Weißwurz

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 4. Oktober 2016
Gesundpedia.deHeilpflanzen Weißwurz

Der Weißwurz ist auch als Salomonsiegel bekannt, er ist sehr wohlriechend, aber er ist giftig. Es sind aber nur die Beeren ungenießbar, die Wurzel wird sogar zu Heilzwecken eingesetzt. Er wird sehr oft mit Maiglöckchen verwechselt und die Beeren mit Heidelbeeren. Der Weißwurz wurde schon in der Antike als Heilpflanze genutzt, ist aber zwischenzeitlich mehr und mehr in Vergessenheit geraten.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeiner Überblick

Der Weißwurz ist giftig! Lediglich Extrakte oder homöopathische Dosierungen der Pflanze werden gegen Infektionen, Entzündungen und Menstruationsbeschwerden eingesetzt.

Der Weißwurz gehört zur Gattung der Spargel-Gewächse und kommt auf der ganzen Nordhalbkugel der Erde vor. Aber es gibt zwei Arten vom Weißwurz, dem hauptsächlich vorkommendem vielblütigen Weißwurz und dem wohlriechendem Weißwurz, der aber eher selten vorkommt. Den Namen „Weißwurz“ hat diese Pflanze von den weißen Wurzeln. Der Weißwurz wird auch Salomonssiegel genannt, da die absterbenden Blütensprossen an den Abdruck Salomons Siegel erinnern.

Der wissenschaftliche Name ist „Polygonatum otoratum“. Der Weißwurz kann durchaus eine Höhe von 60 cm erreichen, aber meist sind die Stängel in etwas gebogener Haltung. Die grünen Blätter ähneln einem Ei und an den Stängeln hängen die Blüten. Meist glockenförmig und hängend, aber alle haben die Farbe Weiß. Die Blütezeit ist Mai und Juni. Zwischen August und September reifen dann die Beeren, aber sie sind giftig. Die blau-schwarzen Beeren sind also nicht zum Verzehr geeignet.

Vorkommen und Anbau

Hauptsächlich wächst der Weißwurz in Laubwäldern. Wie bereits erwähnt, kommen zwei Arten vor, der Vielblütige und der Wohlriechende Weißwurz. Diese Pflanzen haben aber unterschiedliche Stängel und die Anzahl der Blüten ist sehr unterschiedlich. Diese Pflanzenarten können leicht unterschieden werden, denn der vielblütige Weißwurz hat runde Stängel an denen drei bis fünf Blüten hängen.

Der wohlriechende Weißwurz hat jedoch nur höchstens zwei Blüten und die Stängel sind eckig. Beide Pflanzen sind giftig, es können nur bestimmte Pflanzenteile verwendet werden. Die Wurzeln können gefahrlos verwendet werden und auch die jungen Triebe stellen keine Gefahr dar. Der Weißwurz kann auch im Garten angepflanzt werden, er liebt kalkhaltigen, nicht zu trockenen Boden und gedeiht im Halbschatten prächtig.

Anwendung und Wirkung

Der Weißwurz enthält sehr viele Saponine, diese verringern die Spannung an der Oberfläche des Wassers. Sie haben auch im menschlichen Körper eine hämolytische Wirkung, so können die roten Blutkörperchen bei einem Bluterguss schneller abgebaut werden. Allantoin ist ebenfalls im Weißwurz vorhanden, dieser Inhaltsstoff fördert den Zellaufbau und die Zellregeneration. Allantoin beruhigt übrigens auch die Haut, etwa bei Hautreizungen.

Der Weißwurz kann aber noch viel mehr. So ist er schleimlösend, harntreibend, beruhigend und senkt den Blutzucker. Schon im 17. Jahrhundert galt er als Schönheitsmittel, diese Pflanze wurde bei Altersflecken und Sommersprossen eingesetzt. Zur schnelleren Wundheilung wurde seine hämolytische Wirkung herangezogen und er wurde sogar in vielen Liebestränken verwendet, da ihm eine aphrodisierende Wirkung zugeordnet wurde. Seine adstringierende Heilkraft wurde genutzt, um Durchfall und Hämorrhoiden zu beseitigen.

Für die adstringierende Wirkung sind die Gerbstoffe im Weißwurz verantwortlich, sie entziehen Bakterien den Nährboden und so können sie sich nicht mehr auf der Haut ansiedeln. Wunden heilen dadurch schneller und Schmerzen werden nicht mehr so stark empfunden. Weißwurz wirkt beruhigend und daher wird er bei Entzündungen im Magen- Darmbereich eingesetzt. Auch seine schleimlösende Wirkung wird genutzt, er kann Husten heilen und wird sogar zur Therapie von Tuberkulose eingesetzt. Weiterhin sollen Menstruationsbeschwerden gelindert werden und Weißwurz steht auch dem Bindegewebe, den Knochen und den Augen hilfreich zur Seite. Er soll auch bei Arthrose Linderung bringen. Weißwurz tut dem Herzen und den Nieren gut und bei Zahnfleischentzündungen ist Weißwurz der perfekte Schmerz-Stiller.

In der traditionellen chinesischen Medizin wird der Weißwurz bei verschiedenen Herzkrankheiten eingesetzt und in der Volksmedizin gilt der Weißwurz als erfolgreiche Therapie bei Gicht oder bei Scheiden-Ausfluss. In der Homöopathie wird Weißwurz sehr geschätzt, äußerlich angewendet kann er Pickel und Verunreinigungen der Haut beseitigen. Bei Knochenbrüchen oder Sportverletzungen wird ein Massageöl mit Weißwurz verwendet. Für die innerliche Anwendung kann ein Tee aus Weißwurz gekocht werden.

Wogegen hilft Weißwurz?

Bedeutung für die Gesundheit

Die Wurzeln werden im Frühjahr oder im Herbst gesammelt, und etwas zerkleinert angewendet. Wurzeln in pulverisierter Form werden mit etwas Wasser zu einem Brei vermengt und der wird bei Hautentzündungen, Nagelbettentzündungen oder offenen Wunden wahre Wunder tun.

Auch Prellungen oder Verstauchungen können mit Weißwurz behandelt werden, hierzu wird eine Tinktur aus Weißwurz und Bienenwachs gebraucht. Die Creme sollte möglichst kühl gelagert werden und bleibt in einer geschlossenen Dose rund vier bis sechs Monate haltbar. Diese Creme stärkt das Bindegewebe und kann Muskelschmerzen verringern, sie muss nur an den entsprechenden Stellen aufgetragen werden.

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