Weizenvollkornbrot

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 13. September 2016
Gesundpedia.deLebensmittel Weizenvollkornbrot

Das Weizenvollkornbrot zählt zu den Brot-Grundsorten, wobei der Anteil an Weizenschrot mindestens 90 Prozent betragen muss. Gutes Weizenvollkornbrot kann jedoch auch hell aussehen und über eine feinporige Krume verfügen, da auch fein gemahlenes Getreide alle wertvollen Inhaltsstoffe des vollen Korns hat. Weizenvollkornbrot bietet im Vergleich zu Broten mit einem hohen Roggenanteil den Vorteil, dass es im Magen weniger schwer liegt und somit leichter verdaulich ist.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über Weizenvollkornbrot wissen

Beim Vollkornbrot handelt es sich um Brot aus geschrotetem oder alternativ gemahlenem Vollkorngetreide. Beim Weizenvollkornbrot ist es Weizen. Zu den weiteren Zutaten gehören Wasser, Hefe und/oder Säuerungsmittel (Sauerteig), Salz und teilweise Gewürze.

Nach dem deutschen Lebensmittelrecht gilt, dass die Weizenvollkornerzeugnisse bei der Herstellung von Weizenvollkornbrot mindestens 90 Prozent betragen. Beim Weizenvollkornbrot müssen zudem, wie bei allen Vollkornprodukten, bei der Herstellung sämtliche Bestandteile des ursprünglichen Korns vorhanden sein. Dies bedeutet, dass das Brot noch den natürlichen Anteil an den wichtigen Nährstoffen und Ballaststoffen hat.

Der Schrot selber kann in unterschiedlichen Grobheiten gemahlen werden. Das Weizenvollkornbrot gehört für viele Menschen zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung dazu, da in ihm noch alle wertvollen Inhaltsstoffe enthalten sind, die in einem Weißbrot nicht mehr zu finden sind.

Bedeutung für die Gesundheit

Vollkornprodukte gelten im Allgemeinen, genau wie das Weizenvollkornbrot, als gesundheitsfördernd. Die Ballaststoffe, die im Vollkornmehl enthalten sind, regen die Verdauung an und beugen einer Verstopfung vor. Zudem wird die Darmflora reguliert, die Darmschleimhaut kann einfacher regenerieren, der Erkrankung Dickdarmkrebs wird vorgebeugt und die Blutfettwerte werden gesenkt.

Durch den Verzehr von Weizenvollkornbrot steigt der Blutzucker nur langsam an, wodurch es länger sättigt. Das ballaststoffarme graue Brot im Gegensatz treibt den Blutzucker schnell in die Höhe, allerdings hält dieser Effekt nicht lange an, sodass der Blutzucker nach kurzer Zeit wieder sinkt und Heißhunger verursacht. Somit hilft das Weizenvollkornbrot präventiv gegen die Erkrankung Diabetes und lindert diese. Es enthält zudem mehr Vitamine und Mineralstoffe. Damit ist es insgesamt gesünder als ein Weiß- oder Graubrot.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Weizenvollkornbrot bietet verglichen zu Weißbrot doppelt so viele Ballaststoffe, Eisen und Kalium, drei Mal so viel Magnesium sowie vier Mal so viel Zink. Auch die wichtigen B-Vitamine sind in einem höheren Gehalt vertreten.

Kalorien und Nährstoffe (pro 100g)
Kilokalorien/ Kilojoule 212 kcal/ 889 kj
Eiweiß 7,72 g
Kohlenhydrate 41,37 g
Fett 1,46 g
Wasser 40,84 g
Ballaststoffe 6,43 g
Vitamin B3 3458 µg
Vitamin E 1221 µg

Unverträglichkeiten

Im Vergleich zum Weißbrot bietet das Weizenvollkornbrot doppelt so viele Ballaststoffe, die zwar gesundheitliche Vorteile bieten, doch mit einer ballaststoffreichen Kost sind auch Unverträglichkeiten möglich, beispielsweise Blähungen.

Zudem sollten nickelempfindliche Menschen beachten, dass Weizen in der Regel mehr Nickel enthält als Roggen, sodass Betroffene prüfen müssen, ob sie das Weizenvollkornbrot essen können.



Einkaufs- und Küchentipps

Gutes Weizenvollkornbrot ist nicht bei jedem Bäcker erhältlich. Lose gekauftes Brot, das zum schnellen Verzehr vorgesehen ist, kann in der Papiertüte aufbewahrt werden, in der es beim Bäcker gekauft wird. Verpackt gekauftes Brot, beispielsweise in Scheiben, wird am besten in der Originalverpackung gelassen.

Ansonsten wird Brot auch im Brotkasten aus Holz oder Plastik gut aufbewahrt. Ideal sind außerdem Brottöpfe aus Keramik sowie Brotsäcke aus Stoff. Wird das Weizenvollkornbrot mit der geschnittenen Fläche nach unten gelagert, wird es vor dem Austrocknen geschützt.

Der Behälter, in dem das Brot aufbewahrt wird, sollte einmal in der Woche mit Essigwasser gereinigt werden, denn die Krümel des Brotes und die Feuchtigkeit begünstigen die Bildung von Schimmel.

Der Kühlschrank ist nicht geeignet zur Aufbewahrung des Brotes. Eine Ausnahme bildet der Sommer, wenn es sehr warm ist. Das Weizenvollkornbrot wird allerdings aufgrund des trockenen Klimas im Inneren des Kühlschranks auch schneller altbacken. Ist das Brot von Schimmel befallen, darf es nicht mehr gegessen werden. Dies gilt auch, wenn es nur an einzelnen Stellen der Fall ist. Das ganze Weizenvollkornbrot kann dann mit den giftigen Stoffen durchsetzt sein.

Zubereitungstipps

Das Weizenvollkornbrot kann schnell und ohne viel Aufwand einfach selber gebacken werden. Für den Teig werden Hefe, Salz und Honig im lauwarmen Wasser aufgelöst. Zitronensaft wird hinzu gegeben und Weizenvollkornmehl untergerührt.

Nach einer Ruhzeit von etwa fünf 5 Minuten wird die Kastenform eingefettet und der Boden mit dem Samen ausgestreut. Der Teig wird nun eingefüllt, oben etwas eingeritzt und mit den Haferflocken bestreut.

Die Form wird auf die unterste Schiene des kalten Backofens gestellt. Das Brot wird bei 225 °C circa eine Stunde gebacken. Wenn auf den Boden des Backofens eine Schüssel mit kochendem Wasser gestellt wird, geht das Weizenvollkornbrot durch den Dampf besser auf. Zu diesem milden Weizenvollkornbrot passen Käse und Wurstspezialitäten, aber ebenso ein feiner Fruchtaufstrich dazu.

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