Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 28. September 2016
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Kaum beginnen die ersten warmen Tage des Jahres, leiden viele Menschen an Frühjahrsmüdigkeit. Um die Jahreszeit dennoch ausgeruht zu genießen, gibt es ein paar einfache Tricks, die Sie anwenden können.

Inhaltsverzeichnis

Symptome

Während draußen die ersten Blumen sprießen und die Tiere aus dem Winterschlaf erwachen, ist jedoch etwa jedem Zweiten nach Bettruhe zumute. Was der Grund dafür ist, konnten Experten bislang noch nicht abschließend klären. Es wurde allerdings nachgewiesen, dass ab Mitte März bei vielen Menschen ein deutlicher Abfall des Blutdrucks auftritt.

Zudem haben Wissenschaftler vermehrt Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und Antriebslosigkeit registriert. Schätzungen zufolge leiden im Frühling etwa 70 Prozent aller Deutschen unter Gereiztheit, Schwindel, Kreislaufproblemen, Wetterfühligkeit und Abgeschlagenheit.

Ursachen

Frühjahrsmüdigkeit wird in weiten Kreisen auf ein hormonelles Problem zurückgeführt: Der Körper schüttet gerade in dieser Jahreszeit mehr Testosteron, Östrogen und Endorphin aus. Das bringt den Hormonhaushalt durcheinander und uns schlapp.

Eine andere Ursache könnte das Wetter sein. Im Winter sinkt die Körpertemperatur um durchschnittlich einige Zehntel Grad. Wird es wärmer, weiten sich die Blutgefäße, in der Folge sinkt der Blutdruck – und Müdigkeit setzt ein.

Hinzu kommt, dass während der langen Winternächte verstärkt das Schlaf-Hormon Melatonin gebildet wird. Wenn es länger hell bleibt, kommt es zu einem Überschuss des Hormons. Gleichzeitig produziert der Körper im Frühling durch das zunehmende Tageslicht vermehrt Serotonin, ein stimmungsaufhellendes Hormon. Die beiden Stoffe stehen in Wechselwirkung miteinander und beeinflussen noch zusätzlich unser Müdigkeitsgefühl.

Besonders anfällig sind wetterfühlige Menschen und Menschen, die von Vornherein einen niedrigen Blutdruck haben. Zudem sind Frauen häufiger von dem Phänomen betroffen als Männer.

Tipps

Bis zu vier Wochen braucht der Körper, um sich an die wärmeren Temperaturen anzupassen. Dies kann sich sogar noch länger hinziehen, wenn das Wetter häufig umschwingt. Ein paar einfache Tricks können bereits helfen, die Frühjahrsmüdigkeit in den Griff zu bekommen.

Richten Sie Ihren Schlaf-Wach-Rhythmus nach dem Tageslicht aus. So wird mehr Serotonin ausgeschüttet, das Melatonin schneller abgebaut und der Körper kann seinen Hormonhaushalt schneller umstellen.

Beginnen Sie den Tag mit ein wenig Gymnastik im Bett. Atmen Sie währenddessen immer tief ein und aus. Strecken Sie nach dem Aufwachen die Arme und Beine und fahren Sie anschließend etwa zehn Sekunden lang Rad in der Luft. Krallen Sie danach Hände und Füße zusammen und lassen Sie wieder locker.

Betroffene sollten darauf achten, ausreichend Proteine (zum Beispiel in Eiern, Milch, Hühnchen), Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Sprossen und Vitamine zu sich zu nehmen. Um für den Rest des Tages gestärkt zu sein, ist ein Frühstück wichtig, das reich an Kohlenhydraten ist. Außerdem: Besser viele kleine Portionen zu sich nehmen als wenige große. Schwere Kost kann das Trägheitsgefühl noch verstärken.

Täglich ein Liter Kräutertee mit Brennnesseln, Löwenzahn und Birkenblättern kann ebenfalls helfen. Die Inhaltsstoffe regen die Darm- und Nierenfunktion an und bringen den Stoffwechsel auf Trab.

Wechselduschen mit warmem und kaltem Wasser stärken zudem das Immunsystem und bringen den Kreislauf in Schwung. Achtung: Beenden Sie mit kaltem Wasser Ihre Dusche.

So verlockend es auch ist: Ruhen Sie sich tagsüber nicht aus. Wenn Sie müde sind, kann Bewegung den Kreislauf wieder ankurbeln. Besonders eignet sich drei Mal die Woche Ausdauersport wie Joggen oder Radfahren. Es muss aber nicht immer Sport sein. Auch ein halbstündiger Spaziergang an der frischen Luft kann wahre Wunder wirken. Generell sollten Sie sich so häufig wie möglich draußen aufhalten. So kann sich der Körper an die wärmeren Temperaturen gewöhnen.



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