Wels (Waller)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 13. September 2016
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Der Europäische Wels gilt als der größte Süßwasserfisch Europas. Er ist auch als Waller bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über den Wels wissen

Mit dem Wels (Silarius glanis) ist der Europäische Wels oder Flusswels gemeint. Er stellt die größte Süßwasserfischart in Europa dar und gehört der Familie der Echten Welse (Siluridae) an. In manchen Regionen trägt er zudem die Bezeichnungen Waller oder Schaidfisch.

Der Europäische Wels erreicht eine Länge von maximal 3 Metern und kann es auf ein Gewicht von bis zu 150 Kilogramm bringen. Mit rund 80 Jahren verfügt er über eine hohe Lebenserwartung. Zu den äußeren Merkmalen des Welses zählt sein walzenförmiger Körper, der auf der hinteren Seite ein wenig abgeplättet ist. Der Kopf des Fisches ist sehr groß und mit einem umfangreichen Maul ausgestattet.

Weitere Kennzeichen sind die beiden langen Bartfäden, die sich an seinem Oberkiefer befinden. An der unteren Seite des Kopfes sind außerdem vier kürzere Bartfäden vorhanden.

Die schuppenlose Haut des Wallers weist eine schwarz-graue bis blaue Färbung auf. Unter der Haut verfügt der Wels über sehr delikates Fleisch, das fest und beinahe grätenfrei ist. Von der Konsistenz her besteht eine Ähnlichkeit zwischen Welsfleisch und dem Fleisch des Seeteufels, wobei es jedoch fetter ausfällt. Als besonders wohlschmeckend gelten junge Welse, deren Gewicht nicht mehr als 3 Kilogramm beträgt.

Beheimatet ist der Europäische Wels in erster Linie in Osteuropa. Aber auch im westlichen und südlichen Europa sowie in Deutschland tummelt er sich in großen Flüssen und warmen Seen. Ein El Dorado für Welsliebhaber bildet Ungarn, wo der Fisch gezielt gezüchtet wird. Eine beliebte Welsart in Süddeutschland stellt der Donauwaller dar.

Da der Wels als ziemlich gefräßig gilt, vertilgt er die unterschiedlichsten Fischarten. Aber auch vor Wasservögeln schreckt der Raubfisch nicht zurück. Weil der Wels als lichtscheu gilt, beschränkt er seine Aktivitäten auf die dunklen Nachtstunden. Allerdings sind seine Aktivitäten auch von der jeweiligen Jahreszeit abhängig.

Der Wels zählt zu den beliebten Speisefischen. Im Osten und Südosten von Europa findet seine kommerzielle Fischung statt. Auch Aquakulturen mit dem Waller sind vorhanden. Gefangen wird der Wels in der Regel durch den Einsatz von Reusen oder Grundangelruten. Des Weiteren gehört der Fisch zu den begehrten Zielen von Sportfischern, die mit Handangeln auf ihn Jagd machen.

Eine spezielle Saison für den Wels gibt es nicht, sodass Liebhaber seines Fleisches das ganze Jahr über auf ihre Kosten kommen. Geschmacklich weist der Waller ein angenehm süßes Aroma auf.

Bedeutung für die Gesundheit

Aus gesundheitlicher Perspektive ist zu beachten, dass der Europäische Wels als fettreich gilt und einen hohen Kaloriengehalt aufweist. Allerdings wird dieses Fett als positiv eingestuft, weil es zu ca. 85 Prozent aus einfachen oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren besteht.

Bei den restlichen 15 Prozent handelt es sich um gesättigte Fettsäuren, die eher als negativ gelten. Ungesättigte Fettsäuren sind in diesem Zusammenhang wertvoller für den Menschen, da ungesättigte Fettsäuren zum Teil nicht durch den Körper hergestellt werden können.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Zu den Inhaltsstoffen des Wallers gehören gesunde Vitamine wie Vitamin A sowie Mineralien wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Natrium. Über Ballaststoffe und Kohlenhydrate verfügt der Süßwasserfisch hingegen nicht.

Kalorien und Nährstoffe (pro 100g)
Kilokalorien/ Kilojoule 162 kcal/ 678 kj
Eiweiß 15,30 g
Kohlenhydrate 0,00 g
Fett 11,30 g
Wasser 72,42 g
Ballaststoffe 0,00 g
Vitamin B3 1700 µg
Vitamin E 500 µg

Unverträglichkeiten

Mitunter kann der Verzehr von Wels allergische Reaktionen zur Folge haben. Ebenso sind Unverträglichkeiten durch bakterielle Infektionen oder toxische Effekte im Bereich des Möglichen. Nicht selten kommt es auch zu Kreuzallergien.

Bemerkbar macht sich eine Fischallergie durch ein orales Allergiesyndrom, Magen-Darm-Leiden oder asthmatische Anfälle. Wird der Wels nicht vertragen, muss auf seinen Genuss verzichtet werden.



Einkaufs- und Küchentipps

Soll ein ganzer Wels auf den Tisch kommen, ist es erforderlich, ihn selbst zu angeln. Eine Alternative stellt eine Vorbestellung beim Fischhändler dar. Ansonsten bietet der Fischhandel Welsfilet sowie geräucherten oder gebeizten Waller an. Handelt es sich um frischen Wels, darf dieser nicht länger als ein bis zwei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Die Vorbereitung des Welses lässt sich größtenteils durch den Fischhändler durchführen. Dieser nimmt den Waller bereits küchenfertig aus. Ansonsten braucht der Wels vor der Zubereitung nur noch kurz abgespült und abgetrocknet zu werden. Das Entfernen des Knochens findet in der Regel erst nach dem Kochen statt.

Zubereitungstipps

Die Zubereitung des Welses kann auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen. So stellt er in den USA ein beliebtes Menü zum Frittieren dar. Als Weißfisch ist er außerdem vorzüglich zum Grillen geeignet. Dabei wird der Wels mit Olivenöl bestrichen.

Weiterhin kann die Zubereitung des Fisches in der Pfanne oder im Backofen erfolgen, wobei er in Alufolie eingewickelt wird. In Österreich und Ungarn wird der Wels in Bierteig paniert und in heißem Fett ausgebacken.

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