Tränendrüsenentzündung

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 10. Oktober 2015
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Eine Tränendrüsenentzündung ist nicht nur sehr unangenehm. In schweren Fällen kann sie darüber hinaus Komplikationen hervorrufen. Es wird zwischen einer akuten und chronischen Tränendrüsenentzündung differenziert. Der akute Verkauf betrifft vor allem Kinder.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Tränendrüsenentzündung?

Die Tränendrüse befindet sich am oberen Lidrand im äußeren Bereich eines jeden Auges. Sie produziert den größten Teil der Tränenflüssigkeit, welche für die Gesundheit der Hornhaut und für das Sehen ausschlaggebend ist. Die Drüse selbst kann unter dem knöchernen Part des Auges gefunden werden. Produzierte Tränen werden über die Ausgänge der Tränendrüse ins Auge gegeben und dort mithilfe des Lidschlags verteilt. Weil die Tränendrüse wichtige Funktionen übernimmt, welche das Auge insgesamt betreffen, kann sich eine Entzündung auch auf andere Strukturen auswirken.

Ursachen

Die Ursachen einer Tränendrüsenentzündung sind vielfältig. Häufig handelt es sich um Erreger, die ins Auge eindringen konnten, sich dort vermehren und auf diese Weise die entzündlichen Prozesse in Gang setzen. In den meisten Fällen sind Bakterien oder Viren an den Beschwerden schuld. Hier sind zum Beispiel die verschiedenen Arten der Staphylokokken, Streptokokken und Pneumokokken zu nennen.

Diese werden über die Tröpfcheninfektion verbreitet. So gelangen sie zum Beispiel über die Luft ins Auge oder durch das Berühren des Auges mit verunreinigten Händen. Eine Tränendrüsenentzündung tritt vermehrt bei Kindern auf, die gerade mit einer Infektion wie Masern, Mumps oder Pfeifferisches Drüsenfieber zu kämpfen haben. Weiterhin sind Personen mit einem geschwächten Immunsystem gefährdet. Ist das Immunsystem nicht stabil genug, können die Erreger die Antikörper des Organismus zunächst außer Gefecht setzen.

Eine Entzündung der Bindehaut greift eventuell auf andere Strukturen über, wie auch die Tränendrüse. Wenn eine andere Erkrankung einen chronischen Verlauf annimmt, kann sie von einem häufigen Auftreten einer Tränendrüsenentzündung begleitet werden. So stellen Tuberkulose, Leukämie oder Syphilis einen Risikofaktor dar.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome der Tränendrüsenentzündung:

Eine Tränendrüsenentzündung macht sich meistens nur auf einem Auge bemerkbar, kann prinzipiell aber auch beidseitig erscheinen. Patienten leiden unter Rötungen, Schwellungen und Schmerzen bei einer Druckbelastung des betroffenen Auges. In dem entzündeten Bereich hängt das obere Augenlid etwas nach unten. Häufig können darüber hinaus Erwärmungen festgestellt werden, die auf eine Entzündung hindeuten.

Das Auge lässt sich oft nicht öffnen. Entweder sind die Schmerzen während des Vorgangs zu stark, oder das Lid ist derart geschwollen, dass eine Bewegung nicht möglich ist. Betroffene bemerken in der Regel einen gelblichen Ausfluss oder ein vermehrtes Tränen. Der Ausfluss verklebt oft die Wimpern oder das gesamte Auge. In schwereren Verläufen kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Entzündung die Sehkraft negativ beeinträchtigt.

Weiterhin sickert unter Umständen Eiter aus der Tränendrüse, sobald diese berührt wird. Einige Patienten berichten zudem über Fieber, Erbrechen und Kopfschmerzen. Dabei müssen die unangenehmen Erscheinungen nicht unbedingt auftreten. Vor allem bei einem chronischen Verlauf bemerken Betroffene zwar keine Schmerzen, dafür fällt die Schwellung häufig stärker aus.

Diagnose

Die Diagnose kann über den Haus- oder Augenarzt erfolgen. Dabei liefert das äußere Erscheinungsbild des Auges häufig bereits ausschlaggebende Hinweise. Für die passende Therapie ist es jedoch wichtig, den genauen Erreger zu kennen. Dieser wird mithilfe eines Abstrichs ermittelt. In einigen Fällen kommt zudem eine Blutuntersuchung in Frage. Diese soll eine allgemeine zugrundeliegende Erkrankung auszuschließen.

Behandlung und Therapie

Nachdem der Arzt erkannt hat, welcher Erreger hinter den Beschwerden steckt, leitet er die Behandlung ein. Bei Bakterien wird häufig zu einem Antibiotikum gegriffen, insofern die Erkrankung einen schwereren Verlauf annimmt. Das Mittel kann oral eingenommen oder auf die betroffene Stelle von außen aufgetragen werden. Warme Kompressen können den Verlauf der Erkrankung positiv beeinflussen. Diese sollten jedoch steril sein, um eine weitere Infektion oder Verschlimmerung der Symptome zu vermeiden.

Trockene Augen lassen sich durch die Gabe von Augentropfen mildern. Es existieren einige Hausmittel gegen eine Tränendrüsenentzündung. Diese empfehlen sich jedoch oft zunächst nur für einen milderen Verlauf. So lässt sich die Schwellung durch das Auflegen von kühlenden Gurkenscheiben, Waschlappen oder Schwarztee lindern. Die Teebeutel sollten dabei vollkommen ausgekühlt sein. Eine chronische Tränendrüsenentzündung entsteht in der Regel dann, wenn eine andere chronische Erkrankung vorliegt. So gehört die Behandlung dieser Erkrankung zur Therapie der Tränendrüsenentzündung dazu.

Welche Maßnahmen hier zum Einsatz kommen, hängt von der spezifischen Krankheit ab. Falls der Arzt keine Bakterien im Auge feststellen konnte, wird häufig Kortison verschrieben. Dieses soll dafür sorgen, dass die Schwellung zurückgeht. Während der Behandlung und insgesamt ist auf eine erhöhte Hygiene des Auges zu achten. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass Erreger vom Gesicht oder den Händen in die Augen gelangen. Das verwendete Material zur Behandlung sollte stets sauber sein.

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Vorbeugung

Tränendrüsenentzündungen können eingeschränkt vorgebeugt werden. Dazu sollten starke Zugluft vermieden und Hygienestandards eingehalten werden. Weiterhin können feine Stäube das Risiko erhöhen. Ansonsten ist es wichtig, dass sämtliche Erkrankungen behandelt werden, die häufig von einer Tränendrüsenentzündung begleitet werden.

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