Wie erwerbe ich einen Tauchschein

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 15. August 2014
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Spätestens seit dem Film „Findet Nemo“ hat fast jeder den Wunsch, einmal in einem bunten Korallenriff zu tauchen und Clownfische und Wasserschildkröten beim Schwimmen zuzusehen. Doch was benötigt man für einen richtigen OWD (Open Water Diver)-Tauchschein und wie viel kostet er?

Inhaltsverzeichnis

Internationaler Tauchschein

Der Tauchschein (Open Water Diver) ist die Vorraussetzung für sicheres Tauchen.

Mittlerweile hat die „Confédération Mondiale des Activités Subaquatiques“ (CMAS) die Voraussetzungen und Richtlinien für Geräte-Tauchscheine international vereinheitlicht.

Bei der CMAS handelt es sich um einen Verbund internationaler Tauchverbände, zu denen auch die deutschen Verbände DLRG (Deutsche Lebensrettungsgesellschaft) sowie VDST (Verband Deutscher Sporttaucher) gehören. Das bedeutet, dass man in Deutschland bei beiden Verbänden einen Tauchschein machen kann, der dann international gültig ist.

Normalerweise sollte man für den Tauchschein 350 bis 400€ einplanen, jedoch kommt man sehr viel günstiger weg, wenn man Mitglied in einem der Verbände ist (ca. 50€).

1. Stern: Tauchschein für Anfänger

Bevor man einen Geräte-Tauchschein machen kann, muss ein professioneller Taucharzt zunächst die Tauglichkeit des Prüflings untersuchen. Nur Menschen, die sowohl psychisch als auch körperlich gesund sind, dürfen die Tauchprüfung machen. Nach den CMAS-Regeln erfolgt als erstes die Ausbildung zum OWD. Dafür muss ein Prüfling mindestens 14 Jahre alt sein und sowohl eine theoretische als auch praktische Prüfung absolvieren.

Bei der praktischen Prüfung im Schwimmbad wird 30 Sekunden auf Zeit getaucht, 500 Meter mit der ABC-Ausrüstung auf Zeit (20min) geschnorchelt, sowie eine 25m lange Strecke getaucht (ohne Neopren) und dreimal 5m tief getaucht. Darüber hinaus müssen Anfänger zweimal mit der kompletten Ausrüstung von der Höhe eines halben Meters ins Wasser hüpfen.

Zudem müssen noch fünf Prüfungstauchgänge im Freiwasser absolviert werden. Hierbei müssen die Prüflinge zeigen, dass sie die Ausrüstung richtig anlegen, den verlorenen Atemregeler wiederfinden, tarieren, einen verunglückten Mittaucher retten können sowie die Tauchmaske abnehmen, ausblasen und wieder aufsetzen können.

Wenn all diese Prüfungen erfolgreich bestanden werden, erhält der Prüfling einen Tauchschein mit einem Stern und kann nun als OWD bezeichnet werden. Damit darf er nun an geführten Tauchgängen mit Tauchlehrern im Freiwasser teilnehmen.

2. Stern: Tauchschein für Fortgeschrittene

Um einen zweiten Stern in seinem Tauchschein zu erhalten, muss der Prüfling die Spezialkurse „Orientierung beim Tauchen“ und „Gruppenführung“ erfolgreich abschließen und mindestens 16 Jahre alt sein. Zudem muss er in seinem Tauchbuch 25 Tauchgänge und weitere ABC-Übungen und Prüfungstauchgänge vorweisen. Hierbei ist vor allem das Tarieren der verschiedenen Höhen von Bedeutung, sowie unter Wasser den Bleigürtel anlegen und sich mithilfe des Tauchkompasses zurechtfinden zu können.

3. Stern: Tauchgruppenführer

Für den dritten Stern im Tauchschein muss man 18 Jahre alt sein und an bereits 65 Tauchgängen teilgenommen haben. Darüber hinaus muss man die weiterführenden Kurse „Tauchsicherheit und Rettung“ sowie „Nachttauchen“ erfolgreich absolviert haben.

Die beste Auszeichnung sind jedoch vier Sterne beim CMAS-Tauchschein. Hierfür sind 165 Tauchgänge nötig sowie eine zweijährige Zugehörigkeit in einem Tauchverein. Mit diesem Status kann man dann auch die Ausbildung zum Tauchlehrer bei dem jeweiligen Verein machen.

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