Verstopfung bei Katzen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 30. September 2016
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Verstopfung bei Katzen tritt häufiger auf, als es die Katzenbesitzer vielleicht denken mögen. Hierfür zeigen sich die verschiedensten Ursachen schuldig, die in den meisten Fällen allerdings nur vorübergehender Natur sind. Wenn die Verstopfung bei Katzen jedoch länger anhält oder mit schweren Nebenerscheinungen einhergeht, dann sollte unbedingt ein Tierarzt zu Rate gezogen werden.

Inhaltsverzeichnis

Wann liegt Verstopfung bei Katzen vor?

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Eine Verstopfung bei Katzen liegt dann vor, wenn die Stubentiger bei ihrem Gang zur Katzentoilette entweder keinen oder nur sehr wenig Kot absetzen. Zwar werden sie stark pressen, weil der Drang zweifelsohne vorhanden ist, aber es will einfach nichts kommen.

Manche Katzen steigen dann unverrichteter Dinge aus ihrem Katzenklo, um nach einigen Minuten bereits einen weiteren Versuch zu wagen. Dies ist dann ein untrügliches Zeichen dafür, dass eine Verstopfung bei Katzen vorliegt.

Ursachen

Die Ursachen für eine Verstopfung bei Katzen können unterschiedlicher Natur sein. Einer der Hauptursachen ist eine falsche Ernährung, Denn selbst die Katzen benötigen Ballaststoffe. Sind diese nicht in ausreichender Form im Futter enthalten, kann sich dies in einer Verstopfung bei Katzen äußern.

Sehr häufig ist ein Wassermangel Schuld an der Erkrankung. Diese tritt dann auf, wenn überwiegend Trockenfutter auf dem Speiseplan steht. Das Trockenfutter entzieht dem Katzenkörper das Wasser und der Stuhl wird hart. Im Frühjahr sowie im Herbst findet der Fellwechsel statt. Durch das tägliche Putzen landet besonders viel Fell im Magen und somit im Darm, was ebenfalls zur Verstopfung bei Katzen führt.

Ein psychisches Problem ist die fehlende Akzeptanz der Katzentoilette. Wird eine neue Katzenstreu verwendet, die den Fellnasen nicht zusagt, werden sie versuchen, die Toilette zu meiden. Unweigerlich führt dies zur Verstopfung bei Katzen. Aber auch andere psychische Faktoren, die aus dem Zusammenleben mit den Katzenkumpeln resultieren können, dürfen sich möglicherweise dafür verantwortlich zeigen. Ebenso spielen einige Erkrankungen oder sogar ein Beckenbruch eine Rolle für eine Verstopfung bei Katzen.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome der Verstopfung bei Katzen:

  • geringer, trockener und harter Kot
  • Erbrechen
  • Appetitmangel

Die Symptome für eine Verstopfung bei Katzen äußern sich darin, dass die Stubentiger nur erschwert oder gar keinen Kot absetzen. Sie verharren auf der Katzentoilette und pressen mit größter Anstrengung ohne den gewünschten Erfolg. Wenn dann doch etwas Kot in der Katzentoilette landet, ist er sehr trocken und hart wie ein Stein. Vielfach ist auch ein Schreien während des Pressvorgangs zu beobachten. In solch einem Fall bereitet es den Tieren große Schmerzen, so dass sie den Versuch wieder abbrechen. Im weiteren Verlauf der Verstopfung bei Katzen zählen Erbrechen sowie ein Appetitmangel zu den deutlichen Symptomen. Die Katzen wirken teilnahmslos und verkriechen sich. Dies ist ein untrügliches Zeichen für starke Bauchschmerzen.

Diagnose

Um eine entsprechende Diagnose für eine Verstopfung bei Katzen zu erhalten, ist der Gang zum Tierarzt unumgänglich. Er wird die Kotballen bereits durch ein Abtasten des Bauchbereichs feststellen können. Eine Verstopfung bei Katzen äußert sich immer darin, dass der Unterbauch hart und fest ist. Weiterhin werden die Essgewohnheiten sowie die tägliche Nahrung auf dem Prüfstand gestellt. Auch eine möglicherweise vorliegende Krankengeschichte wird in die Diagnose mit einbezogen. Mittels einer Röntgenuntersuchung lässt sich dann das ganze Maß der Verstopfung bei Katzen feststellen.

Wann zum Tierarzt?

Liegt eine andauernde Verstopfung bei Katzen vor, sollten die Tierhalter möglichst umgehend den Tierarzt aufsuchen. Während sich leichtere Fälle häufig durch einige Maßnahmen selbst behandeln lassen, kann ein schwereres Krankheitsbild auch auf einen Darmverschluss hinweisen. In diesen Fällen ist eine sofortige Operation unumgänglich. Ebenfalls ist eine Untersuchung beim Tierarzt notwendig, wenn ein Kotabsatz mit Blut einhergeht oder die Verstopfung bei Katzen gehäuft auftritt.

Behandlung

Für die Behandlung der Verstopfung bei Katzen stehen verschiedene Alternativen zur Verfügung, die je nach Schwere der Erkrankung angewendet werden. Steht die Verstopfung bei Katzen noch am Anfang, lässt sie sich relativ schnell und problemlos behandeln. Wenn nicht genügend Wasser aufgenommen wird, kann ein Ausgleich des Flüssigkeitshaushalts bereits ausreichend für eine schnelle Heilung sein.

Eine Nahrungsumstellung sowie eine entsprechende Fellpflege können das Problem ebenfalls beseitigen. Liegt eine mittelschwere Verstopfung bei Katzen vor, dann sorgt ein Einlauf mit lauwarmem Wasser für den Kotabsatz. Dieser ist jedoch ausschließlich vom Tierarzt durchzuführen. Ebenfalls lassen sich Medikamente, die die Tätigkeit des Darms fördern, kurzfristig einsetzen, um die Verstopfung bei Katzen zu lösen.

Wenn es sich jedoch um einen schweren Krankheitsverlauf handelt, kann lediglich noch eine Operation helfen, bei der den Katzen die harten Kotballen entfernt werden. Stellt sich dabei heraus, dass ein Darmabschnitt durch die Verstopfung bei Katzen deutlich verändert ist, dann wird auch dieser entfernt.



Vorbeugung - Was kann der Tierhalter tun?

Damit es gar nicht erst zu einer Verstopfung bei Katzen kommen kann, sollten die Katzenliebhaber bereits vorbeugend eingreifen. So ist auf eine ballaststoffreiche Nahrung zu achten, die möglicherweise mit Milchzucker oder mit Sonnenblumenöl angereichert werden kann. Ebenso ist eine Animation zur täglichen Bewegung hilfreich.

Besonders in der Zeit des Fellwechsels sollte das Fell regelmäßig gekämmt werden, Katzengras ist behilflich, verschlucktes Fell zu erbrechen. Katzenbrunnen erhöhen die Wasseraufnahme, bei besonders trinkfaulen Salonlöwen kann alternativ das Katzenfutter mit einer zusätzlichen Wassergabe versetzt werden. Warme Umschläge können die Behandlung der Verstopfung bei Katzen positiv beeinflussen.

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