Ylang-Ylang

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 5. Oktober 2016
Gesundpedia.deHeilpflanzen Ylang-Ylang

Als Ylang-Ylang wird eine asiatische Heilpflanze bezeichnet. Ihr ätherisches Öl wirkt sich positiv auf Körper, Geist und Seele aus.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeiner Überblick

Unter Ylang-Ylang (Cananga odorata) wird eine asiatische Pflanze verstanden, die zur Familie der Annonengewächse (Annonaceae) gehört. Dabei gilt die Bezeichnung Ylang-Ylang für die gesamte Pflanze sowie deren Blüten. Der Begriff Ylang-Ylang stammt aus dem Malayischen und bedeutet übersetzt „Blume der Blumen“. Die Ernte der Ylang-Ylang-Blüten findet jeden Tag statt. Aus ihnen lässt sich das ätherische Ylang-Ylang-Öl gewinnen. Ebenso ist die Gewinnung von Canangaöl möglich, was in einem anschließenden Destillationsvorgang erfolgt.

Vorkommen und Anbau

Die Öle und Blüten der Ylang-Ylang helfen gegen Unruhe, Nervosität, Stress und bei Schlafstörungen.

Die Heimat von Ylang-Ylang ist auf Indonesien und den Philippinen zu finden. In der heutigen Zeit wird die Kultivierung der Heilpflanze aber in verschiedenen Regionen vorgenommen. Dazu gehören Java, Sumatra, die Komoren, Madagaskar, Sansibar und Haiti. In diesen Gebieten wird Ylang-Ylang angebaut, um ihr wertvolles ätherisches Öl zu gewinnen.

Bei Ylang-Ylang handelt es sich um einen immergrünen Baum, der schnell wächst. Seine Wuchshöhe kann es auf maximal 25 Meter bringen. Die Hüllblätter der Ylang-Ylang-Blüten sind lang und weisen die Form einer Zunge auf. Eine Blüte wird immer von sechs Blättern flankiert. Die Färbung der inneren Blütenhüllblätter ist grün-gelb. Darüber hinaus versprühen sie einen stark süßlichen Duft, der oft als betörend empfunden wird.

Während junge Ylang-Ylang-Bäume Blüten mit weißer und gelblich-grüner Färbung haben, ist die Blütenfarbe von älteren Exemplaren rot. Der exotische intensive Duft von Ylang-Ylang lässt sich besonders in der Nacht wahrnehmen. Mit dem Duft werden zahlreiche Nachtfalter angelockt. Diese sind wichtig für das Bestäuben der Pflanze. Nach der Ernte der Blüte, die das ganze Jahr über stattfinden kann, ist deren rasche Verarbeitung wichtig, um das Ylang-Ylang-Öl zu gewinnen. Ätherisches Öl und Blüten lassen sich aber auch von der Volksheilkunde zu therapeutischen Zwecken verwenden.

Anwendung und Wirkung

Zu den Inhaltsstoffen von Ylang-Ylang zählen 50 bis 60 Prozent Sesquiterpene wie Germacren, etwa 20 Prozent Ester sowie 10 Prozent Monoterpenole wie Linalool. Außerdem ist ätherisches Öl enthalten. Das Gewinnen des ätherischen Öls erfolgt mit 50 Kilogramm Ylang-Ylang-Blüten per Wasserdampf-Destillation. Seit dem 19. Jahrhundert wird Ylang-Ylang von der Parfümindustrie als begehrtes Duftöl verwendet. Darüber hinaus kommt der Blütenduft der asiatischen Pflanze im Rahmen einer Aromatherapie zur Anwendung. Dabei wird ihm eine stimulierende, entspannende und beruhigende Wirkung zugeschrieben.

Zur Anwendung gelangt das Öl von Ylang-Ylang drei Mal am Tag. Zu diesem Zweck nimmt der Anwender jeweils 1 bis 3 Tropfen von dem ätherischen Öl auf Honig oder Zucker ein. Des Weiteren ist seine Lösung in Alkohol möglich. Außerdem lässt sich das Aroma von Ylang-Ylang durch spezielle Duftlampen verbreiten. Ebenfalls verwendbar ist die Pflanze als kosmetisches Produkt. Wird ihr Öl mit anderen hochwertigen Ölen vermischt, erreicht es eine ausgleichende Wirkung auf alle Hauttypen. Der Duft von Ylang-Ylang fällt erheblich schwerer aus als bei anderen ätherischen Ölen. Unverkennbar ist auch seine exotische Note. So ähnelt das süßliche Aroma Jasminblüten.

Wogegen hilft Ylang-Ylang?

Bedeutung für die Gesundheit

Ylang-Ylang gilt als positiv für die Gesundheit des Menschen. So weist das ätherische Öl unterschiedliche Wirkungen auf Körper, Geist und Seele auf. Dabei regt Ylang-Ylang die Herstellung von wichtigen chemischen Botenstoffen im Körper wie Endorphin, Serotonin und Encephalin an, was sich wiederum harmonisch, beruhigend und entspannend auf die menschliche Seele auswirkt. Als ideale Einsatzgebiete in dieser Beziehung gelten innere Unruhe, Schlaflosigkeit, nervöse Magen-Darmbeschwerden und Nervosität. Darüber hinaus ist eine schmerzlindernde Wirkung möglich. Außerdem werden Ylang-Ylang spirituelle Effekte zugeschrieben.

Weitere positive Eigenschaften des ätherischen Öls sind seine antibakterielle und antidepressive Wirkung. Ebenso lässt sich der Blutdruck durch die Anwendung von Ylang-Ylang absenken. Die Aromatherapie setzt die Pflanze besonders bei Stress, Leistungsdruck, Anspannung und Unruhe ein. Einen lindernden Effekt weist Ylang-Ylang ferner bei Herzrasen, Hyperventilation, Darminfektionen und Bluthochdruck auf.

Schließlich eignet sich das ätherische Öl auch zur Pflege der Haut, da es über eine feuchtigkeitsspendende Wirkung verfügt und gegen trockene oder fettige Haut hilft. Als weiterer positiver Effekt gilt das Lindern von Menstruationsbeschwerden der Frau.

Ebenfalls zu den Anwendungsgebieten von Ylang-Ylang gehören Erektionsstörungen und sexuelle Unlust. So weist das Öl aphrodisierende Effekte auf und gilt als hilfreich bei Frigidität. In Indien und Indonesien dient Ylang-Ylang daher als Liebesöl. Dort ist es außerdem üblich, Ylang-Ylang-Blüten vor der Hochzeitsnacht auf das Bett des Paares zu legen. Durch die Einnahme von Ylang-Ylang sind allerdings auch unerwünschte Nebenwirkungen im Bereich des Möglichen. Dabei leiden die betroffenen Personen unter allergischen Reaktionen, Kopfschmerzen oder Übelkeit. Nicht zur Anwendung kommen sollte Ylang-Ylang während der Schwangerschaft.


 

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