Wie sinnvoll sind Wasserfilter wirklich

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 15. August 2014
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Um sauberes Trinkwasser zu bekommen, nutzen viele Deutsche so genannte Wasserfilter bzw. Aktivkohlefilter. Sie erhoffen sich damit das Wasser reiner oder zumindest kalkarmer zu bekommen. Doch welche Stoffe werden tatsächlich gefiltert und welche Keime gelangen trotzdem ins Wasser?

Inhaltsverzeichnis

Wasser der Wasserwerke trinkbar?

Keime, vor denen häufig gewarnt wird, sind sogenannte Legionellen (Legionellen-Infektion). Sie entstehen jedoch erst im Haus, etwa durch eine zu geringe Temperatur des Grundwassers oder durch defekte bzw. nicht ausreichend gepflegte Leitungen. Legionellen kann der Aktivkohlefilter jedoch nicht herausfiltern.

Einige andere Keime fängt der Wasserfilter schon auf. Aber eben nicht alle. Zudem bleiben viele auch am Filter selbst hängen, vermehren sich und können sich plötzlich als Ganzes lösen und unbemerkt im Trinkwasser landen. Als Reaktion darauf, haben einige Hersteller ihre Filter mit Silberionen besetzt.

Diese Silberionen töten aber längst nicht alle Bakterien ab. Zudem lösen sich einige Ionen und werden mit ins Trinkwasser gespült. Dies ist zwar nach aktuellem Stand der Wissenschaft nicht gefährlich. Aber der Stoff wird vom Körper auch nicht benötigt, somit sollte man ihm diesen nicht unnötig zuführen.

Entkalken: Mehr Geschmack für Kaffee- und Teetrinker

Wasser aus Wasserfiltern - kalkfrei ja, aber auch keimfrei?

Aktivkohlefilter halten den Kalk aus dem Trinkwasser heraus. Für Kaffee- und Teetrinker bedeutet dies mehr Geschmack, denn die Bitterstoffe werden beim entkalken vermindert. Durch das Abkochen des Wassers für Tee und Kaffee, werden auch die restlichen Keime, die noch im gefilterten Wasser sind, abgetötet.

Zudem beugt das Filtern dem Verkalken von Kaffeemaschine oder Wasserkocher vor. Man sollte jedoch den Anweisungen der Hersteller folgen, wie lange der Filter verwendet werden darf, wie er korrekt gereinigt wird und ob er zum Beispiel immer feucht gehalten werden muss.

Kalk im Trinkwasser wichtig für den Körper

Für den Menschen ist der kalziumhaltige Kalk jedoch nicht schädlich. Im Gegenteil: Der Mensch benötigt das Kalzium. Besonders viel davon ist ohnehin nicht im Trinkwasser, denn der Tagesbedarf an Kalzium kann nicht durch das Leitungswasser abgedeckt werden. Selbst Säuglinge erleiden keinen Schaden durch das Kalzium im Trinkwasser. Für sie wird es erst kritisch, wenn sich etwa Blei oder andere Schwermetallionen aus alten Leitungen lösen. Leider bieten auch hier Wasserfilter keinen ausreichenden Schutz.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Julian kommentierte am 09.02.2015 um 02:24 Uhr

Es sind ja anscheinend nicht nur die Keime, hier (http://www.wassersprudler-tester.de/ist-der-einsatz-von-einem-wasserfilter-sinnvoll/) wird auch von Schwermetallen gesprochen und ich habe auch einmal gelesen, dass selbst Drogenrückstände in nicht unerheblicher Menge im Trinkwasser vorhanden sind. Für die Wasserwerke ist es zu teuer dies zu filtern, aber wir Verbraucher müssen uns damit abfinden!