Yams

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 5. Oktober 2016
Gesundpedia.deHeilpflanzen Yams

Yams kommt gegen verschiedene Frauenleiden zur Anwendung. In tropischen Ländern stellt die Pflanze außerdem ein wichtiges Nahrungsmittel dar.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeiner Überblick

Yams (Dioscorea) trägt auch die Bezeichnungen Yamswurzel, Wilder Yams oder Yam. Die Pflanzengattung ist Bestandteil der Familie der Yamswurzelgewächse (Dioscoreaceae). Insgesamt gibt es rund 800 Yamsarten, deren Lebensraum sich vorwiegend in tropischen Regionen befindet. Einige Arten lassen sich sowohl als Heilpflanze als auch als Nahrungsmittel nutzen. So ist die Yamswurzel in diesen Gebieten ähnlich wichtig wie in unseren Breitengraden Brot oder Kartoffeln. Weil in der Yamswurzel Phytohormone vorkommen, mit denen sich Beschwerden während der Menstruation oder in den Wechseljahren behandeln lassen, wird sie auch als Heilkraut geschätzt.

Vorkommen und Anbau

Die Yams-Wurzel hilft gegen Menstruations- und Wechseljahresbeschwerden.

Die wissenschaftliche Bezeichnung Dioscorea kam 1753 durch den schwedischen Naturforscher Carl von Linne (1707-1778) zustande, der auf diese Weise den altgriechischen Mediziner Dioskurides ehrte. Grundsätzlich erstreckt sich das Vorkommen der Yams beinahe über die ganze Welt, wobei sie vorwiegend in gemäßigten bis tropischen Gegenden zu finden ist. Allein in China sind 52 unterschiedliche Arten vorhanden. Auch in Mitteleuropa gedeihen zwei Yamsarten.

Die Yams zählt zu den mehrjährigen Kletterpflanzen. Ihre Wuchshöhe erreicht bis zu drei Meter. Zu unterscheiden ist zwischen weiblichen und männlichen Yamswurzeln, sodass das Heilkraut zu den zweihäusigen Pflanzen zählt. Die Yams ist mit Blättern versehen, die die Form eines Herzens aufweisen und mit ausgeprägten Nerven ausgestattet sind. Des Weiteren besitzt die Yamswurzel dreikantige Kapselfrüchte, deren Öffnung nach der Reifezeit erfolgt. Die Samen der Yams weisen häutige Flügel auf. Die Blütezeit der Pflanze beginnt im September und endet im Oktober wieder.

In Lateinamerika, Afrika und Asien dient die Yams als wichtiges Nahrungsmittel, sodass sie dort gezielt angepflanzt wird. Dabei findet der Anbau auf hohen Erdhügeln statt. Das beste Wachstum der Yamswurzel lässt sich bei Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad Celsius erreichen. Während die Pflanzenknollen im Frühstadium noch große Mengen an Wasser benötigen, brauchen sie später nur noch sehr wenig. Nach einer Trockenperiode von zwei bis vier Monaten sind die Wurzeln der Yams ausgewachsen und lassen sich ernten. Das Fruchtfleisch kann weiß, violett oder orange-bräunlich ausfallen.

Anwendung und Wirkung

Die Yams verfügt über einige Inhaltsstoffe, die sich therapeutisch nutzen lassen. Dazu gehören die Vitamine B1, B6, Vitamin C und Folsäure sowie wichtige Mineralstoffe wie Zink, Eisen und Kalium. Eine bedeutende Rolle für die Behandlung von Frauenleiden spielt Diosgenin, das in seiner Struktur dem weiblichen Geschlechtshormon Progesteron ähnelt. Daher ist der Inhaltsstoff wertvoll zur Behandlung des prämenstruellen Syndroms (PMS), bei dem viele Frauen unter Kopfschmerzen, schlechter Stimmung oder Spannungsgefühlen in den Brüsten leiden.

Gleiches gilt für Wechseljahresbeschwerden, die oft mit Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen und Hitzewallungen verbunden sind. Das pflanzliche Diosgenin erzielt einen positiven Effekt auf die Nebennierenrinde. Diese hat wiederum Anteil an der Herstellung der Hormone.

Verabreicht wird Yams in Europa in erster Linie als Fertigprodukt. Dabei handelt es sich zumeist um Nahrungsergänzungsmittel, die als Pulver oder Kapsel oral eingenommen werden. Aus der getrockneten Yamswurzel lässt sich aber auch ein Tee darreichen, der in kleinen Schlucken eingenommen wird. Außerdem kann Yams als Tinktur zum Einsatz gelangen. Ebenso lässt sich die exotische Pflanze äußerlich als Gel oder Creme verabreichen, welche die Eigenschaft haben, bei einem prämenstruellen Syndrom Wassereinlagerungen, Brustspannungen, Stimmungsschwankungen oder Schmierblutungen entgegenzuwirken. Im Falle von Wechseljahresbeschwerden lassen sich Hitzewallungen abmildern.

Soll die Yamswurzel als Gericht verzehrt werden, ist zuvor ihre Garung notwendig. Dies hat jedoch den Nachteil, dass anschließend nur noch zwei Prozent des wichtigen Diosgenins verbleiben. Die empfohlene Dosis an Yams liegt bei einem prämenstruellen Syndrom bei zwei Kapseln, die drei Mal pro Tag mit Wasser eingenommen werden. Bei Wechseljahresbeschwerden nimmt die betroffene Frau täglich eine 500-Milligramm-Kapsel zu sich.

Wogegen hilft Yams?

Bedeutung für die Gesundheit

Yams verfügt neben seiner positiven Effekte auf Frauenleiden noch weitere therapeutische Wirkungen. So wurde die Pflanze schon von den alten Indianern zu Heilungszwecken benutzt. Diese verwendeten die Pflanze neben der Behandlung von Zyklusbeschwerden auch zur Therapie von Rheuma und Krämpfen. In der Volksmedizin erhielt die Yamswurzel deswegen die Bezeichnungen Rheumawurzel und Kolikwurzel.

Darüber hinaus eignet sich Yams zur Behandlung von Knochenschwund (Osteoporose), nervösen Verdauungsbeschwerden und Depressionen. So verfügt die Heilpflanze über krampflösende, schmerzlindernde, entspannende, entzündungshemmende und schweißtreibende Eigenschaften.

Als hilfreich gilt Yams außerdem bei Hormonstörungen, krampfartigen Schluckauf, Asthma, Nervosität, Gallenkoliken sowie einem Reizmagen. Eine andere positive Wirkung wird in der Stärkung der Libido gesehen. Außerdem soll sich die Pflanze positiv auf die Geburt auswirken. Nicht geeignet ist Yams dagegen für Jugendliche, deren Hormonhaushalt noch nicht gänzlich ausgereift ist.


 

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