Verstopfung beim Hund

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 29. September 2016
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Die Verstopfung beim Hund ist immer dann problematisch, wenn sie mehrere Tage anhält. Meist lässt sie sich mit milden Abführmitteln in den Griff bekommen. Im schlimmsten Fall kann ein Tumor im Darmbereich die Verstopfung beim Hund bewirken.

Inhaltsverzeichnis

Wann liegt eine Verstopfung beim Hund vor?

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Medikamente gegen: Tierkrankheiten

Eine Verstopfung beim Hund liegt vor, wenn sich der Kot im Darm des Tieres verdickt. Der Darmausgang wird dadurch blockiert. Die Folge der Verstopfung beim Hund ist, dass er über einen längeren Zeitpunkt den Kot nicht mehr ausscheiden kann. Sowohl das zunehmende Völlegefühl als auch das Ausscheiden selbst können dem Hund dann Schmerzen bereiten.

Die Veterinärmediziner unterscheiden zwischen einer plötzlichen auftretenden Verstopfung beim Hund, die innerhalb weniger Tage wieder verschwindet, und chronischer Verstopfung beim Hund. Letztere bedarf ärztlicher Behandlung.

Ursachen

Zu den häufigsten Ursachen der Verstopfung beim Hund zählt mangelnde Bewegung. Bei älteren oder kranken Tieren, die zum Beispiel an Rheuma, Hüftproblemen oder gar Lähmungen leiden, ist die fehlende Bewegung ein großes Problem. Diese Hunde haben aufgrund ihrer eingeschränkten Bewegungsfähigkeit besonders häufig mit chronischer Verstopfung zu kämpfen.

Die Probleme wachsen sich zum Teufelskreis aus, wenn der betroffene Hund auch noch Schmerzen beim Ausscheiden des Kots empfindet. Aus Angst vor dem Schmerz vermeidet er das Ausscheiden und vergrößert damit noch die Verstopfung. Eine fehlerhafte Ernährung kann auch bei gesunden Tieren eine Verstopfung auslösen. Ein Mangel an Flüssigkeit oder eine häufige Fütterung mit Knochen kann ebenso zur Verstopfung beim Hund führen wie das Verschlucken von Kunststoff oder Haaren.

Darüber hinaus wirken sich bestimmte Medikamente negativ auf die Verdauung aus: Schmerzmittel, Entwässerungspräparate, Antiallergika oder ein Beruhigungsmittel. Außerdem können auch krankheitsbedingte Gründe für eine Verstopfung beim Hund vorliegen. Dazu gehören ein Abszess oder Tumor im Darm- oder Afterbereich sowie eine Prostatavergrößerung. Schließlich ist auch eine Stoffwechselerkrankung nicht als Ursache für die Verstopfung beim Hund auszuschließen.

Symptome und Verlauf

Die Verstopfung beim Hund lässt sich für den erfahrenen Halter meist schon daran erkennen, dass sein Tier nicht mehr zu den üblichen Zeiten Kot ausscheidet. Wenn er sich darüber hinaus in die typische Stellung dafür begibt, aber nichts oder nur wenig harten Kot ausscheidet, ist das ein eindeutiges Zeichen für eine akute Verstopfung beim Hund. Zuweilen scheiden die Hunde auch einen mit Blut vermischten Schleim aus, was in der Fachsprache als Pseudodurchfall bezeichnet wird. Eine chronische Verstopfung beim Hund kann außerdem zu einer Überdehnung des Darmtrakts führen, die sich nicht mehr zurückbildet. Dauerhafte Bauchschmerzen sind in diesem Fall die Folge der Verstopfung beim Hund.

Diagnose

Wenn von einer Verstopfung beim Hund auszugehen ist, tastet und hört der Tierarzt zunächst den Bauch des Tieres ab. Ergibt sich dadurch kein schlüssiger Befund, folgen weitere Diagnosen. Entweder röntgt der Arzt den Darmbereich oder er setzt ein Ultraschallgerät ein. Um abzuklären, ob eine Stoffwechselerkrankung oder eine Entzündung vorliegt, untersucht er das Blut des Hundes. Bei Verdacht auf einen Abszess oder Tumor muss der Tierarzt eine Endoskopkamera in den Darmtrakt einführen. Bestätigt sich dieser Verdacht, entnimmt er eine Gewebeprobe. Erst nach einer Untersuchung im Labor lässt sich dann sagen, ob ein bösartiges Geschwulst die Verstopfung beim Hund ausgelöst hat.

Wann zum Tierarzt?

Wenn die Verstopfung beim Hund nur vorübergehend auftritt, reicht etwas Milch im Futter, um das Problem zu beheben. Falls der Zustand aber mehrere Tage andauert, sollte der Halter auf jeden Fall einen Tierarzt aufsuchen. Insbesondere der wiederholte und erfolglose Versuch des Hundes, Kot auszuscheiden, ist ein deutliches Warnzeichen. Ein zu langes Zögern kann eine irreparable Überdehnung des Darms zufolge haben. Sofern das Tier bereits älter oder geschwächt ist, sollte die Verstopfung beim Hund ebenfalls vom Tierarzt behandelt werden.

Behandlung

Die Behandlung der Verstopfung beim Hund richtet sich danach, ob der Arzt eine chronische oder vorübergehende Verstopfung diagnostiziert hat. Einfache Verstopfung beim Hund kann mit milden Arzneien behoben werden. Oftmals reicht es schon, dem Futter etwas Milch beizumischen.

Ansonsten funktionieren auch die Abführmittel Lactulose oder Flohsamenschalen. Enzympräparate regen die Verdauung an. Ein Einlauf macht den Kot weicher. Wenn eine chronische Verstopfung beim Hund vorliegt, versorgt der Arzt das Tier zunächst mit Flüssigkeit, die er intravenös verabreicht.

Mittels eines Einlaufes weicht er den Kot auf. Anschließend verabreicht er stärkeres Abführmittel, damit der Hund den Kot abstößt. Falls ein Tumor oder ein Darmverschluss die Ursache der Verstopfung beim Hund darstellt, muss der Tierarzt operieren.



Vorbeugung – Was kann der Halter tun?

Eine Verstopfung beim Hund lässt sich meistens verhindern, wenn das Tier täglich genügend Auslauf bekommt. Bewegung regt die Verdauung an. Wenn das Futter reich an Ballaststoffen ist und das Tier ausreichend Wasser bekommt, beugt das ebenso einer Verstopfung beim Hund vor. Falls der Hund dennoch häufiger unter Verstopfung leidet, kann der Halter dem Futter etwas Leinsamen, Flohsamenschalen, Milch oder Kleie beimischen. Er sollte sich aber vorher beim Tierarzt erkundigen, welche Menge davon notwendig ist, um eine Verstopfung beim Hund erfolgreich zu vermeiden.

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