Walnussallergie

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 21. Mai 2017
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Allergien sind für viele Menschen ein stetiger Begleiter im Alltag. Die Allergie hat sich zu einer echten Volkskrankheit entwickelt. Immer mehr Menschen reagieren auf alltägliche Dinge in ihrer Umwelt. Dazu gehören neben Pollen, Hausstaub und Tierhaare verschiedene Arten von Lebensmitteln. Wenn es bei Betroffenen beim Verzehr von bestimmten Lebensmitteln zu einer allergischen Reaktion leiden sie an einer Lebensmittelallergie ein Beispiel ist die Walnussallergie.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Walnussallergie?

Eine Allergie ist eine erworbene Überempfindlichkeit des Körpers gegenüber Stoffen des Lebensraumes, wie der Walnuss. Das betroffene Immunsystem kann nicht mehr zwischen schädlichen und unschädlichen Substanzen entscheiden. Die dadurch vermehrte Produktion der Antikörper erzeugt eine übermäßige allergische Reaktion. Jeder weitere Kontakt mit dem allergieauslösenden Stoff setzt eine erneute Reaktion in Gang. Die Walnussallergie wird der Lebensmittelallergie zugeordnet. Diese tritt bereits im Säuglingsalter auf und verschwindet in den meisten Fällen vor der Einschulung. Eine wiederum spät auftretende Lebensmittelallergie begleitet die Betroffenen ein Leben lang.

Ursachen

  Die Ursachen für Allergien sind in der Gänze nicht bekannt. Zu möglichen Auslösern von Allergien stehen laut einigen Studien neben der steigenden Umweltverschmutzung die veränderten Lebensgewohnheiten. Dazu zählt der erhöhte Stresspegel, dem die Menschen immer mehr ausgesetzt sind, ein verändertes Essverhalten und eine kürzere Stillzeit bei Babys. Eine weitere Ursache für eine Allergie liegt in der genetischen Veranlagung.

Kinder, deren Eltern eine oder mehrere Allergien haben, erkranken in den meisten Fällen auch an einer Allergie. Es ist in nachgewiesen, dass Kinder, die im ersten halben Jahr gestillt werden ein geringeres Allergierisiko haben. Die guten hygienischen Bedingungen sind ein weitere Grund für Allergien. Das Immunsystem ist häufig nicht in der Lage zwischen harmlosen und gefährlichen Fremdstoffen zu unterscheiden. Dadurch können Allergien häufiger entstehen.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome einer Walnussallergie:

Die Walnussallergie äußert sich bei den betroffenen Menschen in verschiedenen Formen und Stärken. Die Nahrungsallergien werden in vier Grade eingestuft. Bei Grad 1 und 2 reagieren viele Menschen nach dem Verzehr von Walnüssen mit Pickeln oder Pusteln am Mund oder der Zunge. Hautjucken, Magenbeschwerden, Durchfall und Erbrechen sind weitere Symptome der Walnussallergie. Bei Grad 3 kommt neben den Symptomen der beiden ersten Grade eine bedrohliche Luftnot vor. Oft erbrechen sich Betroffene und es kommt zu Bewusstseinsstörungen.

Grad 4 ist für den Patienten lebensbedrohlich. Ein Atem- und Kreislaufstillstand führt zu einem sogenannten anaphylaktischen Schock, der sofort ärztlich behandelt werden muss. In welcher Form die Walnuss verzehrt ist dabei meist nicht ausschlaggebend. Die Walnuss findet sich in vielen Produkten, wie zum Beispiel Kuchen, Hauptgerichte oder Salate in Form von Öl wieder. Dadurch ist es für Allergiker oftmals nicht erkennbar. Die Pollen vom Walnussbaum lösen ebenfalls allergische Reaktionen aus. Bei der Reaktion mit Pollen reagieren Betroffene mit Schnupfen, juckende und brennenden Augen und Husten. Hautausschläge und Ekzeme sind auch häufige Symptome bei der Walnussallergie.

Diagnose

Die Diagnose einer Walnussallergie ist nicht ganz einfach. Die genaue Beschreibung der Beschwerde können dem Arzt wichtige Hinweise liefern. Mithilfe eines Lebensmittelallergietest der Haut kann die Reaktion des Immunsystems auf bestimmte Allergene getestet werden. Bei diesem Test werden Bestandteile bestimmter Allergene über einen kleinen Ritz in die Haut eingebracht. Bei einer allergischen Reaktion zeigt sich eine Hautrötung in diesem Bereich. Je nach Ausprägung kann der Schweregrad bestimmt werden. In seltenen Fällen ist ein Provokationstest notwendig. Bei diesem Test nimmt der Patient unter Aufsicht eines Arztes eine kleine Menge des eventuell allergieauslösenden Lebensmittels zu sich. Anhand der Reaktion kann der Arzt recht zügig eine Diagnose stellen.

Behandlung und Therapie

Bei der Behandlung einer Walnussallergie wird zwischen der kurzfristigen Linderung der Symptome einerseits und einer langfristigen Behandlung der Ursachen andererseits unterschieden. Für eine wirkungsvolle Behandlung sollten zunächst mittels Allergietest die Allergene bestimmt werden. Die einfachste und sicherste Methode eine allergische Reaktion zu vermeiden, ist die Vermeidung eines Kontakts zu den auslösenden Allergenen.

Ist in vielen Fällen, wie bei Pollenflug nicht immer umsetzbar. Die sogenannte Karenz bringt Vor- und Nachteile mit sich. Zu den Vorteilen gehört unter anderem, dass die Karenz kurzfristig mit schnellen Erfolgen anwendbar ist und keine Kosten verursacht. Die Einschränkung im alltäglichen Leben und die nicht vorhandenen dauerhafte Verbesserung der Beschwerden sind die auschlaggebenden Nachteile. Akute allergische Beschwerden können in den meisten Fällen mit Medikamenten behandelt werden.

Es wird zwischen systemischen und topischen Medikamenten unterschieden. Die systemischen Medikamente wirken auf den gesamten Organismus. Diese Medikamente werden meist in Form von Tabletten oder Spritzen verabreicht. Die topischen Medikamente hingegen wirken auf den Bereich des Körpers, wo diese angewendet werden. Nasentropfen, Augentropfen und Asthmasprays gehören zu dieser Art der Medikamente. Die medikamentöse Behandlung hat lediglich den Vorteil, dass ein schneller positiver Effekt erzeugt wird. Nachteile für diese Form der Behandlung sind, dass keine dauerhafte Linderung erzielt werden kann, die Medikamente müssen immer mitgeführt werden und sind auf längerer Sicht sehr teuer.

Eine weitere Behandlungsmethode ist die Hyposensibilisierung des Immunsystems. Diese Art der Behandlung wird meist bei Patienten angewandt, bei denen im Laufe der Zeit die Allergie und somit die Beschwerden verschlimmert haben. Bei der Hyposensibilisierung beziehungsweise Allergie-Impfung des Immunsystems werden dem Patienten in regelmäßigen Abständen Allergendosen verabreicht. Die Dosis wird schrittweise erhöht. Diese Behandlungsmethode bietet viele Vorteile. Dazu gehört, dass eine dauerhafte Verbesserung der Allergie bis hin zu einem Verschwinden der Allergie möglich ist. Zudem wird die Behandlung von der Krankenkasse bezahlt. Die langfristige Therapiezeit und eventuell auftretende Nebenwirkungen sind die Nachteile der Hyposensibilisierung.



Vorbeugung

Die Vorbeugung einer Allergie beginnt schon in den ersten Lebensmonaten eines Kindes. Eine Allergie wird nicht von den Eltern vererbt, sondern die Veranlagung eine allergische Erkrankung zu entwickeln. Grundsätzlich sollten Babys die ersten sechs Monate voll gestillt werden und danach die Beikost schonend und in kleinen Schritten eingeführt werden. Auftretende Umwelteinflüsse und beeinflussen einen Krankheitsausbruch, sodass generell darauf geachtet werden sollte, dass eine zu frühe als auch eine zu intensive Auseinandersetzung mit Allergieauslösern vermieden werden sollte.

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