Wasser trinken mit Gefahr - Östrogen in PET-Flaschen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 15. August 2014
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Die Mehrheit der Deutschen trinkt heutzutage Wasser aus Plastikflaschen. Schließlich ist es leichter beim Transport, zerbricht nicht und ist meist auch günstiger. Jüngste Forschungsergebnisse sorgen jedoch für Beunruhigung. Denn die chemischen Stoffe aus dem Plastik sowie hormonähnliche Stoffe gehen in das Mineralwasser über.

Inhaltsverzeichnis

Weichmacher im Plastik - Gesundheitsschäden zu befürchten?

Plastikflaschen (PET) stehen nicht nur in Verdacht Gesundheitsschäden zu verursachen, sondern belasten die Umwelt.

Deutsche Wissenschaftler haben kürzlich bei 12 von 20 verschiedenen Marken von Mineralwasser schädliche Weichmacher aus dem Plastik, darunter auch Östrogen nachweisen können.

Die sogenannten Weichmachungsmittel werden dem Kunstoff zugesetzt, um diesen für den Endverbraucher flexibler und elastischer zu machen. Weichmacher auf Basis von Phthalaten stehen in Verdacht eine hormonähnliche Wirkung (Östrogene) zu haben. Als Folge kann dies zu Unfruchtbarkeit, Übergewicht und Diabetes beim Mann führen.

Ein direkter Schaden für die Gesundheit konnte nicht nachgewiesen werden. Doch die Ergebnisse sind eine gute Basis um nun weiterzuforschen, woher die Belastung kommt. Denn ob sie tatsächlich dem Material, sprich den PET-Flaschen zuzuordnen ist, ist noch nicht bekannt.

In den USA hingegen hat man bereits nachweisen können, dass bestimmte Weichmacher, die in Trinkflaschen für Babys verwendet werden, negativen Einfluss auf die Hirnentwicklung der Babies nehmen.

Im Vergleich dazu ist das Leitungswasser deutlich weniger belastet. Auch Mineralwasser, dass in Glasflaschen abgefüllt ist, weist eine halb so hohe Belastung durch Weichmacher auf.

Glasflaschen oder BPA freie Trinkflaschen besser geeignet

Wer auf Nummer Sicher gehen und kein chemisch belastetes Wasser trinken möchte, sollte auf Glasflaschen umstellen. Hier wurden nur halb so viele hormonähnliche Substanzen nachgewiesen.

Wer dennoch nicht auf die Plastikflasche verzichten möchte, sollte zumindest zur Mehrwegflasche greifen. Deren Kunststoff ist fester und enthält daher weniger Weichmacher. Außerdem sollten die Flaschen nicht zu oft aufgefüllt werden, da sich andernfalls auch noch gesundheitsschädliche Keime Bakterien zu den Schadstoffen sammeln.

Als alternative Flaschen zum Mitnehmen sind Trinkflaschen ohne BPA, aus Glas oder aus Stahl. Sie können ohne Gesundheitsrisiko nachgefüllt werden.

Plastikflaschen vor Sonneneinstrahlung und Wärme schützen

Wärme und UV-Strahlung lösen die Schadstoffe leichter aus dem Plastik und gelangen somit schneller ins Wasser. Plastikflaschen sollten daher nicht an warmen Orten gelagert werden. Flaschen, die also schon länger im Auto lagern, sollten besser entsorgt werden. Schmeckt oder riecht das Wasser womöglich schon nach Plastik, lassen Sie besser von vorn herein die Finger davon.

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