Unfruchtbarkeit und Zeugungsunfähigkeit beim Mann

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 4. Dezember 2016
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Unfruchtbarkeit und Zeugungsunfähigkeit beim Mann kann sich belastend auf eine Beziehung auswirken. Dabei liegen die Ursachen in etwa 40 Prozent der Fälle beim Mann. Bei 2 von 10 Paaren liegt beidseitig eine nur eingeschränkte Fruchtbarkeit vor. Der Gang zum Arzt kann in der Regel nicht verhindert werden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Unfruchtbarkeit und Zeugungsunfähigkeit beim Mann?

Unfruchtbarkeit und Zeugungsunfähigkeit beim Mann hat unterschiedliche Gründe. Letztendlich führt sie dazu, dass es trotz regelmäßigem ungeschützten Geschlechtsverkehrs zu keiner Empfängnis kommt. Wird bei dem Arzt die Diagnose Zeugungsunfähigkeit gestellt, lässt sich häufig noch eine psychische Komponente entdecken, welche sich auf die Partnerschaft auswirkt. Dabei sind nicht alle Ursachen, die ungewollt in Kinderlosigkeit resultieren, dauerhaft. Einige lassen sich zum Beispiel erfolgreich behandeln. Deswegen ist es wichtig, dass der Arztbesuch nicht aus falscher Scham aufgeschoben wird. Offenheit mit dem Thema gegenüber der Partnerin und des Arztes kann das Problem nicht nur auf psychischer Ebene abmildern. Auf diese Weise können auch sämtliche Behandlungsmöglichkeiten ermittelt werden.

Ursachen

Auf Seiten des Mannes liegt die Ursache für Unfruchtbarkeit häufig bei den Spermien. Störungen in der Produktion führen zu einer reduzierten Zeugungsfähigkeit. Eine solche Erscheinung kann bereits von Geburt an bestehen, wie es zum Beispiel bei Hodenhochstand der Fall ist. Ein Hodenhochstand zeichnet sich dadurch aus, dass die Hoden im Leistenkanal verbleiben, anstatt in den Hodensack zu rutschen.

Betroffene Babys werden in der Regel bereits nach einigen Wochen operiert, um einen gesunden Zustand herbeizuführen. Ferner kann eine Krampfader am Hoden für die ungewollte Kinderlosigkeit verantwortlich sein. Diese erhöht die Temperatur, was ebenfalls negative Auswirkungen auf die Spermaproduktion hat. Es ist jedoch möglich, die entsprechende Ader operativ zu entfernen.

Auf genetischer Ebene kommt das Klinefelter-Syndrom in Frage. Es sorgt dafür, dass der betroffene Mann ein X-Chromosom zu viel aufweist. Eine Hodenentzündung, die Kinderkrankheit und bestimmte Medikamente können die Produktion der Spermien ebenfalls verändern. Bei einigen Männern liegt ein verschlossener Samenleiter vor, bei anderen fehlt dieser vollkommen.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome der Unfruchtbarkeit und Zeugungsunfähigkeit beim Mann:

Das schwerwiegendste Symptom in der Partnerschaft stellt die ungewollte Kinderlosigkeit dar. Trotz regelmäßiger Versuche kommt es über einen längeren Zeitraum hinweg zu keiner Schwangerschaft. Darüber hinaus entstehen spezifische Symptome, welche sich auf die einzelnen Erkrankungen zurückführen lassen. Weil es sich bei diesen um grundlegend verschiedene Beschwerden handeln kann, ist eine Verallgemeinerung schwierig.

So verursacht ein Hodenhochstand normalerweise keine Schmerzen bei dem Säugling. Das einzige auffällige Merkmal stellt das Fehlen der Hoden im Hodensack dar. Mit dem Klinefelter-Syndrom geht gleichzeitig eine verminderte Produktion von Testosteron einher. Dies macht sich auf unterschiedliche Weisen bemerkbar. So fallen die körperlichen Entwicklungen in der Pubertät im Vergleich zu gesunden Gleichaltrigen in der Regel schwächer aus.

Bei einigen Erkrankten fehlen sämtliche Weiterentwicklungen. Weiterhin kommt es zu einer hohen Stimme, Lernschwierigkeiten und Motorikstörungen. Ein Mangel an Testosteron entwickelt sich bei einigen Männern mit zunehmendem Alter. Neben Fehlbildungen können darüber hinaus auch Entzündungen im Bereich von Prostata und Harnwege vorliegen. Aufgrund der vielfältigen Ursachen ist eine genaue Diagnose wichtig.

Diagnose

Bei Männern ist der Weg zur Diagnose oft lang, weil die männlichen Fortpflanzungsorgane weniger erforscht sind als die weiblichen. Letztendlich handelt es sich bei der Analyse des Spermas um die wichtigste Untersuchung. Vor Abgabe der Probe sollte der Patient drei bis fünf Tage auf Geschlechtsverkehr verzichten. Die Untersuchungen im Labor umfassen eine genaue Betrachtung der Menge, Beweglichkeit, äußeres Erscheinungsbild sowie der Vitalität der Spermien.

Ein schlechtes Resultat macht weitere Untersuchungen notwendig. Dasselbe gilt bei bestehenden Beschwerden oder Symptomen, welche auf eine spezifische Erkrankung hinweisen, die verifiziert werden muss. Das Klinefelter-Syndrom wird in der Regel bereits früh diagnostiziert.

Behandlung und Therapie

Die Behandlung hängt von der zugrunde liegenden Erkrankung ab. Deswegen ist es wichtig, nicht nur das Symptom Zeugungsunfähigkeit zu kennen, sondern auch die Ursache, welche hinter der Erscheinung steckt. Nur so besteht die Möglichkeit einer Behandlung, um die Fruchtbarkeit zumindest eingeschränkt wiederherzustellen. Wie erfolgreich ein solches Ziel ist, kann nicht hervorgesagt werden.

Es steht ebenfalls in einer engen Verbindung zu der Ursache. Jugendlichen mit Klinefelter-Syndrom werden Hormone verabreicht. Diese sollen die Pubertät einleiten und zu der körperlichen Entwicklung führen. Insofern Spermien produziert werden, besteht die Möglichkeit einer Zeugungsfähigkeit durch eine erfolgreiche Behandlung. Bei einer Prostataentzündung muss vor allem das Verhalten des Patienten stimmen. Dieser sollte auf Alkohol und Sex verzichten, ausreichend trinken und sich ausruhen.

Bei einer chronischen Entzündung wird in der Regel Antibiotika verschrieben. Ein verschlossener Samenleiter kann mithilfe einer Operation geöffnet werden. Diese findet relativ invasiv statt und führt laut Studien in 20 Prozent aller Operationen zu einer natürlich herbeigeführten Schwangerschaft. Nicht bei allen Ursachen ist es möglich, die Zeugungsfähigkeit zu verbessern. Deswegen sollten einige Paare eventuell eine Adoption oder andere Möglichkeiten erwägen.

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Vorbeugung

Unfruchtbarkeit bei dem Mann lässt sich nur eingeschränkt vorbeugen. Hormonelle Schwankungen können nicht beeinflusst werden. Ärzten zufolge soll ein gesunder Lebensstil mit wenig Alkohol und Nikotin zu einer besseren Spermaqualität beitragen. Weiterhin sollte die Ernährung gesund sein und ausreichend Bewegung in den Alltag integriert werden.

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