Trommelfell

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 22. Juni 2015
Gesundpedia.deAnatomie Trommelfell

Im menschlichen Ohr befindet sich das sogenannte Trommelfell. Das Trommelfell ist eine dünne Membran, welche zwischen mit Mittelohr und dem Gehörgang sitzt. Es ist etwa für den Schutz des Mittelohrs, die Schallübertragung sowie andere wichtige Aufgaben zuständig. Aus diesem Grund sind Verletzungen, welche direkt das Trommelfell betreffen, äußerst gefährlich, da das Hörvermögen stark beeinträchtigt werden kann.

Inhaltsverzeichnis

Definition

Das Trommelfell selbst ist für verschiedene Funktionen zuständig; unter anderem ist es etwa für die Schallübertragung verantwortlich. Aus diesem Grund können Verletzungen, die direkt die Membran betreffen, in weiterer Folge einen Verlust oder eine Minderung des Hörvermögens darstellen. Jedoch haben die Mediziner in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer wieder neue Erkenntnisse gewonnen, wie das Trommelfell - im Rahmen chirurgischer Eingriffe - repariert werden kann.

Anatomie

Das menschliche Ohr ist, wie das Trommelfell, äußerst komplex. Das Trommelfell ist nichts anderes als eine dünne Membran, welche vor dem Mittelohr - am Ende des inneren Gehörgangs - positioniert ist. Die Membran hat eine Stärke von gerade einmal 0,1 mm; der Durchmesser beträgt rund 10 mm.

Das Trommelfell besteht aus drei Schichten. Die Experten unterteilen die Membran in eine Faserschicht, eine Schleimhautschicht und eine Epithelschicht. Die Membran ist mit einem Trichter vergleichbar, nach innen gewölbt und steht nicht unter Spannung. Am tiefsten Punkt des Trommelfells gibt es die Verbindung mit dem Hammer, einem Gehörknöchelchen.

Somit können etwa Schalwellen transportiert werden, die von außen aufgenommen werden. Die Schallwellen werden in weiterer Folge an das Innenohr weitergeleitet. Die Nervengeflechte des Trommelfells sind äußerst sensibel; aus diesem Grund werden - selbst nur sehr leichte Berührungen - als sehr schmerzhaft wahrgenommen. Die Blutversorgung wird durch ein doppeltes Netz gewährleistet, das aus kleinen wie sehr feinen Blutgefäßen besteht.

Funktion

Das Trommelfell ist im Endeffekt für zwei äußerst wichtige Aufgaben zuständig. Einerseits schützt es den inneren Gehörgang des Menschen und bildet einen "Verschluss", damit das dahinterliegende Mittelohr nicht verletzt oder beschädigt werden kann. Die dünne Membran, die durchaus elastisch ist, kann somit etwaige Flüssigkeiten oder auch Schmutzpartikel abfangen. Doch diese Fähigkeit führt oftmals zu Entzündungen, die das Mittel- oder auch Innenohr betreffen und in jedem Fall medizinisch behandelt werden müssen.

Die zweite Aufgabe befasst sich mit dem Hörvermögen. Auf Grund der Tatsache, dass die dünne Membran die Schallwellen aufnimmt, die von außen direkt in den Gehörgang eindringen, kann es unterschiedliche Schwingungen erzeugen. Da das Trommelfell mit dem Hammergriff (dem Gehörknöchelchen) verbunden ist, kann der eingedrungene Schall direkt von der elastischen Membran weitergegeben werden. Durch diesen "Transport" kann die Schallwelle in das Innenohr gelangen.

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Erkrankungen des Trommelfells

Auf Grund der Tatsache, dass das Trommelfell direkt vom Hörvorgang betroffen ist, weist sie eine enorme Sensibilität auf. Die Sensibilität ist mitunter auch der Grund, warum verschiedene Ereignisse und Dinge zu einer Verletzung und Beschädigung führen können. Ein direkter Schlag, der auf das Ohr gerichtet wird, ein sehr lauter Knall, hervorgerufen durch einen Knallkörper oder einer Explosion, kann daher die Membran bzw. das Trommelfell verletzen.

Hier spricht der Mediziner auch immer wieder vom "Riss des Trommelfells" - der Ruptur. Umgangssprachlich hingegen wird von einem "geplatzten Trommelfell" gesprochen. Mitunter kann auch die mechanische Einwirkung, welche durch den Menschen hervorgerufen wird, eine Verletzung herbeiführen. Klassisch sind Versuche das Ohr mit einem Wattestäbchen zu reinigen. Durch die Verwendung des Wattestäbchens ist es möglich, dass eine Perforation des Trommelfells stattfindet.

Eine Perforation ist auch im Rahmen eines Schädelbruchs sowie einer Mittelohrentzündung möglich. Ist das Trommelfell defekt, können Krankheitserreger in das Ohr gelangen. Jene Krankheitserreger werden etwa durch eindringendes Wasser weitergeleitet. Zudem kann das verletzte bzw. defekte Trommelfell auch das Hörvermögen beeinträchtigen.

Jedoch entscheidet die Größe des Lochs, das in der Membran ist, wie stark die Hörbeeinträchtigung tatsächlich ist. Somit können kleinere Löcher nur eine bedingte Hörminderung verursachen, während große Löcher sehr wohl eine im Alltag einschränkende Verminderung der Hörfähigkeit verursachen. Liegt eine Ruptur vor, tritt in einigen Fällen eine Spontanheilung ein. Das bedeutet, dass die Membran selbständig zusammenwächst und keine weiteren Spätfolgen befürchtet werden müssen.

Tritt keine Selbstheilung ein, muss die Membran - im Rahmen eines chirurgischen Eingriffs - repariert und somit wiederhergestellt werden. Bei jener Operation wird körpereigenes Gewebe aus einem Muskel entnommen, damit die Risse, die durch die Verletzung in der Membran entstanden sind, dauerhaft verschlossen werden können. Liegt der Verdacht eines perforierten Trommelfells vor, muss unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden, damit Spätfolgen verhindert werden.

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