Trennkost

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 12. November 2014
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Bei der Trennkost, die von Dr. Howard Hay entwickelt wurde, werden die Nahrungsmittel in drei Kategorien eingeteilt: Kohlenhydrate, Proteine sowie neutrale Nahrungsmittel. Die Grundregel der Trennkost besagt, dass Kohlenhydrate nie mit proteinhaltigen Nahrungsmitteln zusammen verzehrt werden dürfen bzw. mindestens ein Zeitabstand von drei Stunden zwischen dem Verzehr dieser beiden Lebensmittelgruppen liegen sollte.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Trennkost?

Stattdessen werden bei der Trennkost jeweils Vertreter der kohlenhydrathaltigen Gruppe mit Lebensmitteln aus der neutralen Gruppe bzw. proteinhaltige mit neutralen Nahrungsmitteln miteinander kombiniert. Das Prinzip der Trennkost geht davon aus, dass Proteine und Kohlenhydrate auf verschiedene Art und Weise im Körper verdaut werden, so dass sich diese beiden Nahrungsmittelgruppen bei gleichzeitigem Verzehr bei der Verdauung behindern und die Passage durch den Magen-Darm-Trakt unnötig verlängern würden.

Wird die Trennkost richtig umgesetzt, ist die Nahrungszusammensetzung vielseitig und lässt keine Mangelzustände aufkommen. Die ausreichende Versorgung mit lebenswichtigen Vitaminen und Mineralien ist mit der Trennkost ebenfalls garantiert. Bei der Trennkost sind alle Nahrungsmittel erlaubt, sie können frei kombiniert werden, sofern sie aus den festgelegten Nahrungsmittelgruppen stammen. Die Trennkost birgt demzufolge keine Gesundheitsrisiken, natürlich immer vorausgesetzt, dass der Speiseplan vom Trennköstler selbst abwechlsungsreich und ausgewogen gestaltet wird.

Zu den kohlehydratreichen Nahrungsmitteln gehören alle Getreideprodukte, Kartoffeln, Teigwaren, Reis, Äpfel, Bananen und Trockenfrüchte, Honig und Zucker. Fisch und Meeresfrüchte, Eiweiß, Fleisch, Geflügel, Milch und fettarmer Käse gehören zur proteinhaltigen Gruppe der Nahrungsmittel. Zu den neutralen Lebensmitteln zählen fast alle Gemüsesorten, luftgetrocknete Wurstwaren wie Räucherschinken, Cervelat und Salami, geräucherter Fisch, Sprossen und Keime, Butter, Dickmilch und Käsesorten mit einem Fettgehalt über 50%, Nüsse, Tee und Kaffee. Das Prinzip der Trennkost ist im Alltag leicht umzusetzen, da immer zwei Lebensmittelgruppen miteinander kombiniert werden.

Kritk und Gefahren

Die Hay´schen Verdauungsgesetze der Trennkost konnten bisher weder wissenschaftlich nachgewiesen noch widerlegt werden. So streiten sich bis heute Befürworter und Gegner der Trennkost über die Wirksamkeit dieser Art der Ernährung.

Die Trennkost ist keine Diät, sondern eine spezielle, vollwertige Form der Ernährung. Während die Befürworter von einer kontinuierlichen Gewichtsabnahme bis zum Erreichen des Idealgewichts, einer gesunden Ernährungsform, einer schnelleren Verdauung und damit der Schonung des Verdauungstraktes durch das Prinzip der Trennkost überzeugt sind, sind die Gegner der Trennkost der Meinung, dass der getrennte Verzehr einzelner Lebensmittelgruppen keinerlei Vorteile für die Gesundheit bringen würde.

Die Trennkost wird auch bei verschiedenen Krankheiten wie Übersäuerung des Körpers, Nierenleiden, Rheuma, Allergien und Vitaminmangelzuständen empfohlen. Bei der richtigen Kombination der Nahrungsmittel aus den drei Gruppen enthält die jeweilige Mahlzeit einen niedrigen glykämischen Index. Je niedriger der glykämische Index ist, umso niedriger ist der Blutzuckerspiegel und die Insulinproduktion, was wiederum die Bauchspeicheldrüse schont.

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Beispiele und Formen

Die Ernährungsform der Trennkost ist nicht auf bestimmte Bevölkerungsgruppen beschränkt. Sie ist für jede Altersgruppe anwendbar. Bei der richtigen Umsetzung der Trennkost ändern sich nach einer gewissen Zeit der Umstellung sowohl das Essverhalten als auch das Appetits- und Hungergefühl.

Ein kontinuierliches Abnehmen mit einer gesunden, vollwertigen Kost ist durch das Trennkost-Prinzip möglich.

Viele Studien weisen positive Effekte bei der Ernährung nach dem Trennkost-Prinzip auf.

Den endgültigen wissenschaftlichen Beweis für die Wirksamkeit der Trennkost werden die Wissenschaftler wohl erst dann liefern können, wenn sie die Wechselwirkung der einzelnen Enzyme in unserem Körper umfassend untersucht und wissenschaftlich nachgewiesen haben.

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