Vorzeitiger Samenerguss

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 17. Mai 2016
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Ein vorzeitiger Samenerguss ist ein Leiden, was viele Männer betrifft. Aber kaum einer traut sich darüber zu reden. Dabei gibt es vielversprechende Behandlungsmethoden um einen vorzeitigen Samenerguss zu beheben und auch vorzubeugen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein vorzeitiger Samenerguss

Ein vorzeitiger Samenerguss wird auch als Ejaculatio praecox bezeichnet. Eine einheitliche Definition ist bisher nicht entwickelt worden. Dennoch kann man den vorzeitigen Samenerguss anhand von drei Aspekten sehr gut beschreiben.

Zum einen ist bei einem vorzeitigen Samenerguss eine sehr kurze Verweildauer des Penis in der Vagina der Frau gegeben. Grundsätzlich spricht man bei einer Zeit unter zwei Minuten von einem vorzeitigen Samenerguss. Hinzu kommt ein Verlust der willentlichen Kontrolle des Samenerguss und zudem ein Leidensdruck der betroffenen Person oder der Patnerin.

Ursachen

Neben einer sexuellen Unerfahrenheit können viele Ursachen einen vorzeitigen Samenerguss auslösen. Besonders psychische Ursachen spielen immer wieder eine große Rolle. Diese beruhen vor allem auf Ängsten im Bett zu versagen. Aber auch eine frühkindliche sexuelle Störung kann ursächlich sein. Aber auch körperliche Erkrankungen können einen vorzeitigen Samenerguss auslösen. Hier sind vor allem Infektionen der Harnwege ursächlich.

Sobald die Infektion allerdings behoben ist, sollte auch das Problem mit dem vorzeitigen Samenerguss wieder verschwinden. Des Weiteren ist auch eine Erkrankung an Diabetes häufig der Auslöser für einen frühzeitigen Samenerguss. Dies ist nicht bei jedem Mann der Fall, sofern dieser unter Diabetes leidet. Bei vielen Männern führt dies nicht unbedingt zu Problemen eines vorzeitigen Samenerguss und bereitet ihnen keine Probleme beim sexuellen Leben.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Der vorzeitige Samenerguss wird grundsätzlich durch eine ausführliche Anamnese diagnostiziert. Dies ist ein ausführliches Gespräch, in dem der behandelnde Arzt sich die Beschwerden genau schildern lässt. Zudem wird der Arzt hier Fragen über die sexuelle Entwicklung, den Verlauf der sexuellen Reaktion und auch nach den bereits gesammelten sexuellen Erfahrungen stellen.

Des Weiteren wird in diesem Gespräch geklärt, ob der Mann unter Ängsten bezüglich eines frühzeitigen Samenerguss leidet. Allein aus dem Gespräch wird der Arzt die Diagnose stellen. Nur wenn weitere Symptome, die auf eine andere Erkrankung hinweisen könnten, festgestellt werden, erfolgt eine körperliche Untersuchung. Eine Diagnose des frühzeitigen Samenerguss wird der Arzt seinem Patienten dann stellen, wenn zwischen dem Eindringen in die Scheide der Frau und dem Samenerguss weniger als zwei Minuten vergangen sind.

Ein vorzeitiger Samenerguss kann angeboren sein oder sich erst während der sexuellen Aktivität entwickeln. Dabei beruht die angeborene Form meist auf einer anderen Erkrankung. Hingegen sind bei einer späteren Entwicklung des vorzeitigen Samenerguss psychologische Ängste mit im Spiel.

Behandlung

Bei einem vorzeitigen Samenerguss ist eine Behandlung grundsätzlich aus medizinischer Sicht nicht notwendig. Nur wenn die Psyche so stark belastet wird, kann auf unterschiedliche Formen der Therapie zurückgegriffen werden. Hier kann eine psychische, psychotherapeutische oder medikamentöse Behandlung häufig helfen. Eine psychische Behandlung des frühzeitigen Samenerguss ist vor allem für Männer empfehlenswert, die unter Ängste, Problemen in der Beziehung oder Depressionen leiden. Die psychologische Behandlung wird dabei meist von einer medikamentösen Behandlung begleitet.

Auch das Verschreiben von Antidepressiva gegen einen frühzeitigen Samenerguss ist heute medizinisch anerkannt und wird immer wieder mit positiven Ergebnissen getestet. Aus diesem Grund gib es speziell gegen einen frühzeitigen Samenerguss entwickelte Antidepressiva.

Sehr wichtig bei einer Therapie ist zudem das Einbeziehen der Partnerin. Nur so können die blockierenden Ängste sinnvoll gelöst werden. Des Weiteren können spezielle Cremes unter ärztliche Kontrolle gegen den vorzeitigen Samenerguss angewendet werden. Diese Cremes werden circa ein halbe Stunde vor dem sexuellen Kontakt auf den Penis aufgetragen. Hierdurch wird die Überempfindlichkeit des Glieds gehemmt und ein vorzeitiger Samenerguss hat keine Chance mehr.

Lediglich bei einem angeborenen frühzeitigen Samenerguss ist die Wahrscheinlichkeit einer zugrunde liegenden Erkrankung sehr hoch. Hier muss zunächst die Erkrankung behoben und sich dann dem Problem mit dem vorzeitigen Samenreguss gewidmet werden.



Vorbeugung

Um einen vorzeitigen Samenerguss vorzubeugen, sind zwei einfache Methoden sehr beliebt. Bei der sogenannten Start-Stop Methode masturbiert der Mann solange bis die kritische Schwelle erreicht ist. Kurz davor hält dieser inne und versucht somit seinen Samenerguss zu kontrollieren. Dies braucht einige Übung bevor ein Erfolg eintreten kann.

Daneben kann auch die sogenannte Squeeze-Methode zum Erfolg werden. Auch hier hält der Mann kurz vor dem Samenerguss, allerdings während des sexuellen Kontakts, inne. Zusätzlich übt dieser mit dem Daumen Druck auf sein Glied im Bereich der Eichel aus. Hierdurch kann ein vorzeitiger Samenerguss vorgebeugt werden. Ebenso kann ein Beckenbodentraining hilfreich sein.

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