Wachtel

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 29. Mai 2016
Gesundpedia.deLebensmittel Wachtel

Die Wachtel gehört zu den kleinsten Hühnervögeln, die heute systematisch gezüchtet werden. Ihr Fleisch ist sehr zart und eignet sich sehr gut zum Braten bzw. Schmoren.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über Wachteln wissen

Wachteln kamen früher ausschließlich wild vor, heute stammen die Vögel vorwiegend aus Zuchtbetrieben. Gezüchtet wird dabei hauptsächlich die Japanische Wachtel, die äußerst schmackhaft und fleischig ist. Aus zoologischer Sicht gehört die Wachtel zu den Hühnervögeln, wobei zwischen der Europäischen bzw. der Japanischen Wachtel unterschieden werden kann. Sie ist ein Zugvogel und zieht in der kalten Jahreszeit nach Nordafrika.

Die Japanische Wachtel lebt im Sommer in Ostasien und Japan und zieht im Winter dann nach Südchina. In Japan und China hielt man die Wachtel ursprünglich als Singvogel, da der Wachtelschlag, die Singstimme des Vogels, äußerst beliebt war. Im 20. Jahrhundert wurde die Wachtel dann als Zuchttier entdeckt.

Zunächst konzentrierte man sich vor allem auf die hohe Legeleistung der Tiere, da Legewachteln jährlich bis zu 300 Eier legen. Schließlich setzte sich die Wachtel aber auch als Zuchttier durch. Meistens werden sie in Käfigen gehalten, nach ungefähr sechs Wochen erreichen sie dann die Geschlechtsreife.

Eine Besonderheit ist, dass die weiblichen Tiere mehr Gewicht als die männlichen haben. Aus diesem Grund werden die weiblichen Tiere schon in der fünften Woche geschlachtet, wohingegen die männlichen Tiere ihr Schlachtgewicht erst eine Woche später erreichen.

Wachteln waren bereits im alten Ägypten bekannt, heute sind wilde Wachteln zum Großteil in China, Japan bzw. in Europa anzutreffen, wobei ihr zartes Fleisch vom Geschmack her dem des Rebhuhns sehr ähnlich ist.

In China und Japan werden Wachteln bereits seit dem 11. Jahrhundert gehalten, nach Europa gelangten sie erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Auch im Volksglauben spielte die Wachtel eine Rolle. So glaubten die Bauern, dass für das Getreide so viele Münzen bezahlt werden müssten, wie man den Hühnervogel hintereinander schlagen hörte.

Auch das Wohlergehen der Pferde wurde nach dem Ruf der Wachtel beurteilt. Wenn der Bauer die Wachtel im Frühjahr zuerst hörte, so ging er davon aus, dass seine Pferde gesund und wohlgenährt sein würden.

Bedeutung für die Gesundheit

Da Wachteln sehr viel Eiweiß enthalten, ist ihr Fleisch äußerst wertvoll und kann vom Organismus bestens verarbeitet werden. Der niedrige Fettgehalt wirkt sich ebenfalls günstig auf den Körper aus. Früher wurde sehr häufig auch eine Wachtelsuppe zubereitet, die bei Nierenleiden und Blähungen wirkte.

Eine besondere Wirkung haben auch die Wachteleier, die im vorigen Jahrhundert bei Durchfallerkrankungen verschrieben wurden. Dafür wurden sie roh genossen und auf nüchternen Magen eingenommen.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Wachteln enthalten nur sehr wenig Fett und haben daher auch nur wenige Kalorien. Sie sind aber reich an hochwertigen Proteinen und Mineralstoffen.

Kalorien und Nährstoffe (pro 100g)
Kilokalorien/ Kilojoule 175 kcal/ 732 kj
Eiweiß 22,38 g
Kohlenhydrate 0,00 g
Fett 9,50 g
Wasser 67,02 g
Ballaststoffe 0,00 g
Vitamin A 73 µg
Vitamin E 700 µg

Unverträglichkeiten

Eine Allergie gegen Wachtelfleisch ist sehr selten. Im Falle einer Unverträglichkeit kann es zum Auftreten von Atembeschwerden oder Hautausschlägen kommen.



Einkaufs- und Küchentipps

Frische Wachteln können beim Geflügel- bzw. Wildfachhändler erworben werden. Eine Mastwachtel hat ein Gewicht von 150 bis 300g, Wachteleier wiegen etwa 10g. Pro Portion sollte dabei mindestens ein Vogel berechnet werden.

In frischem Zustand halten Wachteln im Kühlschrank ungefähr ein bis zwei Tage. Im Gefrierfach hält sich Wachtelfleisch etwa vier bis sechs Monate. Für die Aufbewahrung sollten sie trocken getupft und anschließend in Frischhaltefolie oder Papier gewickelt werden.

Vor der Zubereitung werden die Wachteln innen bzw. außen mit Wasser abgespült und dann trocken getupft. Federkiele, die eventuell noch in der Haut stecken, können mit einer Pinzette entfernt werden.

Zubereitungstipps

Wachteln können im Ofen gebraten oder geschmort werden, es ist aber auch möglich, sie zu grillen. Damit die zarte Haut des Tieres nicht verbrennt, sollte die Wachtel auf eine eingefettete Alufolie gesetzt werden. Der Rand der Folie wird dann zum Tier hin eingerollt. Anschließend gibt man sie in einen vorgeheizten Heißluftofen und brät sie bei 170 bis 180 Grad ungefähr 15 Minuten.

Da das Fleisch nur einen geringen Wasseranteil hat, sollte es mit Bratenfond aufgegossen werden, damit es nicht austrocknet. Um das Aroma noch zu verbessern, kann auch ein Zweig Thymian oder Rosmarin in die Pfanne gelegt werden.

Sehr beliebt sind auch gefüllte Wachteln, die mit Gemüse serviert werden können. Als Füllung eignen sich dabei Gänseleber und Trüffeln, in Spanien und in Italien werden Wachteln mit mediterranen Kräutern verfeinert.

Wachteln harmonieren sehr gut mit Speck, Pilzen, Feigen und Äpfeln. Das Fleisch ist aromatisch-zart, sehr begehrt sind aber auch die weißen, gelben bzw. bläulichen Wachteleier. Diese werden häufig zum Garnieren verwendet, können aber auch gekocht bzw. als Spiegeleier zubereitet werden.

Wachtel - Bücher & Produkte

Das könnte Sie auch interessieren:

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Wachtel?

Name oder Pseudonym:

E-Mail: (optional)

(wird nicht angezeigt, nur notwendig, wenn aktuelle Gesundheitsinformationen erwünscht werden)

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?