Tischtennis

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 5. Dezember 2014
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Tischtennis ist ein Rückschlagsportspiel, indem zwei Spieler, im Doppel zwei Paare, sich an der Tischtennisplatte gegenüber stehen. Nachdem der Ball durch den Aufschlag ins Spiel gebracht worden ist, wird durch bestimmte Schlagarten sowie taktischen Elementen versucht, den Ball so über das Netz zu spielen, dass ein gültiger Rückschlag des Gegners nicht möglich ist.

Inhaltsverzeichnis

Ursprung & Geschichte

Tischtennis stammt vermutlich aus Ostasien. Zumindest pflegte man in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts ein dem Tischtennis ähnliches Spiel in Japan und China. In Europa wurde das Spiel über England bekannt.

Erstmals wurde Tischtennis im Berliner Ping-Pong-Café zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Gesellschafts- sowie Unterhaltungsspiel gespielt. Die zu der Zeit aufkommende Bezeichnung Ping-Pong beruhte auf den charakteristischen Geräuschen beim aufkommenden Ball auf dem Tisch.

1899 folgte der erste Berliner Ping-Pong-Club in Deutschland. 1907 wurden die ersten deutschen Meisterschaften ausgetragen.

Regeln

Die Spiel im Tischtennis beginnt mit dem Aufschlag. Im Gegensatz zum Tennis hat man bei einem Aufschlagfehler keinen zweiten Versuch. Das Recht des Aufschlages wechselt immer nach zwei gespielten Punkten. Zuvor wird das Aufschlagrecht erlost. Bei einer Satzverlängerung, beim Stand von 10:10, müssen die Spieler bereits nach jedem Punkt abwechselnd aufschlagen.

Mit dem einführenden Aufschlag wird der Ballwechsel eingeleitet. Anschließend muss der Ball immer direkt über das Netz gespielt werden, so dass er auf der gegnerischen Hälfte des Tisches aufspringt bzw. diese berührt. Folgend lässt der Gegner den Ball einmal aufspringen und spielt ihn auf die andere Hälfte des Tisches zurück.

Ein Satz wird beendet, wenn einer der Spieler 11 Punkte erreicht hat und insgesamt mit mindestens zwei Punkten Vorsprung führt (z.B. 11:9, 14:12, 18:16). Ist der Punktestand 10:10, wird der Satz verlängert und endet, wenn ein Spieler zwei Punkte Vorsprung hat.

Technik

Die Technik im Tischtennis umfasst die Schlagarten der Verteidigung sowie des Angriffs sowie die damit verbundene Bein- und Körperarbeit. Voraussetzung für ein gutes und variantenreiches Tischtennisspiel sind die einwandfreie Schlägerhaltung sowie Grundkenntnisse in der Rotationslehre.

Schlägerhaltung

Die normale Schlägerhaltung, Vorhand und Rückhand wird während eines Schlages nicht verändert. Zusätzlich gibt es den Federhaltergriff, der vorwiegend im asiatischen Raum Verwendung findet.

Rotationslehre

Der Ball erhält bei bestimmter Schlagausführung sowie entsprechendem Neigungsgrad der Schlagfläche eine Drehung (Spinn oder Unterschnitt). Die Verteidigungsschläge dazu werden meist mit Unterschnitt ausgeführt, damit der Ball zurückspringt. Dabei wird der Schläger am Ball unter dem Ball nach vorn gezogen. Entgegengesetzt wirkt der Spinn, der Grundlage der Angriffsschläge ist. Dabei wird der Schläger über den Ball hinweg nach vorn gezogen, sodass dieser nach dem Auftreffen hoch nach vorn wegspringt.

Beinarbeit und Körperbeherrschung

Ausschlaggebend für eine erfolgreiche Schlagdurchführung sind Beinarbeit und Körperbeherrschung. Nach jedem Schlag sollte Grundstellung, etwa einen halben Meter von der Tischkante entfernt, eingenommen werden. Dazu sind Knie sowie Oberkörper leicht gebeugt, die Füße leicht gegrätscht und das Körpergewicht liegt auf dem Ballen.

Training

Tischtennis ist eine Sportart, die ein hohes Reaktions- sowie Konzentrationsvermögen voraussetzt. Zugleich entwickelt das Spiel in einem hohen Maße die Schnelligkeit und die Koordination der Bewegungen. Ein systematisch ausgeführtes Training ist auf Grundlage von Trainingsprinzipien sowie Trainingsmethoden aufzubauen.

Einsteiger sollten zunächst das Ballgefühl stärken. Folgend sind die Grundschläge der Vorhand sowie der Rückhand zu trainieren. Im zunehmendem Maße sind Spielsituationen in diversen Angriffs- und Verteidigungssituationen zu üben.

Tischtennis Zubehör

Tischtennisplatte

Tischtennisplatten verfügen in der Regel über die Maße 274 x 152,5 x 76 cm, dem internationalen Turniermaß. Die Plattenstärke von 22mm ist für die meisten Spielereigenschaften bis hin zum fortgeschrittenen Spieler zu empfehlen. Im Lieferumfang sollte zugleich ein spannbares Netz enthalten sein.

Zu beachten ist, dass die Tischtennisplatte eine blendfrei beschichtete Spielfläche besitzt, damit auch im Freien gespielt werden kann. Ebenso sollte ein montageleichtes Untergestell einen unkomplizierten Transport ermöglichen.

Tischtennisschläger

Die entscheidenden Aspekte eines Tischtennisschlägers sind Griffart, Holz des Blattes sowie der Belag. Die richtige Wahl des Schlägers ist sehr bedeutend, da damit die eigene Spielweise und Spielstärke wirkungsvoll unterstützt wird.

Bei offiziellen Veranstaltungen sind nur Schläger erlaubt, die den offiziellen Regeln entspricht sowie vom Tischtennis-Weltverband ITTF freigegeben sind. Der Schlägergriff hat verschiedene Formen, die im Wesentlichen aus folgenden bestehen:

  • gerader Schlägergriff, mit dem am leichtesten variiert werden kann, da er sich schnell drehen lässt, um entsprechend die Vorhand- sowie die Rückhandseite zu wechseln. Besonders Defensivspieler verwenden dieser Griffart.
  • konkave, anatomische, konische Schlägergriffe lassen sich am Ende des Griffes leicht fixieren und ermöglichen somit eine geringere Ermüdung. Insbesondere Offensivspieler benutzen aus diesem Grund diese Griffformen.

Der Schlägerbelag besitzt insgesamt den entscheidendsten Einfluss, da damit die Geschwindigkeit sowie die Rotation enorm beeinflusst wird. Grundsätzlich sind zwei Varianten zu unterscheiden:

  • Noppen außen

Diese Variante des Belages ist geeignet für Spieler, die ein schnelles Konterspiel sowie dem weitgehenden Verzicht auf Schläge mit Schnitt, insbesondere Topspin, verzichten und sofort die erste Chance zum entscheidenden Schlag nutzen wollen.

  • Noppen innen

Diese Variante ist die meist verbreitetste Variante, die zugleich am vielseitigsten ist. Der Vorteil ist, dass mit diesem Belag der Ball am meisten Rotation verliehen (Topspin oder Unterschnitt) werden kann. Je breiter der unterlegte Schwamm der Noppen (max. 2,5 mm), je schneller ist die maximal mögliche Geschwindigkeit des Balles. Um so haftfähiger die Oberfläche, umso höher ist dabei die maximale Drehzahl des Balles. Modernes Tischtennis-Offensivspiel wäre ohne diese Variante kaum denkbar.

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