, der äußerlich sichtbar ist. Am Zahnhals wird der Zahn dann vom Zahnfleisch umhüllt. Innerhalb des Kiefers befindet sich die darin verankerte Zahnwurzel, die von Wurzelhaut und Zahnzement (Cementum) umschlossen wird. Ab Zahnfleischhöhe umgibt der Zahnhalteapparat die einzelnen Zähne.

Als äußerste Zahnschicht wird der Zahnschmelz (Enamelum) bezeichnet. Er stellt die härteste Substanz des menschlichen Körpers dar. Wichtigster Bestandteil des Zahnschmelzes ist ein Kalziumsalz. Die Schicht, die sich unterhalb des Zahnschmelzes befindet, trägt die Bezeichnung Dentin (Zahnbein).

Das Zahnbein setzt sich ebenfalls hauptsächlich aus Kalzium zusammen. Das Dentin wird von verschiedenen Zellfortsätzen und kleinen Nervenfasern durchzogen. Sie dienen dazu, Reize wie Wärme oder Kälte wahrzunehmen. Gleiches gilt für mechanische Reize wie zum Beispiel einen Zahnbohrer. Dabei werden die eingehenden Signale von den Nervenfasern an die Pulpa (Zahnmark) weitergeleitet.

Die Zahnpulpa besteht größtenteils aus Bindegewebe, Nervenfasern und Blutgefäßen. Vom Zahnmark erhält der Zahn wichtige Nährstoffe. Außerdem dient es zum Weitergeben von Schmerzreizen in Richtung zentrales Nervensystem (ZNS).

Mit einem Lymphabflusssystem ist der Zahn nicht ausgestattet. Aus diesem Grund ist es auch nicht möglich, dass eine Entzündung des Zahnnervs (Pulpitis) wieder abheilt. Das Bindegewebe des Zahnhalteapparates trägt die Bezeichnung Wurzelhaut (Periodontium). Von den Sharpey-Fasern, an denen sich der Zahn lose befestigt befindet, wird der Peridontalspalt, der zwischen der Alveole (Zahnfach) und dem Zahnzement liegt, überbrückt.

Funktion

Die wichtigste Funktion der Zähne besteht im Aufnehmen und Zerkleinern von Nahrung. Auf der Frontseite des Kiefers sind die vier Schneidezähne zu finden. Sie verfügen über scharfe Kanten, mit denen sie bestimmte Nahrungsteile abbeißen. Auf der angrenzenden rechten und linken Seite sind die Eckzähne angebracht. Diese fixieren das abgebissene Nahrungsteil im Mund.

Erreicht die Nahrung den Gaumen, wird sie von den kleinen Backenzähnen zerkleinert. Hinter den vorderen Backenzähnen befinden sich die größeren hinteren Backenzähne, die sich an diesem Vorgang beteiligen. Auf diese Weise kommt es zur Entstehung des Nahrungsbreis, der problemlos heruntergeschluckt werden kann. Keine spezielle Funktion üben dagegen die sogenannten Weisheitszähne aus.

Eine weitere wichtige Aufgabe der Zähne ist das Bilden von Sprachlauten. Auf diese Weise dienen sie auch der Kommunikation. Ebenso von Bedeutung sind die Zähne für die Ästhetik des Menschen. So werden von ihnen Tätigkeiten wie Lachen oder Singen gefördert.

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Erkrankungen der Zähne

Obwohl die Zähne des Menschen als sehr widerstandsfähig gelten, sind sie dennoch überaus anfällig für Erkrankungen, durch die im schlimmsten Fall Zahnverlust eintreten kann. Dabei handelt es sich in erster Linie um Karies (Zahnfäule) und Parodontitis.

Karies entsteht durch schädliche Bakterien im Mundraum, die über säurehaltige Nahrungsbestandteile verbreitet werden. Kommt es zum Befall eines Zahnes mit Karies, kann sich diese immer weiter ausbreiten und tiefer in den Zahn vordringen. Werden schließlich auch die empfindlichen Bestandteile des Zahns in Mitleidenschaft gezogen, macht sich dies durch Zahnschmerzen bemerkbar.

In solchen Fällen ist eine zahnärztliche Behandlung erforderlich, bei der die kariösen Zahnbestandteile aufgebohrt und durch eine Füllung ersetzt werden. Mitunter können auch eine Wurzelbehandlung oder sogar das Ziehen des Zahns erforderlich sein.

Von einer Parodontitis ist die Rede, wenn eine Entzündung des Zahnhalteapparates auftritt. Im weiteren Verlauf bildet sich das Zahnfleisch immer weiter zurück. Durch den Zahnfleischverlust lockert sich der Zahn in zunehmendem Maße, bis er schließlich ausfällt. Ebenfalls unangenehm und schmerzhaft verläuft die Zahnfleischentzündung (Gingivitis), die unbehandelt in eine Parodontitis übergehen kann.

Um die Folgen der klassischen Zahnerkrankungen zu vermeiden, empfiehlt sich der regelmäßige Kontrollbesuch bei einem Zahnarzt.

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