Wurmkur bei Katzen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 8. Juli 2015
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Für Halter einer Katze ist es neben dem Wissen um die richtige Fütterung und Haltung ausgesprochen wichtig, ein besonderes Augenmerk auf die Gesundheit des Tieres zu richten. Ein wichtiges Thema in dieser Hinsicht ist die potenzielle Gefahr eines Wurmbefalls. Vor allem Tierhalter, deren Katze sich öfter im Freien aufhält, sollten sich intensiv mit dem Thema rund um Wurmkuren (Wurmkur) beschäftigen, da es bezüglich dieser Praktik eine Menge zu beachten gibt.

Inhaltsverzeichnis

Warum ist eine Wurmkur bei Katzen notwendig?

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Als Erstes stellt sich dabei die Frage nach der Notwendigkeit einer Wurmkur. Die Antwort hierauf liegt in der Tatsache, dass Wurmbefall bei Lebewesen stets erhebliche Gesundheitsschäden verursachen kann. Im schlimmsten Falle kann das Einnisten der Würmer im Körper der Tiere zu deren Tod führen. Würmer, die sich innerhalb des Verdauungstraktes von Katzen einnisten richten dort in vielerlei Hinsicht Schaden an.

Da sie die von der Katze aufgenommen Nährstoffe für das eigene Überleben nutzen, hat dies den Mangel von lebensnotwendigen Stoffen beim jeweiligen Wirt zur Folge. Die Katze, die in diesem Fall der Wirt für die Würmer ist, wird dadurch geschwächt. Beim Ausbleiben einer Wurmkur treten sogar Gewebeschäden, daraus resultierende Blutungen und in schweren Fällen sogar Darmverstopfungen auf.

Medizinische Wirkung und Anwendung

Für das Vollziehen einer Wurmkur stehen mehrere verschiedene medizinische Mittel zur Verfügung, wobei zwei Hauptanwendungsgebiete unterschieden werden. Als erstes umfasst dies die prophylaktische Anwendung, deren Ziel es ist, die Bildung neuer Wurmkulturen vorsorglich einzudämmen.

Das zweite Anwendungsgebiet betrifft den Fall, in dem das Tier bereits deutlich feststellbar von Würmern befallen ist. Bei der Beseitigung einer Wurminfektion werden dem Tierkörper Wirkstoffe zugeführt, die es vermögen, die Würmer zu eliminieren.

Die Substanzen, die bei einer Wurmkur zum Einsatz kommen, haben die Eigenschaft, dass sie bei der Anwendung der Katze selbst keinen Schaden zufügen. Bei der Aufnahme durch den Wurm folgt daraus deren Ableben.

Wurmkur-Präparate (Entwurmungsmittel)

Aufgrund der Tatsache, dass es verschiedene Arten von Wurmbefall gibt, ist der Einsatz unterschiedlicher Präparate bei der Durchführung von Wurmkuren unerlässlich. Die Mittel unterscheiden sich neben ihrer Zusammensetzung auch hinsichtlich ihrer Anwendung. Es existieren Präparate, die durch das Träufeln auf den Nacken des jeweiligen Tieres ihre Wirkung entfalten. Andere Produkte werden dem Körper der Katze durch Injektion zugeführt.

Neben diesen Arten der Verabreichung besteht noch die Möglichkeit, dem Tier die Träger der Wirkstoffe für die Wurmkur oral zuzuführen. Bei dieser Art der Aufnahme kommen im Normalfall entweder Tabletten oder Pasten zum Einsatz. Die Kriterien für die Wahl des entsprechenden Verfahrens sind vor allem vom jeweiligen Tier abhängig. Welche Art der Wurmkur für das jeweilige Tier am geeignetsten ist, lässt sich meist nur durch Versuche herausfinden. Im Zweifelsfalle sollte bei Wurmkuren die Konsultation eines Tierarztes erfolgen.

Wie erkenne ich einen Wurmbefall?

Damit es dem Tierhalter möglich ist, eine Wurmkur bei einem Befall rechtzeitig einzuleiten, ist die Kenntnis der hierbei auftretenden äußeren Anzeichen notwendig. Charakteristisch sind sonderbare Verhaltensweisen oder äußerliche Veränderungen des Tieres. Wurmbefall löst bei Tieren oftmals einen starken Juckreiz aus, der vor allem die Gegend des Afters betrifft. Nach außen hin wird dies sichtlich erkennbar, da das Tier sich durch Reiben des Hinterteils an Gegenständen oder am Untergrund versucht dagegen zu wehren. Ein Wurmbefall lässt sich zudem gut anhand der Ausscheidungen eines Tieres feststellen.

Katzen deren Kot kornähnliche Teilchen enthält, könnten von Bandwürmern befallen sein. Längliche Partikel weisen hierbei eher auf das Vorhandensein von Rundwürmern hin. Äußerlich erkennbare Veränderungen des Tieres beinhalten einen aufgequollenen Bauch, eine starke Gewichtsabnahme, Fellveränderungen sowie Verstopfung und Durchfall. Ferner treten bei einigen Tieren Ekzeme, Husten und Erbrechen auf. Spätestens beim Erkennen von mindestens einem dieser Merkmale, sollte der Tierbesitzer eine Wurmkur organisieren.

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Wie oft sollte man Katzen enwurmen? (Anwendung und Dosierung)

Experten kamen zu der Ansicht, dass vorsorgliche Wurmkuren auf jeden Fall empfehlenswert sind. Die Häufigkeit der Anwendung ist von den jeweiligen Lebensumständen und vom Alter der Katze abhängig. Katzen, welche sich ausschließlich in der Wohnung aufhalten, sollten jährlich etwa einmal einer Wurmkur unterzogen werden.

Halten Katzen sich überwiegend im Freien auf, empfiehlt sich etwa vier Mal im Jahr eine Wurmkur. Weitere Zeitpunkte, an denen einen Wurmkur vollzogen werden sollte betreffen den Impfschutz und die Paarung. Um einen zuverlässigen Impfschutz zu gewährleisten, sollten Katzen idealerweise ein bis zwei Wochen vor der Impfung entwurmt werden.

Des Weiteren wird allgemeinen Entwurfsschemen folgend eine Wurmkur vor der Zulassung einer Katze und zehn Tage vor einem errechneten Geburtstermin empfohlen. Die Dosierung bei Wurmkuren differenziert abhängig von Körpergewicht und Art des Wirkstoffs sowie der Höhe des Wirkstoffgehaltes.

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