Waldrebe

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 4. Oktober 2016
Gesundpedia.deHeilpflanzen Waldrebe

Ohne Clematis wäre ein Garten nur halb so schön. Die Waldreben zeichnen sich nicht nur durch ihre Vielfalt und Pflegeleichtigkeit aus. Sie sind ebenfalls ein wahrer Gesundbrunnen und helfen mit, wenn es um die natürliche Behandlung von Beschwerden geht.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeiner Überblick

Die Waldrebe darf nicht roh verzehrt werden. Als Sud hilft sie jedoch gegen Juckreiz bei Hautausschlägen.

Die Familie der Waldreben ist sehr umfangreich. Sie unterscheiden sich dabei sowohl in ihrer Wuchsfreudigkeit als auch beim Rückschnitt. Sie wachsen nicht nur im heimischen Garten. Häufig sind sie auch in der freien Natur präsent. Die Rede ist dabei nicht von den Züchtungen, welche ihren Betrachter mit sehr großen Blüten beeindrucken. Hier geht es um die Urformen, die unter den Begriffen "Montana" und "Staudenwaldrebe" bekannt sind. Dass Clematispflanzen einen hohen Nutzen haben, wenn es um die Gesunderhaltung geht, ist nur wenigen Liebhabern dieser schönen Pflanzen bekannt. Waldreben blühen je nach Sorte zu unterschiedlichen Jahreszeiten. Ein Beet, welches ausschließlich mit ihnen bepflanzt wurde, erfreut den Betrachter selbst im Winter. Sie passen in Staudenbeete und lassen sich mit Rosen hervorragend kombinieren. Auch als Bodendecker erfüllen sie ihren Zweck.

Vorkommen und Anbau

In der Natur kommen Waldreben vornehmlich innerhalb von lichten Wäldern oder deren Randbepflanzung vor. Ihre Wurzeln stehen dabei im Schatten hoher Bäume und die Ranken streben dem Licht und der Sonne entgegen. Sie sind nicht nur wegen ihrer Blütenpracht beliebt. Auch ihre Fruchtstände können sich sehen lassen. Clematis erheben bei der Standortwahl keine Ansprüche.

Gärtner sollten nur darauf achten, dass sie ausreichend Nährstoffe erhalten und im trockenen Sommer mit viel Wasser versorgt werden. Sie fühlen sich in kalkreichen Böden wohl und einige ihrer Art wachsen sogar in Höhen von 1500 m über dem Meeresspiegel. Wer diese edlen Pflanzen als Heilkraut verwenden möchte, sollte sich vor dem Kauf über deren Wirkstoffe erkundigen. Längst nicht alle Züchtungen eignen sich dafür. Hobbygärtner, die lediglich ihre grüne Fläche mit ansehnlichen Blüten schmücken möchten, legen häufig keinen Wert auf die Heilkraft der Pflanzen.

Anwendung und Wirkung

Wer die Waldrebe in rohem Zustand anwendet, muss mit Hautreizungen und leichten Vergiftungserscheinungen rechnen. Sobald die Wurzeln und Stängel abgekocht sind, wirkt der Sud lindernd bei Ausschlägen und dem damit verbundenen Juckreiz. Homöopathen nutzen die Heilkraft der Waldrebe, um unterschiedliche Beschwerden zu mildern. Auch in der Bachblütentherapie ist die Clematis häufig ein wirksames Kraut.

Am häufigsten werden ihre Blätter gesammelt. Ihr Sud soll gegen Neuralgie und Hautgeschwüre helfen. Sitzbäder mindern die Schmerzen bei einer Entzündung der Scheide. Neben den Blättern gehören auch die Wurzeln dazu, wenn die Heilkräfte der Waldrebe genutzt werden sollen. Wer diese Planzenteile allerdings roh anwenden möchte, der muss mit Rötungen der Haut und minimalen Vergiftungserscheinungen rechnen. Wie bei allen natürlichen Heilmitteln gilt auch hier, dass der Anwender zunächst sehr vorsichtig dosieren sollte.

Wogegen hilft die Waldrebe?

Bedeutung für die Gesundheit

In der Waldrebe sind diese Wirkstoffe enthalten: Campesterol, Anemonin, Kaffeesäure, Protoanemonin, Trimethylamin. Alle giftigen Bestandteile werden durch das Trocknen oder Kochen wirkungslos. Experten raten aber trotzdem, dass sie nur äußerlich angewendet werden soll. Das Protoanemonin als giftig, weil es die Blasenbildung auf der Haut hervorruft. Diese Eigenschaft machten sich Bettler im Mittelalter zunutze. Sie rieben damit ihre Hände und sichtbaren Gliedmaßen ein, um so das Mitleid der vorbeiziehenden Menschen zu erlangen. Und tatsächlich hatten sie mit dieser Maßnahme das Mitgefühl auf ihrer Seite. Aus diesem Grund wurden die Fruchtstände der Waldreben damals auch als "Teufelszwirn" bezeichnet.

Die Blätter der Waldrebe haben eine wissenschaftlich nachgewiesene, harntreibende Wirkung. Zugleich wirken sie schmerzstillend. Abgekochte Wurzeln sind hilfreich bei Juckreiz. Während die Waldrebe in Deutschland nicht von jedermann als Pflanze mit heilender Wirkung angesehen ist, steht sie bei den Chinesen ganz oben auf der Liste der Heilpflanzen. Schon seit Jahrhunderten ist sie aus der Traditionellen Chinesischen Medizin nicht wegzudenken. Dort wird sie sowohl bei Schmerzen in den Gelenken als auch bei Arthrose eingesetzt.

Umschläge aus Extrakten der Waldrebe werden dort zur Schmerzlinderung im Bereich des Bauches verwendet. Ein Tee aus Wurzeln gilt auch hierzulande als wirksam gegen "Frauenleiden". Also, Beschwerden, die mit einem übermäßigen Blutfluss während der Menstruation im Zusammenhang stehen. Frauen, die unter ständigem Ausfluss leiden, berichten ebenfalls, dass die Beschwerden spürbar nachlassen, wenn sie sich ein Sitzbad aus Pflanzenteilen der Waldrebe gönnen.

Wie bei allen Naturheilmitteln üblich, so steht auch die Waldrebe unter strenger Beobachtung der Schulmediziner. Niemand sollte sich hier von irgendeiner Seite beeinflussen lassen. Nur die eigene Empfindung zählt. Stellen Sie also fest, dass Ihnen der Tee aus Blättern der Waldrebe hilft, Ihre Beschwerden zu lindern. Dann achten Sie nicht zwingend auf die Ratschläge Anderer.

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